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AKTIEN FRANKFURT/Schluss: DAX schliesst mit leichten Gewinnen

Dieser Inhalt wurde am 02. November 2009 - 18:00 publiziert

FRANKFURT (awp international) - Der deutsche Aktienmarkt ist am Montag mit leichten Kursgewinnen in die neue Börsenwoche gestartet. Der Dax legte motiviert von positiven US-Konjunkturdaten und gestützt auf Kursgewinne an der Wall Street bis zum Abend zu und schloss mit plus 0,29 Prozent auf 5.430,82 Zählern. Der MDax stieg um 0,52 Prozent auf 6.767,13 Punkte. Der TecDax verbuchte ein Minus von 0,64 Prozent auf 722,67 Zähler.
Der unerwartet deutlich gestiegene US-Einkaufmanagerindex des verarbeitenden Gewerbes stütze die Märkte weltweit, sagte Marktanalyst Patrick Pflüger von IG Markets. "Die Anleger zeigen sich nach der starken Korrektur der letzten Handelstage verunsichert, jedoch stützen positive Konjunktur- und Unternehmensdaten aktuell den Markt". Dies beruhige die Gemüter der Anleger und verhelfe den Märkten zu Kursanstiegen.
Die Aktien von Linde zählten nach Vorlage des Zwischenberichts zu den besonders gefragten Dax-Werten. Sie stiegen um 2,52 Prozent auf 73,19 Euro. Der Industriegase-Spezialist hatte die weltweite Wirtschaftskrise im dritten Quartal weniger stark gespürt als in den Vormonaten und hofft im kommenden Jahr wieder auf einen zaghaften wirtschaftlichen Aufschwung.
Adidas -Papiere stiegen mit plus 3,81 Prozent auf 32,70 Euro noch deutlicher. Aktienhändler verwiesen auf einen Analystenkommentar von Nomura. Während die Zahlen zum dritten Quartal kaum als ein grösserer Katalysator dienen dürften, sollten Anleger dennoch jede Kursschwäche für Zukäufe nutzen, hiess es in der Studie.
Überflügelt wurden die Papiere von Adidas und Linde von den Infineon -Titeln, die sich mit plus 4,08 Prozent auf 3,19 Euro an die Dax-Spitze drängelten. Auch hier verwiesen Marktteilnehmer auf einen positiven Analystenkommentar, Ursache für den Kursanstieg sei eine Studie von Merrill Lynch, hiess es unisono. Analyst Jonathan Crossfield von Merrill Lynch hatte das Papier von "Underperform" auf "Buy" hochgestuft und dies damit begründet, dass der Chiphersteller von einer sich erholenden Nachfrage und Wiederaufstockungen der Läger im Automobil- und Industriebereich profitieren dürfte.
Die Aktien der Commerzbank schlossen nach der überraschenden Vorlage von Eckdaten zum dritten Quartal mit plus 1,27 Prozent auf 7,19 Euro. Ein Händler bezeichnete die Daten als "gemischt". Der operative Gewinn sei "viel besser" ausgefallen als erwartet, der Nettogewinn habe hingegen enttäuscht. Die Bank habe für 2009 einen Verlust angekündigt, dies sei aber vom Markt bereits erwartet worden. "Um ehrlich zu sein, enthalten die Zahlen keine wirklichen Neuigkeiten", sagte der Händler. Die vom Staat gestützte Bank machte im dritten Quartal einen Milliardenverlust. Abschreibungen auf den Unternehmenswert des Immobilienfinanzierers Eurohypo und Kosten für die Integration der übernommenen Dresdner Bank drückten das Institut tief ins Minus.
Im MDax profitierten die Aktien von ElringKlinger von überraschend starken Quartalszahlen und gewannen 3,68 Prozent auf 14,10 Euro. Der Automobilzulieferer steuert verblüffend profitabel durch die Krise und stellte für das nächste Jahr wieder deutliches Wachstum in Aussicht. Die Hugo-Boss-Titel sackten hingegen mit minus 9,33 Prozent auf 22,94 Euro ans Index-Ende. Der Modekonzern hatte bei Vorlage eines schwachen Geschäftsberichts für das abgelaufene Jahresviertel die Prognose für das Gesamtjahr gesenkt.
Kuka-Aktien fielen um 0,50 Prozent auf 10,00 Euro. Das Sparprogramm des Roboter- und Anlagenbauers läuft zwar nach Plan, die Fortschritte reichen dem Management zufolge aber nicht aus, um im Gesamtjahr die Verluste der ersten neun Monate zu kompensieren.
sf/he

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