Navigation

AKTIEN FRANKFURT/Schluss: Sorgen um Portugal drücken Dax ins Minus

Dieser Inhalt wurde am 27. April 2010 - 18:10 publiziert

FRANKFURT (awp international) - Sorgen um die Zahlungskraft Portugals und Griechenlands haben den Dax am Dienstag deutlich unter Druck gesetzt. Trotz guter Zahlen gehörten Aktien der Deutschen Bank zu den schwächsten Werten im Leitindex, der damit nicht an die gute Entwicklung der vergangenen Handelstage anknüpfen konnte. Der Dax gab um 2,73 Prozent auf 6.159,51 Punkte nach. Der MDax verlor 3,46 Prozent auf 8.343,06 Punkte. Der TecDax fiel um 2,81 Prozent auf 821,14 Punkte.
Als Belastungsfaktor verwies Händler Udo Becker von der Münchener Privatbank Merck Finck auf die Herabstufung der Kreditwürdigkeit Portugals durch die Ratingagentur Standard & Poor's. Börsianer begründeten das Minus auch mit einer erneuten Herabsetzung der Kreditwürdigkeit Griechenlands. Zudem hätten die Anleger nach dem jüngsten Höhenflug des Dax erst einmal Kasse gemacht.
DEUTSCHE BANK LEIDEN UNTER KURSVERLUSTEN
Aktien der Deutschen Bank verloren nach Vorlage von Quartalszahlen 4,99 Prozent auf 52,59 Euro. Händler begründeten die Kursverluste mit Gewinnmitnahmen: "Der Markt hat in den letzten beiden Tagen einiges eingepreist, nachdem US-Banken in der letzten Woche überzeugende Zahlen präsentiert hatten." Andere machten auch das Ausbleiben eines konkreten Ausblicks sowie anhaltende Sorgen um Griechenland für den Rücksetzer verantwortlich.
Äusserungen von Finanzchef Stefan Krause auf der anschliessenden Pressekonferenz wirkten sich auch bei den Postbank-Aktien aus. Die Haltung zu einer Komplettübernahme habe sich nicht geändert, meinte Krause. Händler sahen damit die Fantasie schwinden, dass es zeitnah zu solch einem Schritt kommen könnte. Die Postbank-Papiere gaben daraufhin um 5,12 Prozent auf 25,87 Euro nach. Papiere der Commerzbank notierten ebenfalls mit Abschlägen.
DAIMLER NACH ZAHLENVORLAGE MIT BERG- UND TALFAHRT
Daimler-Titel reagierten mit einer Berg- und Talfahrt auf die Vorlage endgültiger Zahlen und eine Anhebung der Prognose. Nach einem Anstieg auf 39,90 Euro gaben sie am Ende deutlich um 3,90 Prozent auf 37,93 Euro nach. Wie bei der Deutschen Bank führten Händler die Kursreaktion darauf zurück, dass Autoaktien zuletzt gut gelaufen seien. Aktien von Volkswagen (VW) und BMW zeigten sich ebenfalls schwach. Ähnlich erging es den Papieren des Lkw-Bauers MAN, die mit einem Minus von 4,31 Prozent auf 69,28 Euro zu den grössten Verlierern im Dax zählten.
Der EuroStoxx 50 schloss 3,67 Prozent tiefer bei 2838,78 Punkten In Paris und London gaben die Indizes ebenfalls nach. Auch die wichtigsten US-Indizes präsentierten sich zum europäischen Börsenschluss im Minus.
Am Rentenmarkt sank die durchschnittliche Rendite der börsennotierten Bundeswertpapiere auf 2,68 (Montag: 2,69) Prozent. Der Rentenindex Rex kletterte um 0,04 Prozent auf 125,02 Punkte. Der Bund Future stieg um 0,84 Prozent auf 125,01 Punkte. Der Kurs des Euro fiel: Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3290 (1,3321) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7524 (0,7507) Euro./la/he

Diesen Artikel teilen

Passwort ändern

Soll das Profil wirklich gelöscht werden?