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NEW YORK (awp international) - Die weiter andauernde Unsicherheit über eine Lösung in der Griechenland-Krise dürfte am Montag die US-Börsen belasten. Dass die Eurofinanzminister die Entscheidung über dringend benötigte Milliardenkredite für Griechenland vorerst aufgeschoben haben, dürfte auch in den Vereinigten Staaten für Kursverluste sorgen, sagten Händler. Der Future auf den Leitindex Dow Jones Industrial fiel rund eine dreiviertel Stunde vor dem Börsenstart um 0,33 Prozent. Am Freitag erst war es dem Dow gelungen, seine sechswöchige Talfahrt zu beenden und wieder den Sprung über die psychologisch wichtige Marke von 12.000 Punkten zu schaffen. Der Future auf den Technologiewerte-Index Nasdaq 100 gab am Montag ebenfalls um 0,33 Prozent nach.
Konjunkturdaten stehen keine auf der Agenda. Dagegen könnte einzelne Unternehmensnachrichten Kurse bewegen. So hat der Flugzeugbauer Boeing aus dem Emirat Katar einen Auftrag für sechs Langstreckenmaschinen erhalten. Die Flugzeuge vom Typ Boeing 777-300ER haben nach Preisliste einen Wert von 1,7 Milliarden US-Dollar. Zudem winken dem amerikanischen Flugzeugbauer für sein neues Flaggschiff 747-8 Intercontinental Aufträge in Milliardenhöhe. Zwei Kunden unterzeichneten laut Boeing feste Bestellungen und Vorverträge für 17 Exemplare des Passagierflugzeugs.
In den Fokus könnten zudem Finanzwerte rücken, nachdem die Citigroup die Kursziele von Bank of America , Goldman Sachs und Morgan Stanley gesenkt hat. Die Citigroup rechnet damit, dass die Erträge im FICC-Geschäft (Anleihen, Währungen und Rohstoffe) im zweiten Jahresviertel um 30 Prozent im Quartalsvergleich sinken dürften. Das Geschäft mit Wertpapieren dürften für die US-Unternehmen im Quartalsvergleich um 15 Prozent zurückgegangen sein.
Das wertvolle Patent-Arsenal des gescheiterten Telekom-Ausrüsters Nortel Networks zieht laut einem Pressebericht auch Apple und den weltgrössten Chipkonzern Intel als Bieter an, wie das "Wall Street Journal" am Wochenende unter Berufung auf informierte Personen berichtete. Damit bekäme der einzige bisher bekannte Bieter Google starke Rivalen. Das Nortel-Paket gilt als eine Schatztruhe. Bei den rund 6.000 Patenten und Patentanträgen geht es um wichtige Technologien für Mobilfunk und WLAN, aber auch für Internet-Suche oder Online-Netzwerke. Einige Patente betreffen auch den nächsten schnellen Datenfunk-Standard LTE.
Der jüngste Google-Zukauf bei Online-Werbung ruft dagegen laut einem Zeitungsbericht amerikanische Wettbewerbshüter auf den Plan. Das US-Justizministerium werde die Übernahme des Spezialisten für grafische Onlinewerbung Admeld unter die Lupe nehmen, schrieb das "Wall Street Journal" am Wochenende, ebenfalls unter Berufung auf informierte Personen. Der Deal hat nach Informationen der Zeitung ein Volumen von rund 400 Millionen Dollar, womit es die sechstgrösste Übernahme in der Google-Firmengeschichte wäre./ck/gl

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