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AKTIEN NEW YORK/Fester - Griechenland-Hilfe und US-Daten stützen

Dieser Inhalt wurde am 03. Mai 2010 - 16:47 publiziert

NEW YORK (awp international) - Die wichtigsten US-Indizes sind am Montag fester in die neue Handelswoche gestartet. Nach der jüngsten Verunsicherung begrüssten Investoren das von den EU-Staaten auf den Weg gebrachte Hilfspaket für Griechenland im Volumen von 110 Milliarden Euro, sagten Händler. Positive Impulse gaben Börsianern zufolge zudem auch die im ISM-Index abgebildete, überraschend aufgehellte Stimmung der Einkaufsmanager im Verarbeitenden Gewerbe sowie die wie erwartet gestiegenen Ausgaben der US-Verbraucher.
Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) gewann 0,84 Prozent auf 11.101,19 Punkte, der breiter gefasste S&P-500-Index stieg um 0,77 Prozent auf 1.195,78 Zähler. Der Nasdaq-100-Index verbesserte sich um 1,04 Prozent auf 2.021,42 Zähler, während der Composite-Index um 0,90 Prozent bei 2.483,30 Punkte kletterte.
Im Fokus stand die Fusion der amerikanischen Fluggesellschaften UAL und Continental zur grössten Airline der Welt. Beide Fluglinien werden künftig unter dem Dach der United Continental Holdings fliegen, wie die Unternehmen mitteilten. Die beiden Marken bleiben bestehen. Die in der Wirtschaftskrise gesunkenen Passagierzahlen, hohe Kerosinpreise und massive Konkurrenz haben den Zusammenschluss vorangetrieben. Die Airlines fusionieren über einen Aktientausch. Aktionäre und Wettbewerbshüter müssen dem Zusammenschluss aber noch zustimmen. Die Aktien profitierten jedoch nur anfangs deutlicher vom Zusammenschluss, zuletzt drifteten sie mit leichten Gewinnen bei UAL und kaum veränderten Kursen bei Continental leicht auseinander.
Grösster Profiteur der aufgehellten Marktstimmung waren im Leitindex Aktien von General Electric (GE) mit plus 1,80 Prozent auf 19,20 US-Dollar. Der Siemens-Rivale will sein deutsches Geschäft stärken. "Wir werden im laufenden Jahr rund 130 Millionen Euro investieren", kündigte GE-Deutschland- Chef Georg Knoth in der "Welt" (Montag) an. Anteile des weltgrössten Baumaschinenherstellers Caterpillar folgten mit einem Aufschlag von 1,63 Prozent auf 69,20 Dollar.
Papiere von Johnson & Johnson & Johnson zogen nach einem positiven Bericht im US-Anlegermagazin Barron's um 1,29 Prozent auf 65,13 Dollar an. Laut Barron's sollten die Titel des Pharma- und Konsumgüterkonzerns innerhalb von zwei Jahren um zehn bis 20 Prozent zulegen. Gründe seien das hohe Gewinnwachstum, eine starke Produkt-Pipeline und die solide Bilanz. Am anderen Ende des Index rutschten Alcoa um 3,13 Prozent auf 13,02 Dollar ab.
Intel verteuerten sich um 1,18 Prozent auf 23,10 Dollar. Das weltweite Geschäft mit Halbleitern ist im März wieder kräftig gewachsen. Im Vergleich zum Februar stieg der Chip-Umsatz um 4,6 Prozent auf 23,1 Milliarden US-Dollar, wie der Branchenverband SIA am Montag mitteilte. Der Verband ist weiterhin vorsichtig optimistisch, dass die Erlöse im Gesamtjahr im zweistelligen Bereich wachsen werden.
Goldman Sachs gewannen abseits des Leitindex 2,25 Prozent auf 148,27 Dollar. Der Investor und Wall-Street-Kritiker Warren Buffet steht auch nach der Betrugsklage der US-Börsenaufsicht SEC laut Medienberichten vom Wochenende "100-prozentig" hinter Goldman-Sachs-Chef Lloyd Blankfein. Die Investmentbank kann nach Meinung von Buffett nicht für den Verlust von Bankkunden beim Hypothekengeschäft verantwortlich gemacht werden. Goldman Sachs will ihrerseits einem Pressebericht zufolge mit einer Änderung umstrittener Geschäftspraktiken die US-Börsenaufsicht SEC milde stimmen./ag/he

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