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FRANKFURT (awp international) - Schwache Wochendaten vom US-Arbeitsmarkt haben den Dax am Donnerstag auf sein Tagestief gedrückt. Der deutsche Leitindex hatte sich nach den deutlichen Verlusten der letzten zwei Tage zwischenzeitlich stabilisiert, verlor aber am Nachmittag 0,79 Prozent auf 6.105,63 Punkte. Für den MDax ging es um 1,17 Prozent auf 8.221,46 Punkte nach unten, wogegen der TecDax dank fester Solarwerte nur 0,10 Prozent auf 743,39 Punkte abgab. Weiter im Fokus stand die auslaufende Berichtssaison, die mit einer Flut von Unternehmenszahlen noch einmal einen Höhepunkt erreichte.
Fondsmanager Thorsten Winkler von der Kapitalanlagegesellschaft Veritas Investment Trust sprach von einer lediglich technischen Stabilisierung. Aus fundamentaler Sicht bleibe die Lage weiter angespannt. Die US-Notenbank hatte am Dienstag mitgeteilt, dass die konjunkturelle Erholung in den USA in den kommenden Monaten schwächer als erwartet verlaufen dürfte. Daraufhin war es an den internationalen Aktienmärkten mit den Kursen steil nach unten gegangen.
ZAHLEN HELFEN RWE NICHT - AUSBLICK VON K+S ENTTÄUSCHT
Der Energiekonzern RWE steigerte dank der Konjunkturerholung und der Integration des Konkurrenten Essent seinen Halbjahresgewinn. Allerdings dominiere bei den Versorgern weiterhin die Diskussion um die Steuerpläne der Regierung und die Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke, meinte ein Händler. Die Aktien verloren 1,13 Prozent auf 53,58 Euro. Auch der Düngemittel- und Salzproduzent K+S meldete dank der anziehenden Düngernachfrage einen kräftigen Gewinnsprung. Ein Börsianer bemängelte aber die wegen Abschreibungen enttäuschende Jahresprognose für den Gewinn vor Zinsen und Steuern, so dass die Titel 2,10 Prozent auf 41,12 Euro abgaben.
Im MDax zählten die Aktien von Salzgitter mit minus 3,92 Prozent auf 50,43 Euro zu den grössten Verlierern. Nach sechs verlustreichen Quartalen in Folge war der Stahlhersteller zwischen April und Juni zwar wieder in die Gewinnzone zurückgekehrt. Analysten sahen die Zahlen aber nur im Rahmen der Erwartungen bis leicht darunter und den optimistischeren Ausblick immer noch unter den Markterwartungen. Stada-Titel sanken als Schlusslicht um 5,78 Prozent auf 23,54 Euro. Börsianer begründeten dies mit enttäuschenden Halbjahreszahlen des Arzneimittelherstellers. Der Pharmahändler Celesio konkretisierte nach durchwachsen ausgefallenen Quartalszahlen seine Ziele für das laufende Geschäftsjahr, die laut einem Händler den Markterwartungen entsprechen. Die Aktien büssten 2,16 Prozent auf 17,25 Euro ein.
MDAX-NEULING BRENNTAG ÜBERZEUGT - ZAHLEN TREIBEN SOLARWERTE
Beim Chemikalienhändler Brenntag laufen dank der guten Nachfrage die Geschäfte wieder rund. Die besser als erwarteten Zahlen sowie der zuversichtlichere operative Ausblick liessen die Titel des MDax-Neulings um 0,50 Prozent auf 60,35 Euro steigen. Minimale Verluste von 0,06 Prozent auf 23,285 Euro verzeichneten die Aktien von Deutsche Euroshop , nachdem das auf Shoppingcenter spezialisierte Immobilienunternehmen Umsatz und Gewinn gesteigert hatte.
Bei den Technologiewerten sprangen Q-Cells mit plus 7,38 Prozent auf 5,268 Euro an die Spitze. Das Solarunternehmen erzielte im abgelaufenen Quartal erstmals seit einem Jahr wieder einen operativen Gewinn. Nach erfreulichen Zahlen waren auch die Titel des Solarzulieferers Centrotherm Photovoltaics stark gefragt, die um 4,59 Prozent auf 33,01 Euro zulegten. Ferner steigerte der Medizintechnik-Anbieter Carl Zeiss Meditec in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres Umsatz und Ergebnis. Die Aktien verloren dennoch 1,20 Prozent auf 11,50 Euro.
BECHTLE NACH DURCHWACHSENEN ZAHLEN SCHWACH
Beim IT-Dienstleister Bechtle sahen Händler in den durchwachsenen Zahlen sowie der weiter vorsichtigen Gewinnprognose keinen Kaufgrund. Entsprechend verloren die Aktie 2,22 Prozent auf 22,00 Euro. Operativ schwarze Halbjahreszahlen liessen indes die Titel des Biotech-Unternehmens Evotec um 1,06 Prozent auf 2,285 Euro steigen./gl/la

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