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FRANKFURT (awp international) Die politischen Unruhen in Nordafrika haben den deutschen Aktienmarkt am Donnerstag weiter unter Druck gebracht. Der Dax setzte setzte seine am Montag begonnene Talfahrt fort und büsste 0,89 Prozent auf 7.130,50 Punkte ein. Damit verlor der deutsche Leitindex in dieser Woche bereits rund vier Prozent, nachdem er am vergangenen Freitag noch ein Dreijahreshoch erklommen hatte. Der MDax der mittelgrossen Werte sank um 1,05 Prozent auf 10.016,48 Punkte. Der TecDax gab um 0,56 Prozent auf 876,03 Punkte nach.
Der wegen der Unruhen in Libyen kräftig gestiegene Ölpreis löse inzwischen Sorgen um eine Verteuerung der europäischen Industrieproduktion aus, sagte Marktanalyst André Saenger von IG Markets. Positive Wirtschaftdaten aus den USA hätten am Nachmittag dagegen nur kurzfristig stützend gewirkt.
RWE VON PROGNOSE BELASTET
Entsprechend düster sah es trotz teilweise erfreulicher Jahreszahlen im Dax 30 aus. Bilanzen hatten an an diesem Tag die Allianz, RWE , BASF und Henkel vorgelegt.
Die RWE-Titel waren mit minus 5,18 Prozent auf 49,390 Euro Schlusslicht im Leitindex. Der Energieversorger konnte im abgelaufenen Jahr zwar den bereinigten Gewinn und den Umsatz erneut steigern, doch bis 2013 rechnet der Konzern mit einem Gewinneinbruch. Am Markt wurde vor allem das Ausmass der Prognosesenkung negativ aufgenommen. Nach einem bereinigten Gewinn von 3,8 Milliarden Euro 2010 rechnet RWE bis 2013 nun nur noch mit zwei Milliarden Euro.
Europas grösster Versicherer Allianz meldete für 2010 trotz teurer Stürme, Erdbeben und Fluten einen kräftigen Gewinnsprung und will eine Dividende von 4,50 Euro je Anteilsschein zahlen. Am Markt war jedoch zum Teil auf 5,00 Euro spekuliert worden, so dass die Aktie 2,68 Prozent auf 101,80 Euro einbüsste.
BASF STEMMT SICH GEGEN ABWÄRTSTREND
Den Papieren von Henkel erging es nicht besser: Sie gaben um 3,49 Prozent auf 42,620 Euro nach. Der Konsumgüterkonzern konnte die Investoren trotz eines Rekordjahres und einer angehobenen Dividende vor allem auf der Ergebnisseite nicht überzeugen.
Mit plus 0,43 Prozent auf 59,00 Euro stemmten sich dagegen die BASF-Papiere gegen den Abwärtstrend. Der Chemiekonzern verzeichnete im Schlussquartal 2010 einen Ergebnissprung sowie einen Umsatzanstieg und will diese Rekordwerte im laufenden Geschäftsjahr noch einmal deutlich übertreffen. Zudem kündigte das Unternehmen eine kräftige Erhöhung der Dividende an.
PORSCHE STÜRZT AB
Die Aktien von Porsche brachen ausserhalb der Dax-Familie um 10,71 Prozent auf 55,000 Euro ein. Die Fusion von VW und Porsche in diesem Jahr wird wegen noch laufender Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Stuttgart über eine mögliche Marktmanipulation und über mangelhafte Informationspolitik immer unwahrscheinlicher. Die im Dax notierten Vorzugsaktien von VW gaben knapp drei Prozent nach.
Die Aktien von Sky Deutschland büssten nach enttäuschenden endgültigen Zahlen am MDax-Ende knapp sieben Prozent ein. Der Bezahlsender blieb 2010 tief in den roten Zahlen und will im Kampf um neue Abonnenten nun sein Sportangebot kräftig ausbauen. Dafür bekommt er erneut Geld von seinem Grossaktionär Murdoch zugesteckt.
AUCH IN EUROPA VERLUSTE
Der EuroStoxx 50 schloss mit einem Minus von 0,20 Prozent bei 2.949,13 Punkten. Die Börsen in Paris und London beendeten den Tag kaum verändert. In den USA gaben die wichtigsten Aktienindizes leicht nach.
Am deutschen Rentenmarkt sank die durchschnittliche Rendite der börsennotierten Bundeswertpapiere auf 2,82 (Mittwoch: 2,84) Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,27 Prozent auf 122,47 Punkte. Der Bund Future gewann 0,11 Prozent auf 124,42 Punkte. Der Kurs des Euro legte weiter zu: Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3773 (Mittwoch: 1,3731) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7261 (0,7283) Euro./ck/zb

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