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FRANKFURT (awp international) - Die US-Aktienmärkte scheinen die Finanzkrise immer weiter hinter sich zu lassen. Nachdem der Dow-Jones-Index bereits im April 2010 wieder das Niveau vor dem Zusammenbruch der Lehman-Bank Mitte September 2008 erreicht hatte, überwand er nun am Mittwoch zwischenzeitlich die psychologisch wichtige Marke von 12.000 Punkten. So hoch stand das weltweit bekannteste Börsenbarometer zuletzt vor gut zweieinhalb Jahren, im Juni 2008. Am Abend notierte der Dow Jones mit einem minimalen Plus von 0,06 Prozent auf 11.984,15 Punkte allerdings nur noch leicht in der Gewinnzone. Im Tagesverlauf war er auf mehr als 12.020 Punkte gestiegen.
Auslöser des jüngsten Sprungs über die Marke von 12.000 Punkten waren Aussagen von US-Präsident Barack Obama. Dieser hatte am Dienstag nach Börsenschluss in seiner Rede zur Lage der Nation eine Senkung der Unternehmenssteuern in Aussicht gestellt. Zudem halfen gute Konjunkturdaten: In den USA wurden im Dezember mehr neue Häuser verkauft als gedacht. Daten vom Immobilienmarkt werden von den Anlegern mit Argusaugen beobachtet, da das Platzen der Blase am Häusermarkt als ein wesentlicher Grund für den Ausbruch der Finanzkrise gilt.
Experten zufolge könnte es am US-Aktienmarkt auch weiter nach oben gehen. "Amerika abzuhaken, wäre ein grosser Fehler", sagte Robert Halver, Marktstratege bei der Baader Bank. Die USA hätten neben den Immobilien- und Schuldenproblemen auch eine andere Seite der Medaille aufzuweisen: "Die im Dow Jones vertretenen Konzerne profitieren deutlich von der weltwirtschaftlichen Erholung gerade in den Schwellenländern. Industrie- und Markennamen sind auch in China und anderen Ländern gefragt." Zudem hätten die Unternehmen ihre bilanziellen Hausaufgaben gemacht und stünden zur Not unter dem Schutz der US-Finanz- und Geldpolitik.
Etwas skeptischer äusserte sich Fidel Helmer, Kapitalmarktexperte bei der Frankfurter Privatbank Hauck & Aufhäuser. "Die USA sind immer noch mitten in der Finanzkrise, auch wenn es um sie momentan etwas ruhig geworden ist." Gleichwohl rechnet auch er mit weiteren Gewinnen am US-Aktienmarkt. "In der Krise sind Sachwerte wie Aktien immer gesucht." Allerdings stehe der deutsche Markt derzeit besser da als der amerikanische. Hervorragende Quartalsergebnisse wie die jüngsten Zahlen von Siemens zeigten, dass die internationalen Anleger derzeit kaum am Dax vorbeikämen. Dies gelte um so mehr, da der aktuell freundliche Euro Investitionen in deutsche Aktien noch attraktiver erscheinen lasse./la/chs/dc

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