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AKTIEN NEW YORK/Ausblick: Verluste - Euphorie vom Vortag schwindet

Dieser Inhalt wurde am 11. Mai 2010 - 15:01 publiziert

NEW YORK (awp international) - Die nachlassende Euphorie der Anleger über einen Rettungsschirm für die Eurozone dürfte am Dienstag auch die US-Börsen belasten. Damit könnten sich die weltweit deutlichen Kursgewinne vom Vortag als Strohfeuer erweisen. Investmentstratege Paul Mendelsohn von Windham Financial Services bewertete den von der EU und vom Internationalen Währungsfonds aufgespannten Rettungsschirm kritisch: "Die Frage ist, ob es nicht ein moralisches Fehlverhalten begünstigt, wenn Regierungen nicht wirklich bereit sind, notwendige und extreme Massnahmen zu ergreifen." Der Versuch, ein Schuldenproblem mit Schulden zu lösen, sei "kein gutes Rezept für eine langfristige Lösung".
Um 14.55 Uhr notierte der Future auf den Dow Jones Industrial 0,90 Prozent schwächer, nachdem der US-Leitindex am Vortag satte 3,90 Prozent auf 10.785,14 Punkte gewonnen hatte. Der Future auf den Nasdaq-100-Index sank um 0,97 Prozent. Am Montag hatte der von Technologiewerten geprägte Auswahlindex 5,04 Prozent höher bei 1.942,61 Punkten geschlossen.
Ähnlich wie in Europa dürften auch in den USA die vortags sehr starken Finanzwerte unter Druck geraten. Von Goldman Sachs gab es indes positive Aussagen zur Geschäftsentwicklung. Das Handelsgeschäft der Investmentbank läuft so gut wie noch nie. Zum ersten Mal überhaupt hat die Bank an jedem einzelnen Geschäftstag im ersten Quartal Geld verdient. An 35 der 63 Arbeitstage hat sie mehr als 100 Millionen US-Dollar verdient - und nie weniger als 25 Millionen. Dies geht aus einem Bericht hervor, den die unter Betrugsverdacht stehende Bank bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereicht hat. Goldman begründete den Erfolg mit einem robusten Risikomanagement und den in den ersten drei Monaten des Jahres boomenden Märkten.
Aktien von Ölkonzernen, die sich am Vortag gut geschlagen hatten, drohen angesichts des Preisrückfalls beim "schwarzen Gold" ebenfalls Verluste. Der Pharmakonzern Merck & Co äusserte sich zu seinen Gewinnzielen für 2010 und teilte zudem mit, dass 20 Produktkandidaten kurz vor der Marktreife seien. Beim Biopharmaunternehmen Gilead Sciences gab indes der angekündigte Rückkauf eigener Aktien für bis zu fünf Milliarden Dollar den Titeln vorbörslich leichten Auftrieb./RX/gl/chs

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