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FRANKFURT (awp international) - Ohne neue positive Impulse haben die deutschen Aktienindizes am Montag Verluste verzeichnet. Der Dax stand am Mittag mit 0,92 Prozent im Minus bei 6.884,19 Punkten. In der ersten Woche des Jahres hatte der deutsche Leitindex ein halbes Prozent zugelegt. Der MDax mittelgrosser Werte sackte um 1,37 Prozent auf 9.936,80 Punkte ab, für den TecDax ging es um 0,89 Prozent auf 861,52 Punkte runter.
Händler verwiesen auf Sorgen vor einer weiteren Verschärfung der Lage in der Eurozone mit einer am Mittwoch anstehenden Anleiheauktion in Portugal und Berichten am Wochenende, dass das Land unter den Rettungsschirm gedrängt werden könnte. Marktanalyst David Buik von BGC Partners in London sagte: "Es setzt sich mehr und mehr die Meinung durch, dass Portugal die weisse Fahne schwenken und ein den Rettungsschirm akzeptieren sollte." Das gelte trotz des Hinweises, dass Portugal noch solvent sei. Indes erwarte Börsianer eine abwechslungsreiche Woche. Nach Handelsschluss in den USA startet die US-Berichtssaison traditionell mit den Zahlen von Alcoa. Zudem stünden in der Woche noch zahlreiche Konjunkturdaten auf der Agenda, die bewegen dürften.
BANKAKTIEN AM DAX-ENDE
Bankenwerte standen unter Druck, wobei Commerzbank-Aktien mit minus 1,89 Prozent auf 5,490 Euro am Dax-Ende standen und Deutsche Bank-Titel 1,55 Prozent einbüssten. Händler verwiesen auf die negativen Vorgaben für Banken wegen der Schwäche des Sektors in den USA am Freitag. Hinzu komme die Sorge um die Eurozone. Dabei könnte sich der einstige Risikokredit an den fränkischen Autozulieferer Schaeffler für die Commerzbank laut "Die Welt" für die beteiligten Banken zu einem Milliardengeschäft entwickeln. Allein der Commerzbank stehen nach Informationen der Tageszeitung aus Finanzkreisen rechnerische Zinszahlungen von rund einer halben Milliarde Euro pro Jahr zu, die allerdings zu grossen Teilen erst in mehreren Jahren fällig werden.
An der Dax-Spitze gewannen BASF 0,51 Prozent auf 57,390 Euro. Die Analysten der Citigroup hoben das Ziel für die Papiere des Chemiekonzerns von 60,00 auf 67,00 Euro an und blieben bei der Einstufung "Buy". Die Aktien des Chemiekonzerns waren damit der einzige von 30-Werten mit einem Kursplus.
Adidas-Titel reagierten wie erwartet nicht auf einen Bericht in einem Magazin. Der Sportartikelhersteller will bis 2015 den Umsatz der Gruppe um bis zu 50 Prozent auf 17 Milliarden Euro steigern, bekräftigte Vorstandschef Herbert Hainer frühere Aussagen erneut im Nachrichtenmagazin "Focus". Adidas wolle dabei im Konkurrenzkampf schneller wachsen als der Hauptkonkurrent und Branchenprimus Nike aus den USA. Ein Börsianer sagte: "Das Interview beinhaltet nichts Neues." Die Aktie verlor 1,23 Prozent.
SYMRISE PROFITIEREN IM MDAX VON ÜBERNAHME IM SEKTOR
Im MDax profitierten Symrise an der Spitze mit einem Plus von 2,69 Prozent auf 20,230 Euro von neuen Übernahmebewegungen in dem Sektor. Händler verwiesen auf die Übernahme des dänischen Konkurrenten Danisco durch den US-Chemiekonzern Dupont für 6,3 Milliarden Dollar (rund 4,9 Mrd Euro). Das werfe ein positives Licht auf den gesamten Sektor, hiess es.
Unter Druck gerieten unterdessen Gildemeister-Papiere mit einem Abschlag von 5,59 Prozent auf 15,695 Euro. Händler konnten hier keine fundamentalen Gründe für das Minus verantwortlich machen. Sie sprachen von technischen Gründen, nachdem die Aktie wichtige Unterstützungen verletzt habe. Daraufhin hätten Gewinnmitnahmen eingesetzt und eine grosse Verkaufsorder erlaube es den Aktien bisher nicht, sich wieder zu erholen. Sorgen um eine mögliche Kapitelerhöhung seien vom Unternehmen ausgeräumt worden, hiess es.
Singulus Technologies profitierten im TecDax von einem Auftrag in der Solarsparte und gewannen 3,21 Prozent auf 4,340 Euro. Analyst Tobias Loskamp von Kepler Equities verwies darauf, dass das Geschäft des Unternehmens mit Blu-ray-Discs am Markt auf wenig Skepsis stosse, wogegen ein Erfolg im Solarbereich in Frage gestellt werde. Der heutige Auftrag selbst komme zwar nicht unerwartet, das Auftragsvolumen sei aber eine positive Überraschung. Q-Cells-Aktien erholten sich um 2,58 Prozent auf 2,390 Euro. Händler verwiesen auf eine Prognoseerhöhung von LDK Solar als positiven Impuls./fat/tih

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