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AKTIEN NEW YORK/Schluss: Verluste - Dow schliesst unter 10.000 Punkten

Dieser Inhalt wurde am 26. Mai 2010 - 23:34 publiziert

NEW YORK (awp international) - Der Dow-Jones-Index hat am Mittwoch nachgegeben und erstmals seit Februar 2010 wieder unter der Marke von 10.000 Punkten geschlossen. Die Sorgen um die hohen Staatsschulden einiger südeuropäischer Länder hielten an, sagten Börsianer mit Blick auf den Euro, der im späten Handel erneut unter Druck geraten war. Einem Bericht der "Financial Times" zufolge überdenkt China derzeit sein Engagement in europäischen Staatsanleihen. Grund dafür seien Befürchtungen, dass sich die Defizite in Ländern wie Griechenland oder Portugal ausdehnen könnten. Gedämpft wurde das Minus im Leitindex jedoch durch positive Konjunkturdaten. So sind in den Vereinigten Staaten die Auftragseingänge für langlebige Güter im April überraschend stark gestiegen. Zudem haben die Verkäufe neuer Häuser in diesem Monat deutlich zugelegt.
Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) konnte seine anfänglichen Gewinne nicht behaupten und notierte am Ende 0,69 Prozent im Minus bei 9.974,45 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index sank um 0,57 Prozent auf 1.067,95 Punkte. Der Nasdaq-100-Index verlor 1,06 Prozent auf 1.796,47 Punkte, der Composite-Index gab an der Nasdaq um 0,68 Prozent auf 2.195,88 Punkte nach.
Am Dow-Ende fielen die Papiere von Microsoft um 4,07 Prozent auf 25,01 Dollar. Im Handelsverlauf hatte Apple dem Softwarehersteller den Rang als weltweit grösstes Technologieunternehmen abgelaufen. Die Marktkapitalisierung des "iPhone"- und "iPad"-Herstellers ist nun grösser als die von Microsoft. Apple-Aktien haben sich im Laufe der letzten zehn Jahre im Wert verzehnfacht, wohingegen die Titel des Softwareherstellers in diesem Zeitraum 18 Prozent an Wert eingebüsst haben. An diesem Mittwoch gingen die Apple-Titel mit einem Abschlag von 0,48 Prozent auf 244,05 Dollar aus dem Handel.
Im Bankensektor sorgte eine Reise von US-Finanzminister Timothy Geithner für Aufsehen. Dieser hatte sich am Mittwoch auf den Weg nach Deutschland gemacht, um mit EZB-Präsident Jean-Claude Trichet die Lage an den Finanzmärkten zu erörtern. Tags darauf ist ein Treffen mit dem deutschen Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) geplant, mit dem er eine weltweit koordinierte Regulierung besprechen will.
Die zuletzt stark gefallenen Papiere der Citigroup gewannen dank einer positiven Studie von Oppenheimer 2,12 Prozent auf 3,86 US-Dollar. Nach den jüngsten Kursrückgängen seien die Titel nun attraktiv bewertet, hiess es. Titel der Bank of America aber sanken um 0,13 Prozent und auch JPMorgan und Goldman Sachs lagen im Minus.
Aktien mehrerer Unternehmen wurden von Studien bewegt. So hatte Margan Stanley die Anteilsscheine von Boeing mit Blick auf den positiven Auftragstrend von "Underweight" auf "Equal-weight" hochgestuft. Die Papiere steigen um 0,76 Prozent auf 63,26 Dollar. Aktionäre von Home Depot freuten sich über ein Plus von 0,18 Prozent auf 34,04 Dollar. Die Analysten von Longbow bewerten die Titel der Baumarktkette nunmehr mit "Buy". Ihr ursprüngliches Votum hatte "Neutral" gelautet.
Die Titel von US Airways knüpften ungeachtet der trüben Stimmung am Markt an ihre Vortagesgewinne an und schnellten um weitere 8,19 Prozent auf 8,45 Dollar in die Höhe. JPMorgan hatte die Papiere der Fluglinie am Dienstag wegen ihres relativ niedrigen Engagements in Europa auf "Overweight" hochgestuft.
Stark von guten Quartalszahlen profitieren konnten die Papiere von Solarfun , die um 13,24 Prozent in die Höhe schnellten. Der Solarzellenhersteller hatte sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn deutlich die Erwartungen übertroffen.
Der Generikahersteller Mylan schliesslich erhielt in den USA die Freigabe für eine Kopie des Herpes-Medikaments Valtrex. Die Papiere gewannen 0,89 Prozent auf 19,32 Dollar./la/stb

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