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FRANKFURT (awp international) - Der deutsche Aktienmarkt hat am Mittwoch seinen Erholungsversuch abgebrochen und mit Verlusten geschlossen. Vor allem enttäuschende Daten vom US-Immobiliensektor belasteten den Dax . Mit minus 0,45 Prozent auf 5.643,20 Punkte ging der Leitindex aus dem Handel, nachdem er zeitweise im Handelsverlauf bis auf rund 5.674 Punkte gestiegen war. Der MDax gab um 1,03 Prozent auf 7.479,51 Zähler nach. Der TecDax verlor 0,73 Prozent auf 803,71 Punkte.
Marktanalyst Robert Halver von der Baader Bank zufolge sind die Börsianer unverändert sehr nervös. So begrenzten zwar positive Ausblicke von Marktführern wie etwa SAP und Siemens das Abwärtsrisiko im Dax, doch durch die Bankenwerte beispielsweise sei weiter Druck auf den Index gekommen. Die Pläne von US-Präsident Barack Obama, den Sektor stärker zu kontrollieren, sowie eine hohe Risikovorsorge lasteten nach wie vor weltweit auf der Finanzbranche. Diese Gemengelage sorge aktuell für "eine seitwärts gerichtete Tendenz mit allerdings starken Schwankungen". Mit Spannung werde daher auf Obamas Bericht zur Lage der Nation geschaut, der nach US-Handelsschluss erwartet wird. Von der Zinssitzung der US-Notenbank Fed am Mittwoch erwarten Experten hingegen nichts wesentlich Neues.
Am deutschen Markt waren es vor allem die Quartalszahlen von SAP und Wacker Chemie, die im Blick der Anleger standen. ProSiebenSat.1 rückten wegen Spekulationen über eine Kapitalerhöhung in den Blick und Tui aufgrund eines Presseberichts über die Beteiligung der Reederei Hapag Lloyd.
Europas grösster Softwarehersteller SAP legte endgültige Zahlen vor und will in diesem Jahr die Krise endlich hinter sich lassen. Besonders in den Schwellenländern sollen Erlös und Gewinn gesteigert werden. Einige Analysten reagierten auf die Management-Aussagen mit Hochstufungen der Aktie. Das Papier konnte sich letztlich mit einem Aufschlag von 0,09 Prozent auf 32,750 Euro recht gut gegen den Abwärtstrend im Dax stemmen. An der Dax-Spitze standen die BASF-Aktien mit plus 1,08 Prozent auf 40,345 Euro. Börsianern zufolge wirken Aussagen von Vorstand Harald Schwager vom Dienstagnachmittag positiv nach. Der weltgrösste Chemiekonzern komme dank besser laufender Geschäfte in Asien und Südamerika wieder langsam aus der Krise, hatte Schwager gesagt.
Die überraschend vorgelegte Bilanz des Halbleiter-Zulieferers und Chemiekonzerns Wacker Chemie für das Jahr 2009 brachte der Aktie des MDax-Unternehmens ein Minus von 5,08 Prozent auf 102,75 Euro ein. Wacker Chemie hatte einen restrukturierungsbedingten Verlust im abgelaufenen Jahr gemeldet und zugleich einen verhalten optimistischen Ausblick gegeben. Laut Analyst Peter Wirtz von der WestLB hat der operative Gewinn lediglich wegen unerwartet hoher Einmal-Posten unter der Markterwartung gelegen und sei somit nur auf den ersten Blick enttäuschend gewesen.
Die Aktien von ProSiebenSat.1 büssten 2,23 Prozent auf 9,484 Euro ein. Der TV-Konzern dementierte einen Bericht des Börsenblatts "Platow Brief" über einen angeblich geplanten Verkauf seines Auslandsgeschäfts und eine Kapitalerhöhung. Um 2,65 Prozent auf 6,425 Euro sanken zudem die Anteilsscheine von Tui , nachdem die "Financial Times Deutschland" (FTD) berichtet hatte, dass die Finanzierungshilfe für Hapag-Lloyd ins Wanken geraten sei. Tui ist mit 43,3 Prozent an der in die Schieflage geratenen Container-Reederei beteiligt. Die Reederei selbst macht sich eigenen Angaben zufolge allerdings keine ernsthaften Sorgen um die Staatsbürgschaft von 1,2 Milliarden Euro. Zudem hiess es aus dem Unternehmensumfeld, dass inzwischen wieder schwarze Zahlen in Sichtweite seien./ck/he

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