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AKTIEN FRANKFURT/Uneinheitlich - Bayer im Plus, Commerzbank sacken ab

Dieser Inhalt wurde am 27. Oktober 2009 - 12:00 publiziert

FRANKFURT (awp international) - Der Dax hat sich am Dienstag von seinen deutlichen Abschlägen zu Wochenbeginn erholt und bis zum Mittag leicht zugelegt. Der Dax rückte um 0,30 Prozent auf 5.658,89 Punkte vor, nachdem die Anleger tags zuvor noch Kasse gemacht hatten. Für den MDax mittelgrosser Werte ging es aber um 0,99 Prozent auf 7.065,45 Punkte nach unten und der TecDax fiel um 0,47 Prozent auf 751,57 Zähler.
"Die Grundstimmung am Markt ist weiterhin positiv", sagte Fidel Helmer, Händler bei der Frankfurter Privatbank Hauck & Aufhäuser. Die Anleger besässen immer noch viel Liquidität, für die sie profitable Anlagemöglichkeiten suchten. Gleichwohl hätten die Märkte inzwischen Regionen erreicht, in denen technische Gegenreaktionen wie die Gewinnmitnahmen am Montag nicht auszuschliessen seien.
Unter den Einzeltiteln sorgten die Geschäftszahlen von Bayer für Gesprächsstoff. Nach anfänglichen Kursverlusten drehten die Aktien des Pharma- und Chemiekonzerns Bayer innerhalb der ersten Handelsstunde ins Plus und gewannen 1,38 Prozent auf 48,48 Euro. Die Zahlen seien nur auf den "ersten Blick enttäuschenden" ausgefallen, begründete ein Händler das frühe Kursminus. Ein anderer Börsianer sagte, bei genauerer Betrachtung sei die Bilanz "nicht so schlecht ausgefallen" und lediglich von Sondereffekten belastet worden. Kepler-Analyst Tero Weckroth hob derweil die "noch besser als erwartete Entwicklung im Kunststoffgeschäft" hervor. Im Handelsverlauf wird noch der Autohersteller Daimler seine Zahlen präsentieren.
Am Dax-Ende sackten die Papiere der Commerzbank um 7,28 Prozent auf 7,26 Euro ab. Die Anteile an der teilverstaatlichten Bank leiden laut Händlern unter Sorgen über die Ergebnisentwicklung. Auch Aktien von Infineon Technologies mussten Verluste hinnehmen, erholten sich aber von ihrem Tief bei 3,035 Euro und verloren zuletzt nur noch 4,00 Prozent auf 3,240 Euro.Händlern zufolge hatten am Markt zuvor "Sorgen um einen verlorenen iPhone-Vertrag" kursiert, das habe die Aktie kräftig unter Druck gebracht. Laut Börsianern betonte das Halbleiterunternehmen mittlerweile allerdings, keinen Vertrag verloren zu haben. In der Folge setzte eine kräftige Kurserholung ein. Ohnehin gab es keine offizielle Bestätigung, dass Infineon zu den Lieferanten für das iPhone zählt, da Apple den Zulieferern verbietet Auskunft über Verträge zu geben.
ThyssenKrupp-Papiere rutschten derweil kontinuierlich ab und verloren am späten Vormittag 1,42 Prozent auf 23,65 Euro. Die Aktien des Stahl- und Industriegüterkonzerns wurden einem Händler zufolge von schlechten Quartalszahlen des indischen Konkurrenten Tata Steel belastet. Am Morgen hatte noch ein Zeitungsbericht die Aktien gestützt: Laut "Die Welt" will der Konzern trotz eines erwarteten Milliardenverlusts eine Dividende von mindestens 30 Cent je Aktie zahlen.
Der im TecDax notierte Hersteller von Schaltkreisen Dialog Semiconductors präsentierte indes Quartalszahlen, die Börsianern zufolge überzeugend ausfielen. Der Reingewinn und vor allem der Gewinn je Aktie im dritten Quartal hätten die durchschnittlichen Marktschätzungen übertroffen. Die Papiere notierten unverändert bei 6,25 Euro und schlugen sich damit besser als der Index. Papiere von SMA Solar verteuerten sich an der TecDax-Spitze um 3,72 Prozent auf 67,24 Euro. Der Solartechnikhersteller investiert in den USA 15 Millionen Euro in eine neue Produktionsanlage.
Im SDax hingegen brachen die Anteilsscheine von Loewe nach einer neuen Jahresprognose um 9,58 Prozent auf 9,63 Euro ein. Damit waren sie das Schlusslicht im Index. Der Fernsehgerätehersteller korrigierte seine Prognose für das laufende Jahr deutlich nach unten. Als Gründe nannte Loewe die anhaltend schwierigen Rahmenbedingungen in Teilen Europas und Verzögerungen bei der Einführung einer neuen Audio-Video-Anlage./la/sf

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