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AKTIEN FRANKFURT/Schluss: Konjunktur-Hoffnungen treiben Dax

Dieser Inhalt wurde am 13. November 2009 - 18:00 publiziert

FRANKFURT (awp international) -Getrieben von der Hoffnung auf weitere ermutigende Konjunkturnachrichten hat der Dax zum Wochenausklang weiter zugelegt. Der Index gewann am Freitag 0,40 Prozent auf 5.686,83 Zähler hinzu und baute damit sein Wochenplus auf 3,6 Prozent aus. Der MDax legte um 0,19 Prozent auf 7.311,23 Zähler zu. Etwas runter ging es mit dem TecDax , der 0,15 Prozent auf 761,43 Zähler abgab. Händler führten das Kursplus am Freitag vor allem auf abermals positive Konjunkturdaten zurück. Zudem habe mit ThyssenKrupp ein weiteres Unternehmen mit seinen Zahlen den Markt überzeugt.
"Nach den am Freitag vorgelegten Daten ist die Rezession in Deutschland und der Eurozone technisch beendet", sagte Commerzbank-Marktstratege Hans-Jürgen Delp. "Jetzt kommt es darauf an, ob die zahlreichen Konjunkturdaten aus den Vereinigten Staaten in der kommenden Woche den jüngst aufgekommenen Optimismus bekräftigen können." Der Commerzbank-Experte geht davon aus, dass der Dax nur bei positiven Überraschungen das bisherige Jahreshoch von 5.888 Zählern von Mitte Oktober angreifen könnte. Falls die Daten nicht überzeugen könnten, drohe erneut ein Rückschlag
Zum Wochenausklang stand im Dax vor allem der Stahlhersteller ThyssenKrupp im Fokus. Der Stahlhersteller kam am Freitagmittag überraschend mit den Zahlen zum vergangenen Geschäftsjahr um die Ecke. Das Unternehmen will trotz eines dicken Milliardenminus eine Dividende zahlen. Zudem fiel der Verlust nicht so hoch aus wie zuletzt von einigen Experten erwartet. Das Papier gehörte mit einem Aufschlag von 1,23 Prozent auf 23,84 Euro zu den grössten Gewinnern innerhalb des deutschen Leitindex. Neben der Dividende zeigten sich die Börsianer über das operative Geschäft erfreut. "Im Gegensatz zu den zuvor angenommenen hohen Rückgängen im operativen Geschäft wurde das Ergebnis doch eher massiv durch Abschreibungen belastet", sagte Aktienhändler Andreas Lipkow von MWB Fairtrade.
Die im Dax notierten Stammaktien von Volkswagen (VW) fielen trotz einer Absatzsteigerung inmitten der weltweiten Absatzkrise um 1,85 Prozent auf 96,40 Euro. Händler führten dies vor allem auf technische Gründe zurück, da die Wertentwicklung der Stammaktie wegen der geringen Anzahl an frei handelbaren Stücken schon seit längerer Zeit schwer einzuschätzen sei. Im Oktober 2008, als Porsche noch VW übernehmen wollte, hatte das Papier zeitweise mehr als 1.000 Euro gekostet.
Die VW-Vorzugsaktie, die vielleicht bald die Stammaktie im Dax ersetzen könnte, legte am Freitag dagegen um 0,37 Prozent auf 60,25 Euro zu. Im Verlauf der Woche gab die Aktie wegen einer Platzierung des VW-Grossaktionärs Katar rund 13 Prozent nach. Die Anteilsscheine des Sportwagenbauers Porsche, der nach dem missglückten Versuch, VW zu übernehmen, jetzt wiederum vor der Übernahme durch Volkswagen steht, gaben am Freitag nach. Das Papier verlor nach einem geringer als befürchteten Milliardenverlust 1,15 Prozent auf 51,80 Euro.
Im MDax profitierten die Titel von IVG Immobilien laut Börsianern von der Zahlenvorlage und sprangen als Spitzenreiter um 9,55 Prozent auf 7,00 Euro hoch. Das durch die Finanz- und Wirtschaftskrise stark unter Druck geratene Immobilienunternehmen hatte im dritten Quartal seinen Verlust überraschend stark eingedämmt.
Trotz rückläufiger Zahlen drehten die Aktien von Bauer nach einem schwachen Auftakt mit 5,63 Prozent auf 29,46 Euro deutlich ins Plus. Börsianer sahen den Quartalsbericht des Bau- und Baumaschinenkonzerns moderat positiv. Zudem verwiesen sie auf die zuletzt vergleichsweise schwache Kursentwicklung. Der Stahlhändler Klöckner & Co (KlöCo) sieht indes weiter keine nachhaltige Belebung der Nachfrage, was die Aktie mit minus 6,09 Prozent auf 15,88 Euro ans Indexende drückte. Einem Händler zufolge enttäuschten sowohl Zahlen als auch der Ausblick.
Unter den Technologiewerten stiegen Drillisch nach Zahlen um 0,64 Prozent auf 4,69 Euro. Der Mobilfunkanbieter hattee auch nach neun Monaten bei seinem Ergebnis von der Beteiligung an der Freenet AG profitiert. Ein Auftrag liess Smartrac nach anfangs höheren Gewinnen um 3,33 Prozent auf 15,50 Euro steigen. Der niederländische Funktechnik-Anbieter erhielt einen Auftrag zur Lieferung von 30 Millionen RFID-Labels, die in Fahrkarten im öffentlichen Verkehrswesen sowie in Bibliotheken und im Medienmanagement eingesetzt werden.
Gewinnmitnahmen sorgten bei SMA Solar für ein Minus von 5,48 Prozent auf 72,40 Euro. Das Unternehmen hatte im dritten Quartal unter dem Strich seinen Gewinn gesteigert. Auch Umsatz und operatives Ergebnis (EBIT) hatten - wie bereits im Oktober bekanntgegeben - zugelegt. Die Aktie war am Donnerstag nach einer abermals erhöhten Prognose allerdings um knapp 18 Prozent gestiegen.
zb/he

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