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AKTIEN NEW YORK/Schluss: Fest - Konjunkturoptimismus und Griechenland-Hilfe

Dieser Inhalt wurde am 03. Mai 2010 - 22:32 publiziert

NEW YORK (awp international) - Konjunkturoptimismus nach positiven Wirtschaftsdaten hat den wichtigsten US-Indizes am Montag zu einem guten Wochenstart verholfen. Als besonders erfreulich werteten Börsianer die im April überraschend aufgehellte Stimmung der Einkaufsmanager im Verarbeitenden US-Gewerbe, die im ISM-Index abgebildet wird. Zudem sorgte das von der EU geschnürte Rettungspaket für Griechenland für etwas Erleichterung.
Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) gewann 1,30 Prozent auf 11.151,83 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500-Index verbesserte sich um 1,31 Prozent auf 1.202,26 Zähler. Der Nasdaq-100-Index kletterte um 1,55 Prozent auf 2.031,60 Zähler, während der Composite-Index mit einem Plus von 1,53 Prozent bei 2.498,74 Punkten aus dem Handel ging.
Im Fokus stand die Fusion der amerikanischen Fluggesellschaften UAL und Continental zur grössten Airline der Welt. Beide Fluglinien werden künftig unter dem Dach der United Continental Holdings fliegen, wie die Unternehmen mitteilten. Die in der Wirtschaftskrise gesunkenen Passagierzahlen, hohe Kerosinpreise und massive Konkurrenz haben den Zusammenschluss vorangetrieben. Die Airlines fusionieren über einen Aktientausch. Aktionäre und Wettbewerbshüter müssen dem Zusammenschluss aber noch zustimmen. UAL-Aktien zogen letztlich um 2,46 Prozent an auf 22,11 US-Dollar an, Continental-Papiere stiegen um 2,24 Prozent auf 22,85 Dollar.
Grösster Profiteur der aufgehellten Marktstimmung waren im Leitindex Aktien des weltgrössten Baumaschinenherstellers Caterpillar mit einem Zuwachs von 2,72 Prozent auf 69,94 Dollar. Ebenfalls zu den Favoriten gehörten General Electric (GE) mit plus 2,12 Prozent auf 19,26 Dollar. Der Siemens-Rivale will sein deutsches Geschäft stärken. "Wir werden im laufenden Jahr rund 130 Millionen Euro investieren", kündigte GE-Deutschland- Chef Georg Knoth in der "Welt" (Montag) an.
Papiere von Johnson & Johnson zogen nach einem positiven Bericht im US-Anlegermagazin "Barron's" um 1,60 Prozent auf 65,33 Dollar an. Laut dem Magazin sollten die Titel des Pharma- und Konsumgüterkonzerns innerhalb von zwei Jahren um zehn bis 20 Prozent zulegen. Gründe seien das hohe Gewinnwachstum, eine starke Produkt-Pipeline und die solide Bilanz. Am anderen Ende des Index rutschten Alcoa um 2,16 Prozent auf 13,15 Dollar ab.
Intel verteuerten sich um 1,88 Prozent auf 23,26 Dollar. Das weltweite Geschäft mit Halbleitern war im März wieder kräftig gewachsen. Im Vergleich zum Februar war der Chip-Umsatz um 4,6 Prozent auf 23,1 Milliarden Dollar gestiegen, wie der Branchenverband SIA am Montag mitteilte. Der Verband ist weiterhin vorsichtig optimistisch, dass die Erlöse im Gesamtjahr im zweistelligen Bereich wachsen werden. Papiere des Speicherchipherstellers Sandisk sprangen um 9,10 Prozent auf 43,52 Dollar an die Spitze des Nasdaq-100. Börsianer verwiesen auf den Erfolg des iPad als Impulsgeber. Apple hatte mit seinem Tablet-Computer in knapp einem Monat die Marke von einer Million verkaufter Geräte geknackt. Apple-Aktien stiegen um 2,00 Prozent auf 266,35 Dollar.
Goldman Sachs gewannen abseits des Leitindex 3,08 Prozent auf 149,47 Dollar. Der Investor und Wall-Street-Kritiker Warren Buffet steht auch nach der Betrugsklage der US-Börsenaufsicht SEC laut Medienberichten vom Wochenende "100-prozentig" hinter Goldman-Sachs-Chef Lloyd Blankfein. Die Investmentbank kann nach Meinung von Buffett nicht für den Verlust von Bankkunden beim Hypothekengeschäft verantwortlich gemacht werden. Goldman Sachs will ihrerseits einem Pressebericht zufolge mit einer Änderung umstrittener Geschäftspraktiken die US-Börsenaufsicht SEC milde stimmen./ag/he

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