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AKTIEN FRANKFURT/Schluss: Leichte Verluste im Dax - Abwartende Anleger

Dieser Inhalt wurde am 07. Oktober 2009 - 18:00 publiziert

FRANKFURT (awp international) - Vor dem Start der US-Berichtssaison haben sich am Mittwoch die Anleger am deutschen Aktienmarkt stark zurückgehalten und dem Dax einen richtungslosen Handelsverlauf beschert. Mit minus 0,30 Prozent auf 5.640,75 Zählern ging der Leitindex aus dem Tag, nachdem er in den vorangegangenen zwei Tagen wieder deutlich zugelegt hatte. Der Technologiewerte-Index TecDax sank um 0,47 Prozent auf 747,91 Zähler. Der MDax der mittelgrossen Werte hingegen gewann 0,58 Prozent auf 7.342,46 Punkte.
Der Dax habe den Anstieg der Vortage erst einmal verdauen müssen, zumal nun der Startschuss für die Berichtssaison in den USA falle, sagte Aktienhändler Michael Braun von der Postbank. Traditionell eröffnet an diesem Mittwochabend wieder der US-Aluminiumhersteller Alcoa den Bilanzreigen. "Grosse Impulse erwarten die Anleger allerdings nicht von Alcoa", glaubt Marktanalyst Mark Rohles von IG Markets. "Mehr Belebung verspricht die nächste Woche, wenn ab Donnerstag die grossen Finanzhäuser ihre Quartalsbilanzen veröffentlichen."
Am deutschen Markt standen zur Wochenmitte vor allem Aktienplatzierungen - geplante oder vollzogene - im Fokus. Verunsicherungen gab es bei Metro , nachdem Metro-Gründer Otto Beisheim mehr als ein Viertel seines Aktienpakets an Deutschlands grösstem Handelskonzern verkauft hat. Vor allem der Platzierungspreis habe verwirrt, sagte Rohles. "Einer früheren Meldung von Händlern über einen Preis von 37 Euro je Aktie stand am Mittwoch der neue Preis von 35 Euro gegenüber." Analyst Jürgen Kolb vom Brokerhaus Cheuvreux gab zudem zu bedenken, dass Beisheim den Aktienanteil just in einer Phase senke, die von erheblichen Restrukturierungen geprägt sei. Die Metro-Aktie fiel denn auch mit minus 3,23 Prozent auf 37,15 Euro an das Dax-Ende.
Die vorzeitige Kündigung einer Wandelanleihe durch den Sportartikelhersteller Adidas und deren wahrscheinliche Umwandlung in Aktien drückte den Adidas-Kurs um 2,42 Prozent auf 35,13 Euro. Die Leoni-Titel profitierten hingegen an der Spitze im MDax von der Bekanntgabe einer unternehmenseigenen Aktienplatzierung mit plus 6,05 Prozent auf 15,61 Euro. Zur Verbesserung der Eigenkapitalquote und zum Schuldenabbau verkaufte der Autozulieferer eigene Aktien für 14,50 Euro das Stück, die er erst im Schlussquartal 2008 zu einem Durchschnittskurs von 9,79 Euro gekauft hatte.
Im Dax waren den dritten Tag in Folge die Aktien der Commerzbank gefragt, die um 1,70 Prozent auf 8,390 Euro stiegen und damit stärkster Indexwert waren.
Die Anteilsscheine von Vossloh brachen am späten Nachmittag ein, als Gerüchte aufkamen, dass der Verkehrstechnikkonzern einen Folgeauftrag aus China an einen Konkurrenten verloren hat. Ein Unternehmenssprecher bestätigte später den Wahrheitsgehalt dieser Marktspekulation.
Mit einem Plus von 6,82 Prozent auf 0,94 Euro knüpften die Conergy-Aktien an ihre Vortagsgewinne an und profitierten damit weiter kräftig von einem Etappensieg im Rechtsstreit mit dem Waferhersteller MEMC . Am Dienstagabend hatten die Conergy-Aktien bereits zehn Prozent zugelegt und damit darauf reagiert, dass der US-Konzern MEMC seine Gegenklage wegen Vertragsbruchs gegen Conergy zurückgezogen hatte./ck/nl

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