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FRANKFURT (awp international) - Schwache Konjunkturdaten und Quartalszahlen aus den USA haben den deutschen Aktienmarkt am Freitag im Sog der Wall Street tief in die Verlustzone rutschen lassen. Der Dax büsste 1,77 Prozent auf 6040,27 Punkte ein, nachdem er am Mittag noch lange Zeit im Plus gelegen hatte. Trotz der Kursgewinne aus den ersten drei Wochentagen ging der Leitindex auf Wochensicht mit einem Minus von 0,41 Prozent aus dem Handel. Der MDax verlor ebenfalls 1,77 Prozent auf 8137,03 Punkte. Für den TecDax ging es um 1,14 Prozent nach unten auf 775,00 Punkte.
"Die jüngsten Daten haben unter den Anlegern wieder die Sorge hervorgebracht, dass die US-Konjunktur auf wackeligen Beinen stehen könnte", sagte Marktstratege Thilo Müller von MWB Fairtrade und verwies auf das enttäuschende Konsumklima, das die Universität Michigan am Freitag veröffentlichte. Ähnliches habe am Vortag schon der schwache Philadelphia Fed Index angedeutet. Allerdings seien dies nur Frühindikatoren und noch keine "harten Fakten", sagte Müller. Trotz eher schwach ausgelegter Quartalszahlen vom Freitag traue er den Unternehmen weiterhin zu, dass sie das Ruder im Rahmen der anlaufenden Berichtssaison herumreissen könnten.
Neueste US-Quartalszahlen von General Electric (GE) und aus dem Bankensektor bezeichneten Börsianer als wenig überzeugend. Aktien der Deutsche Bank weiteten nach den Zahlen der US-Konkurrenten Citigroup und Bank of America ihre Verluste aus und verloren 3,05 Prozent auf 47,665 Euro. Papiere der Commerzbank gaben um 2,41 Prozent auf 6,23 Euro nach. "Bei beiden Banken ist vor allem das Investmentbanking nicht gut gelaufen", kommentierte ein Händler. Und das laste auf der von diesem Bereich besonders abhängigen Deutschen Bank. Börsianer verwiesen zudem darauf, dass Konkurrent JPMorgan die Messlatte mit seinen Zahlen vom Vortag hoch gelegt habe.
In dem schwachen Umfeld verpufften überraschend veröffentlichte Zahlen von Daimler . Die Papiere des gaben um 0,52 auf 43,05 Euro nach, hielten sich damit aber im oberen Drittel vom Dax. Der Stuttgarter Autobauer hatte überraschend vorläufige Zahlen für das zweite Quartal vorgelegt und mit seinem Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) die Markterwartungen übertroffen. Titel der Konkurrenten waren im Sog dessen ebenfalls unter den stärksten Werten: BMW fielen um 0,26 Prozent auf 42,15 Euro, die Vorzüge von Volkswagen (VW) verteuerten sich gar um 0,24 Prozent auf 76,00 Euro.
Die Papiere von K+S führten dank guter Zahlen des Konkurrenten YARA die kurze Gewinnerliste an. Die Titel legten um 2,64 Prozent auf 38,90 Euro zu, nachdem der norwegische Düngemittelkonzern mit einem höher als erwartet ausgefallenen Gewinn überraschte. Versorger waren wegen einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" die grössten Verlierer. Demzufolge will die Bundesregierung die deutsche Atomindustrie im Gegenzug für längere Laufzeiten mit einer zusätzlichen Milliardenabgabe belegen. RWE gaben um 4,32 Prozent auf 52,33 Euro nach und Eon büssten als schwächster Wert 4,91 Prozent auf 21,775 Euro ein.
Der europäische Leitindex Eurostoxx 50 schloss mit einem Minus von 2,12 Prozent bei 2645,61 Punkten. Auch in Paris und London gab es fallende Kurse. In New York lag der Leitindex Dow Jones Composite Composite zum europäischen Handelsschluss ebenfalls deutlich im Minus.
Am Rentenmarkt verharrte die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 2,30 Prozent. Der Rentenindex Rex legte um 0,11 Prozent auf 126,67 Punkte zu. Der Bund Future stieg um 0,43 Prozent auf 129,35 Punkte. Der Referenzkurs des Euro legte ebenfalls zu. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte ihn auf 1,3000 (Vortag: 1,2828) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7692 (0,7795) Euro./tih/stb

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