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FRANKFURT (awp international) - Sorgen um die europäische Schuldenkrise und die US-Wirtschaft haben den Dax am Montag tief ins Minus gezogen. Der deutsche Leitindex rutschte um 2,11 Prozent auf 7026,85 Punkte ab. Es war der grösste Tagesverlust seit dem 15. März, als er im Zuge der Atomkatastrophe in Japan mehr als drei Prozent verloren hatte. Für den MDax ging es am Montag um 1,98 Prozent auf 10 164,96 Punkte abwärts, der TecDax fiel um 2,10 Prozent auf 898,47 Punkte.
Auf die Stimmung drückten Gerüchte um eine Umschuldung Griechenlands. "Es wird über eine Restrukturierung beziehungsweise eine Streckung der Schuldenlast in Griechenland spekuliert, was vor allem die Finanzwerte in den Abwärtsstrudel reisst", sagte Stratege Mario Gollob von CMC Markets. Marktanalyst Frank Geilfuss vom Bankhaus Löbbecke verwies zudem auf Finnland, wo die Rechtspopulisten nach ihrem Wahlerfolg Neuverhandlungen über das EU-Stabilitätspaket fordern. Am Nachmittag dann beschleunigte die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) die Talfahrt des Marktes. S&P sieht die Top- Kreditwürdigkeit der USA in Gefahr und senkte den Ausblick von "Stable" auf "Negative".
Die grössten Verlierer unter den Einzelwerten waren entsprechend der Sorgen um die Finanzlage in Europa die Aktien von Banken und Versicherungen. Börsianern zufolge fürchten Anleger, dass auf die Branche Abschreibungen zukommen könnten. Die Aktien der Deutschen Bank verloren 2,62 Prozent auf 40,000 Euro, die der Commerzbank rutschten am Dax-Ende um 5,08 Prozent auf 4,186 Euro ab. Für die Titel der Allianz ging es um 4,77 Prozent auf 98,37 Euro nach unten.
Zu den wenigen Gewinnern zählten Infineon-Papiere mit plus 1,60 Prozent auf 7,105 Euro an der Dax-Spitze. Der Halbleiterhersteller hatte seine Umsatzprognose für das zweite Quartal angehoben. Ein Händler sagte: Das Unternehmen könnte davon profitieren, dass einige Technologieunternehmen in Japan nach dem Erdbeben und dem Tsunami Probleme haben, ihre Lieferketten aufrecht zu erhalten.
Stahlwerte verloren nach einer Branchenstudie von Goldman Sachs deutlich. Die Titel von ThyssenKrupp büssten 3,92 Prozent auf 28,545 Euro ein, die von Salzgitter verbilligten sich im MDax um 5,05 Prozent auf 50,80 Euro. Die US-Bank sieht Salzgitter als einen der unattraktivsten Werte im Sektor. ThyssenKrupp sei zwar ein Qualitätstitel, allerdings bereits ausreichend bewertet.
Die Aktien von ProSiebenSat.1 Media führten den MDax mit plus 0,24 Prozent auf 18,900 Euro an. Ein Börsianer führte dies auf einen Bericht zurück, wonach die Finanzinvestoren KKR und Permira ihre Anteile noch 2011 an die Börse bringen wollen.
Die in keinem wichtigen Index notierten Aktien von Borussia Dortmund lagen nach dem Sieg des BVB gegen Freiburg und der klaren Niederlage des Verfolgers Leverkusen bei Bayern München lange Zeit im Plus. Am Ende konnten sie sich dem schwachen Markt jedoch nicht ganz entziehen und verloren 0,41 Prozent auf 2,910 Euro.
Auch der EuroStoxx 50 gab um 2,44 Prozent auf 2847,96 Punkte nach. Die Leitindizes in Paris und London schlossen gleichfalls im Minus. Der Dow-Jones-Index in New York lag zum europäischen Handelsschluss mit mehr als anderthalb Prozent in der Verlustzone.
Am Rentenmarkt sank die durchschnittliche Rendite der börsennotierten Bundeswertpapiere auf 3,11 (Freitag: 3,18) Prozent. Der Rentenindex Rex stieg deutlich um 0,33 Prozent auf 121,48 Punkte. Der Bund Future rückte deutlich um 0,99 Prozent auf 122,40 Punkte vor. Der Kurs des Euro fiel angesichts der Sorgen um den Euro- Stabilitätspakt und notierte zuletzt bei 1,4216 US-Dollar. Zuvor hatte die EZB den Referenzkurs auf 1,4275 (1,4450) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7005 (0,6920) Euro./chs/wiz

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