Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

FRANKFURT (awp international) - Der deutsche Aktienmarkt hat sich am Dienstag nach zwei Verlusttaggen in Folge dank deutlicher Kursgewinne der Telekom-Aktie stabilisiert. Der Dax stieg um 0,04 Prozent auf 7164,75 Punkte, nachdem er im Handelsverlauf wegen Sorgen über ein Wiederaufflammen der Schuldenkrise in der Eurozone bis 7072 Punkte gefallen war. Der MDax mittelgrosser Werte legte um 0,64 Prozent auf 10 228,57 Punkte zu, der Auswahlindex für Technologiewerte TecDax rückte um 0,25 Prozent auf 898,66 Punkte vor. Händler führten die Erholung am späten Nachmittag auf positive US-Vorgaben zurück.
Zudem sprang die T-Aktie um 3,95 Prozent auf 10,010 Euro nach oben. Hier sorgten Spekulationen auf eine baldige Lösung für die angeschlagene US-Mobilfunktochter der Deutschen Telekom für deutliche Aufschläge. Im Handelsverlauf war die Aktie sogar um bis zu 6,13 Prozent auf 10,22 Euro gestiegen - so teuer war die Aktie zuletzt im November 2010. Händler verwiesen auf Berichte, wonach die Telekom mit Sprint Nextel Gespräche über das Mobilfunkgeschäft in den USA führt.
Die Börsianer hoffen darauf, dass die Deutsche Telekom nun endlich mit Sprint paktiert, um sich in den USA besser behaupten zu können. Die Telekom ihrerseits betonte erneut, dass sie nach einer Lösung für ihr US-Mobilfunkgeschäft sucht. "Generell stehen uns in den USA alle Optionen offen", sagte Finanzvorstand Tim Höttges. Er nannte als Möglichkeiten eine Partnerschaft, einen Börsengang, einen teilweisen oder ganzen Verkauf der Tochter oder einer Netzkooperation.
AUTOWERTE PROFITIEREN VON STUDIE UND ENTSPANNUNG BEIM ÖLPREIS
Auch Automobilwerte die Automobilwerte gehörten zu den Gewinnern im Dax. Sie profitierten von einer positiven Branchenstudie sowie einer leichten Entspannung beim Ölpreis. Die im Dax notierten Vorzugsaktien von Volkswagen gewannen 2,33 Prozent auf 118,65 Euro und die Daimler-Papier rückten um 1,35 Prozent auf 49,25 Euro vor. Nachdem die Kurse deutscher Automobilwerte zuletzt etwas von ihren Höchstständen gesunken seien, eröffneten sich wieder günstigere Kaufgelegenheiten, schrieb UBS-Analyst Philippe Houchois.
Am Dax-Ende fielen die Titel von BASF um 2,12 Prozent auf 59,96 Euro. Händler begründeten dies mit Gewinnmitnahmen, nachdem die Titel des Chemiekonzerns zuletzt überdurchschnittlich zugelegt hätten. Die konjunktursensiblen Aktien des Stahlkonzerns ThyssenKrupp folgten davor mit einem Abschlag von 1,76 Prozent auf 29,035 Euro.
TOGNUM LEGT WEITER ZU
Mit Blick auf die allmählich auslaufende Berichtssaison sorgten die überraschend guten Geschäftszahlen von Klöckner & Co (KlöCo) für Gesprächsstoff. Der Duisburger Stahlhändler hatte im vergangenen Jahr die Rückkehr in die schwarzen Zahlen geschafft. Den Ausblick bezeichnete Analystin Alexandra Roche von der Berenberg Bank als "etwas verschwommen". Die KlöCo-Aktien gingen auf Berg- und Talfahrt. Zuletzt stand ein Plus von 0,29 Prozent auf 24,12 Euro auf dem Kurszettel.
Die im MDax notierten Aktien von Tognum profitierten weiter von der Übernahmefantasie zum Wochenstart. Der Autobauer Daimler, der bereits an Tognum beteiligt ist, führt zusammen mit dem Motorenbauer Rolls-Royce Gespräche zur Übernahme des Grossdieselmotorenherstellers. Laut Händlern wurde zuletzt ein mögliches Gebot von 24 Euro je Aktie genannt. Dies wiederum habe der niederländische Anteilseigner Delta Lloyd als zu niedrig bezeichnet, sagten Börsianer unter Verweis auf einen Medienbericht. Die Tognum-Aktien legten am Dienstag weitere 1,93 Prozent auf 23,215 Euro zu, nachdem sie zum Wochenauftakt 23,11 Prozent zugelegt hatten.
Im TecDax sackten die Papiere von Stratec Biomedical Systems nach der Vorlage von Geschäftszahlen für 2010 um 5,25 Prozent auf 30,70 Euro ab. WestLB-Analystin Cornelia Thomas bezeichnete die Gewinnmarge vor Zinsen und Steuern des Biotech-Unternehmens als enttäuschend. Der EuroStoxx 50 stieg um 0,48 Prozent auf 2.945,42 Punkte. In Paris und London ging es ebenfalls nach oben. Der New Yorker Dow Jones Industrial stand zum europäischen Handelsschluss knapp ein Prozent im Plus.
Am Rentenmarkt sank die durchschnittliche Rendite der börsennotierten Bundeswertpapiere auf 3,01 (Montag: 3,03) Prozent. Der Rentenindex Rex legte um 0,07 Prozent auf 121,62 Punkte zu. Der Bund Future verlor 1,27 Prozent auf 121,47 Punkte. Der Euro pendelte um die Marke von 1,39 US-Dollar. Zuvor hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs gegen Mittag auf 1,3898 (Montag: 1,4028) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7195 (0,7129) Euro./zb/fn/

Neuer Inhalt

Horizontal Line


subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.

swissinfo DE

Aufruf, der Facebook-Seite von swissinfo.ch beizutreten

Treten Sie unserer Facebook Seite auf Deutsch bei!

???source_awp???