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AKTIEN NEW YORK/Ausblick: Gewinne erwartet nach Bin Ladens Tod

NEW YORK (awp international) - Der Tod des Terroristenführers Osama bin Laden dürfte der Wall Street am Montag ebenso Gewinne bescheren wie zuvor schon den Börsen in Asien und Europa. Zudem sorgt ein milliardenschwerer Übernahmekampf im Pharmasektor für gute Stimmung bei den Anlegern. Die Ölpreise gaben indes deutlich nach - Beobachter hoffen, dass die Terrorgefahr zurückgehen wird und die Risikoprämien für Rohöl sinken werden. Dies stützte den Dollar, könnte laut Börsianern im Handelsverlauf aber noch die Aktien von Ölkonzernen wie ExxonMobil oder Chevron unter Druck setzen.
Der Future auf den Dow Jones Industrial stand eine Dreiviertelstunde vor dem Handelsstart mit 0,56 Prozent im Plus. Am Freitag hatten moderate Gewinne dem US-Leitindex bereits zum höchsten Schlussstand seit knapp drei Jahren verholfen. Zudem hatte das Börsenbarometer im April das stärkste Kursplus seit Dezember erreicht. Der Future auf den Nasdaq 100 gewann am Montag 0,51 Prozent.
Dass Teva Pharmaceutical den Konkurrenten Cephalon für mehr als sechs Milliarden US-Dollar übernehmen will, liess die Papiere beider Unternehmen schon vorbörslich kräftig steigen. Leidtragender waren die Aktien des kanadischen Wettbewerbers Valeant Pharmaceuticals International , dessen niedrigere Offerte Teva mit den gebotenen 81,50 Dollar je Cephalon-Aktie deutlich ausstach: Sie büssten knapp neun Prozent an Wert ein.
Die Aktien von Berkshire Hathaway mussten ebenfalls bereits vor Handelsbeginn Verluste hinnehmen. Die Japan-Katastrophe hat der Holding des legendären US-Investors Warren Buffett einen Gewinneinbruch in Milliardenhöhe eingebrockt. Sie verdiente im ersten Quartal rund 1,5 Milliarden Dollar (1 Mrd Euro) und damit nicht einmal halb so viel wie im Vorjahreszeitraum. Auf der mit Spannung erwarteten Aktionärsversammlung äusserte Buffett zudem Kritik an seinem früheren Kronprinzen David Sokol, der wegen fragwürdiger Anlagegeschäfte ins Zwielicht geraten ist: "Er hat gegen unsere Insiderhandel-Regeln verstossen", sagte Buffett./gl/rum

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