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FRANKFURT (awp international) - Schwache US-Börsen und ein angeschlagener Euro haben den deutschen Aktienmarkt am Donnerstag nach unten gezogen. Händler verwiesen zudem auf ein charttechnisch trübes Bild, nachdem der Dax eine wichtige Unterstützungsmarke gerissen habe. Der Leitindex schloss 1,79 Prozent tiefer bei 5.746,97 Punkten und knüpfte damit an seine Vortagsverluste an. Beim MDax standen Abschläge von 1,33 Prozent auf 7.647,54 Zähler zu Buche. Der TecDax verlor 0,51 Prozent auf 822,09 Zähler.
"Der Dax-Schluss unter 5.800 Punkten ist ein sehr pessimistisches Signal", kommentierte Händler Christian Schmidt von der Postbank. Da zudem der schwache Euro, der zeitweise auf ein Sechsmonatstief zum US-Dollar sank, für Druck sorge, "könnten wir eine kleine Trendwende sehen", warnte er. "Die 6.000 Punkte haben wir schon aus den Augen verloren, jetzt könnte es in Richtung 5.500 Punkte nach unten gehen."
Negativ aufgenommene Zahlen der US-Bank Goldman Sachs sorgten auch bei deutschen Bankenwerten für Druck. Im Dax verloren Commerzbank 3,81 Prozent auf 6,127 Euro. Etwas besser hielten sich Titel der Deutschen Bank mit Abschlägen von 2,49 Prozent auf 47,00 Euro. Im MDax gaben Aareal Bank 2,70 Prozent auf 13,710 Euro ab. Die Aktien der Deutschen Post büssten nach einem inzwischen dementierten "Handelsblatt"-Bericht 2,22 Prozent auf 13,220 Euro ein. Darin hiess es, die FDP halte eine Aufspaltung des Logistikers für möglich, und berief sich auf ein vertraulich eingestuftes Papier der Bundestagsfraktion. Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) teilte unterdessen mit, dass ein schärferes Wettbewerbsrecht nicht speziell die Deutsche Post aufs Korn nehme.
Dagegen zählten die Metro-Papiere mit plus 0,38 Prozent auf 40,830 Euro zu den Favoriten im Dax. Sie profitierten von überraschend starken Umsatzzahlen des niederländischen Einzelhändlers Ahold sowie einer Hochstufung durch die Unicredit.
Im MDax gewannen die Aktien von Klöckner & Co (KlöCo) 0,31 Prozent auf 18,055 Euro, nachdem in Paris ein wegen Preisabsprachen verhängtes Bussgeld deutlich verringert worden war. Ein Händler sagte dazu, die Nachricht komme überraschend und sei daher sehr positiv zu werten. Ein weiterer Börsianer verwies zudem noch auf Aussagen des Branchenkollegen ThyssenKrupp , dass dessen erstes Quartal besser als erwartet ausgefallen sei. ThyssenKrupp-Aktien gaben dennoch um 3,95 Prozent auf 25,185 Euro nach. Grund dafür waren laut Händlern erneut höhere Kosten für zwei neue Stahlwerke in Brasilien und den USA.
Bei den Technologiewerten konnten sich einige Solartitel von ihren deutlichen Vortagsverlusten erholen. Die Regierungsvorschläge vom Mittwoch zum beschlossenen Abbau der staatlichen Solarförderung in Deutschland stiessen bei Analysten allerdings auf ein negatives Echo. An der TecDax-Spitze gewannen SMA Solar 5,79 Prozent auf 90,13 Euro. Dagegen ging es für die Titel von Schlusslicht Centrotherm um 6,21 Prozent auf 39,775 Euro bergab./gl/he

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