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FRANKFURT (awp international) - Anhaltende Sorgen um die Schuldenkrise im Euroraum haben am Montag für einen schwachen Wochenauftakt am deutschen Aktienmarkt gesorgt. Der Dax konnte seine Verluste am Nachmittag aber deutlich reduzieren und lag zum Schluss nur noch mit 0,21 Prozent im Minus bei 7387,54 Punkten. Zuvor hatte der deutsche Leitindex sein Tagestief deutlich darunter bei rund 7285 Punkten markiert. Der MDax ging 0,51 Prozent leichter bei 10 794,94 Punkten aus dem Handel. Der TecDax fiel um 0,39 Prozent auf 924,75 Punkte.
Die Schuldenkrise kam am Montag mit dem Treffen der Euro- Finanzminister auf den Tagesplan zurück und sorgte so vom Auftakt weg für Verluste am Aktienmarkt. Auf dem Treffen soll das Hilfspaket für Portugal abgesegnet und zudem auch über die Umschuldung Griechenlands gesprochen werden. Am Nachmittag erholten sich die Indizes aber deutlich von ihren frühen Verlusten. Laut Händlern setzte sich mehr und mehr die Hoffnung durch, dass das Treffen mehr Klarheit über die Lage in den angeschlagenen Euro-Ländern bringen wird. Investoren hätten deshalb das günstige Niveau zum Einstieg genutzt. Zudem wurde am Markt als Kurstreiber auf den festen Euro und erholte Rohstoffpreise verwiesen.
NASDAQ ZIEHT GEGENGEBOT FÜR NYSE ZURÜCK
Unter den Einzelwerten standen insbesondere die Aktien der Deutschen Börse im Fokus. Der Frankfurter Börsenbetreiber hat plötzlich wieder freie Bahn für die geplante Fusion mit NYSE Euronext , worauf die Titel um 3,77 Prozent auf 56,40 Euro in die Höhe schossen. Am Mittag hatten die beiden US-Wettbewerber Nasdaq OMX und ICE nach Gesprächen mit den US-Kartellbehörden ihr Gegengebot für die NYSE zurückgezogen. Damit sei der Weg für die Deutsche Börse jetzt frei und es drohe keine teure Nachbesserung, sagte ein Börsianer.
Bankenwerte blieben dagegen bis zum Schluss unter den Verlierern im Dax. Commerzbank-Titel etwa rutschten als schwächster Wert um 3,46 Prozent auf 3,852 Euro ab. Händler erklärten die Kursverluste mit der Schuldenkrise in Europa und einer pessimistischen Analystenstimme der WestLB. Analyst Neil Smith passte seine Bewertung unter anderem an die wieder aufkommenden Sorgen um die Eurozone und die Fortschritte bei der Kapitalerhöhung an.
HOCHTIEF UND TOGNUM IM MDAX IM BLICK
Im MDax lagen die Aktien von Hochtief mit einem Kursplus von 1,69 Prozent auf 58,47 Euro an der Indexspitze. Der grösste deutsche Baukonzern war wegen hoher Belastungen in Australien im ersten Quartal tief in die Verlustzone gerutscht. Allerdings fiel der Verlust laut Börsianern nicht so hoch aus wie befürchtet.
Die Papiere von Tognum dagegen büssten 0,50 Prozent auf 25,92 Euro ein, obwohl die gemeinsamen Bieter Daimler und Rolls-Royce für die Übernahme des Motorenbauers tiefer in die Tasche greifen wollen. Händler begründeten dies mit Spekulationen, dass der Dieselmotorenspezialisten das erhöhte Kaufangebot in Höhe von 26 Euro unterstützen werde. Einem Börsianer zufolge schwindet damit die Hoffnung auf eine noch höhere Offerte.
VERLUSTE IN EUROPA - WALL STREET IM PLUS
Der Eurostoxx 50 gab am Montag um 0,46 Prozent auf 2881,31 Punkte nach und auch in Paris gab es Verluste. Der Londoner FTSE 100 schloss dagegen nur knapp im Minus. Der New Yorker Dow Jones Industrial hat sich derweil nach einem leichteren Auftakt zuletzt knapp ins Plus vorgearbeitet.
Am Rentenmarkt sank die durchschnittliche Rendite der börsennotierten Bundeswertpapiere auf 2,86 (Freitag: 2,91) Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,15 Prozent auf 122,99 Punkte. Der Bund Future lag mit 0,20 Prozent im Minus bei 124,17 Punkten. Der Kurs des Euro erholte sich. Im New Yorker Handel wurden zuletzt 1,4217 Dollar für einen Euro gezahlt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittag noch auf 1,4143 (Freitag: 1,4280) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7071 (0,7003) Euro./tih/he
--- Von Timo Hausdorf, dpa-AFX ---

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