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AKTIEN FRANKFURT/Schluss: Schwacher Euro hilft Dax auf die Beine

Dieser Inhalt wurde am 17. Mai 2010 - 18:00 publiziert

FRANKFURT (awp international) - Ein schwacher Euro hat dem Dax zum Wochenstart etwas auf die Beine geholfen. Allerdings bremsten am Montagnachmittag enttäuschende US-Daten und die verhaltene Entwicklung der Wall Street den deutschen Leitindex. Er schloss mit Gewinnen von 0,17 Prozent bei 6.066,92 Punkten deutlich unter seinem Tageshoch. Die schlechte Verfassung der Gemeinschaftswährung sei zwar Ausdruck der Schuldenkrise in der Währungszone, komme andererseits aber der exportorientierten deutschen Wirtschaft entgegen, begründeten Händler das leichte Plus beim Dax. Die anderen Indizes hielten sich weniger gut: Der MDax verlor 1,41 Prozent auf 8.171,70 Punkte und für den TecDax ging es um 0,83 Prozent auf 765,99 Punkte bergab.
Die Aktien exportorientierter Unternehmen gehörten zu den Favoriten der Anleger. So verteuerten sich etwa Titel des Nutzfahrzeugherstellers MAN um 1,87 Prozent auf 71,49 Euro und Anteilsscheine des Chemie- und Pharmakonzerns Bayer legten um 0,92 Prozent auf 47,75 Euro zu. Im Bankensektor sah die Entwicklung indes uneinheitlich aus. Titel der Deutschen Bank , die wegen Berichten über Untersuchungen zu Betrugsvorwürfen den Aktien der Commerzbank zuletzt hinterher gehinkt waren, gewannen 0,77 Prozent auf 49,125 Euro. Dagegen wurden Commerzbank-Aktien von neuen Diskussionen um Bonuszahlungen belastet und büssten 1,31 Prozent auf 6,020 Euro ein.
Erneute Behinderungen des europäischen Flugverkehrs durch Vulkanasche liessen die Papiere der Lufthansa um 1,64 Prozent auf 11,365 Euro sinken. Bei Infineon trieb dagegen ein "FTD"-Artikel, dem zufolge der Chipkonzern mit dem US-Rivalen Intel über den Verkauf seiner Sparte für Mobilfunkchips verhandelt, die Aktien um 0,87 Prozent auf 5,082 Euro hoch. Hochtief-Titel erlitten nach Zahlen am MDax-Ende Abschläge von 7,65 Prozent auf 54,33 Euro. Negativ werteten Börsianer vor allem einen Rückgang beim Auftragseingang des Bau- und Dienstleistungskonzerns. Auch ein schwacher Ausblick der australischen Tochter Leighton habe enttäuscht.
Der europäische Leitindex EuroStoxx 50 beendete den Tag geringfügige 0,05 Prozent höher bei 2635,34 Punkten. Der Cac-40 in Paris schloss schwächer, der Londoner FTSE 100 dagegen kaum verändert. In New York notierte der Dow Jones zum europäischen Handelsschluss im Minus.
Am Rentenmarkt verharrte die durchschnittliche Rendite der börsennotierten Bundeswertpapiere bei 2,41 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,33 Prozent auf 126,95 Punkte. Der Bund Future stieg um 0,03 Prozent auf 126,57 Punkte, während der Kurs des Euro weiter fiel: Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,2349 (Freitag: 1,2492) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8098 (0,8005) Euro./gl/he

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