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FRANKFURT/MAIN (awp international) - Vor dem Beginn der US-Berichtssaison hat der Dax am Montag trotz Verlusten im späten Handel mit einem leichten Plus geschlossen. Der deutsche Leitindex ging mit einem Aufschlag von 0,20 Prozent bei 6.077,19 Punkten aus dem Handel, nachdem er zwischenzeitlich noch über die Marke von 6.100 Punkten gestiegen war. Der MDax legte um 0,30 Prozent auf 8.243,10 Punkte zu und der TecDax kletterte um 0,40 Prozent auf 776,09 Punkte.
Händler verwiesen auf Unsicherheiten mit Blick auf die anstehende Berichtssaison in den USA, die am Abend nach dem US-Handelsschluss traditionell von dem Aluminiumkonzern Alcoa eingeläutet werden sollte. "Die Erwartungen an die Berichtssaison sind sehr hoch", sagte Postbank-Händler Stefan Söllner. Andere Börsianer begründeten die sinkenden Kurse im späten Handel mit Aussagen von Adam Posen, Mitglied des geldpolitischen Rats der Bank of England. Dieser hatte davor gewarnt, dass Grossbritannien in eine Rezession zurückrutschen könne.
Ganz vorne im Dax lagen die Aktien des Darmstädter Pharma- und Chemiekonzerns Merck KGaA mit einem Plus von 1,85 Prozent auf 61,01 Euro. Das Unternehmen hatte in Russland die Zulassung für Tabletten des Multiple-Sklerose-Medikaments Cladribin erhalten.
Mit einem Aufschlag von 1,53 Prozent auf 73,22 Euro entwickelten sich auch die Vorzugsaktien von Volkswagen (Volkswagen ) überdurchschnittlich. Die Analysten von Goldman Sachs hatten sich positiv zu den Papieren geäussert und waren bei ihrer Kauf-Empfehlung geblieben. Die Wolfsburger zählten zu den am besten aufgestellten Autobauern, um Vorteile aus dem strukturellen Wandel in der Autobranche zu ziehen. Positiv dürfte auch gewirkt haben, dass Konzernchef Martin Winterkorn schnell einen neuen USA-Chef ernennen will.
Unterschiedlich entwickelten sich indes Versorgertitel: Während die Papiere von Eon sich um 0,86 Prozent auf 22,930 Euro verteuerten, gewannen RWE-Aktien lediglich 0,05 Prozent auf 54,95 Euro. Das Magazin "Focus" hatte unter Berufung auf Aussagen von RWE- Chef Jürgen Grossmann berichtet, dass das Unternehmen gegen die von der Bundesregierung geplante Brennelementesteuer sei und stattdessen Einzahlungen in einen Fonds für erneuerbare Energien favorisiere.
Im MDax lagen Fraport-Aktien nach Verkehrszahlen mit plus 1,29 Prozent auf 37,235 Euro im vorderen Drittel. Der Flughafenbetreiber hatte im Juni bei Passagieren und Fracht neue Rekordmarken erreicht. Ein Händler lobte: "Die Zahlen zeigen überzeugend, dass die Krise überwunden und die Luftfahrtindustrie wieder auf dem Weg ist, die Resultate aus der Vorkrisenzeit zu erreichen oder sogar zu übertreffen." Merrill Lynch startete zudem die Bewertung der Aktien unabhängig von den Verkehrszahlen mit einer Kaufempfehlung.
Im TecDax stürzten die Aktien von Kontron um 18,46 Prozent auf 6,165 Euro ab. Der Minicomputer-Hersteller bildet wegen säumiger Kunden in Malaysia, Taiwan und Hongkong eine Risikovorsorge über 34 Millionen Euro. Der Vorstand sehe sich dazu gezwungen, da Bankgarantien nicht innerhalb der vereinbarten Frist (9. Juli) vorgelegt werden konnten, so das Unternehmen. Das sei überraschend, kommentierte ein Händler. Vor allem bedeute das nun einen Verlust sowohl im zweiten Quartal als auch im Gesamtjahr. Analysten hatten einen Jahresgewinn erwartet.
Der europäische Leitindex Eurostoxx 50 schloss mit einem Plus von 0,18 Prozent bei 2686,09 Punkten. Auch in Paris und London verbuchten die Leitindizes Gewinne. In den USA notierte dagegen der Dow Jones Composite zum Handelsschluss in Europa im Minus.
Am Rentenmarkt sank die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 2,22 (Freitag: 2,28) Prozent. Der Rentenindex Rex legte um 0,13 Prozent auf 126,85 Punkte zu. Der Bund Future stieg um 0,36 Prozent auf 129,36 Punkte. Der Referenzkurs des Euro fiel. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte ihn auf 1,2572 (1,2637) US- Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7954 (0,7913) Euro./chs/stb

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