Navigation

AKTIEN FRANKFURT/Schluss: Uneinheitlich - Kassemachen nach Dax-Hoch

Dieser Inhalt wurde am 20. Oktober 2009 - 18:20 publiziert

FRANKFURT (awp international) - Nach einem neuen Jahreshoch im Dax hat die Anleger am deutschen Aktienmarkt am Dienstag der Mut verlassen. Angetrieben von guten Unternehmensnachrichten vor allem aus den USA hatte der deutsche Leitindex Dax am Nachmittag bei 5.888,21 Punkten den höchsten Stand seit Ende September 2008 erreicht, bevor mit den schwächelnden US-Börsen auch in Deutschland Gewinnmitnahmen einsetzten. Der Dax verlor schliesslich 0,70 Prozent auf 5.811,77 Punkte und auch der MDax schloss 1,04 Prozent tiefer bei 7.509,22 Zählern. Dagegen hielt sich der TecDax bei 776,71 Punkten mit 0,56 Prozent im Plus. Teilweise kräftige Kursgewinne bei Solarwerten stützten den Auswahlindex für Technologiewerte.
"Die Anleger bekommen Angst vor ihrer eigenen Courage", begründete Aktienhändler Thomas Stengl von der Postbank das aktuelle Auf und Ab nach den Kursgewinnen der vergangenen Wochen. Derzeit gäben starke Quartalsberichte insbesondere aus den USA den Märkten immer wieder Auftrieb, bis dann wieder Zurückhaltung und Vorsicht die Oberhand gewännen - die Luft nach oben sei inzwischen recht dünn geworden und das Rückschlagpotenzial wachse. Patrick Pflüger, Marktanalyst bei IG Markets, stiess ins selbe Horn: "Die Anleger sind vorsichtig geworden, gute Quartalszahlen scheinen im aktuellen Marktumfeld nicht mehr für nennenswerte Kursaufschläge auszureichen." Für Verunsicherung sorgten im Verlauf auch überraschend schwache Zahlen zum US-Immobilienmarkt und die in der Folge bröckelnden Notierungen an der Wall Street.
Tagessieger im Dax waren die Aktien des Düngemittelherstellers K+S , die mit plus 1,61 Prozent auf 40,90 Euro an ihre Aufwärtsbewegung der Vortage anknüpften. Händler verwiesen auf anhaltende Spekulationen auf eine bevorstehende Übernahme, die bereits am Vortag durch eine Studie von Merrill Lynch neue Nahrung erhalten hätten. Auch der Quartalsbericht des norwegischen Konkurrenten Yara , dessen Aktien 2,52 Prozent gewannen, stützte K+S.
Infineon Technologies legten dank der starken Quartalszahlen der US-Technologiekonzerne Apple und Texas Instruments um 1,17 Prozent auf 3,880 Euro zu. Nach der jüngsten Kursschwäche erholten sich auch die schwer gewichteten Versorger, wobei die Aktien von Eon 1,52 Prozent auf 26,64 Euro zulegten und RWE um 1,18 Prozent auf 61,85 Euro stiegen. Versicherer entwickelten sich uneinheitlich. Allianz sackten um 1,61 Prozent auf 84,70 Euro ab. Europas grösster Versicherer will auch nach dem Ablauf der Haltefrist für die Aktien der grössten chinesischen Bank ICBC an dieser beteiligt bleiben. Händler sprachen unterdessen von Umschichtungen aus den Aktien der Allianz in Munich Re . Die Titel des Münchener Rückversicherers legten um 0,31 Prozent zu.
Eine nachhaltig positive Wirkung auf den TecDax hatten unterdessen die überraschend vorgelegten Quartalszahlen mit einer Prognoseerhöhung von SMA Solar . Analystin Alla Gorelova von der Steubing AG sprach von "sehr starken vorläufigen Zahlen" und sie rechnet mit Hochstufungen der Aktien durch viele Analysten in den kommenden Tagen. Einem Börsianer zufolge hatten zuvor einige Anleger auf weiter fallende Kurse gesetzt und müssten die verkauften Aktien nun zurückkaufen. SMA-Aktien gewannen 16,86 Prozent auf 68,95 Euro. Die Titel des Photovoltaik-Zulieferers Centrotherm legten im Kielwasser von SMA und gestützt auf eine Kaufempfehlung der Deutschen Bank mit dem Kursziel 39 Euro auch um 7,42 Prozent auf 34,75 Euro zu./fat/he

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Webseite importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@swissinfo.ch

Diesen Artikel teilen

Passwort ändern

Soll das Profil wirklich gelöscht werden?