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Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt zeigt sich am Dientag im frühen Geschäft sehr schwach. Belastet wird das Sentiment von den tiefroten Vorgaben der Wallstreet. In den USA wurden angesichts der Ängste vor der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung die Aussagen von US-Präsident Obama über zusätzliche Stimulierungsmassnahmen für die Wirtschaft mit Enttäuschung aufgenommen.
Diese seien unkonkret gewesen und würden die Sorgen der Investoren nicht mildern, hiess es dazu in Marktkreisen. Entsprechend der eingetrübten Stimmung sind auch die Aktienkurse in Japan stark gefallen. Der Nikkei büsste über 3,5% ein. Gegen den Trend halten sich hierzulande Givaudan nach der Formulierung neuer Ziele an der Spitze in etwa auf dem Schlussniveau des Vortages.
Der Leitindex SMI verliert bis um 09.30 Uhr 1,08% auf 6'137,95 Punkte. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) gibt 1,24% auf 928,91 Punkte nach und der SPI 1,06% auf 5'424,92 Punkte.
Gegen den allgemein schwachen Trend zeigen sich Givaudan (unv.) als derzeit einziger Titel ohne Verluste. Givaudan hat nach der Integration von Quest und anlässlich einer Analystenkonferenz neu 5-Jahresziele definiert. Demnach wird ein organisches Wachstum von 4,5 bis 5,5% pro Jahr angestrebt, bei einem geschätzten Marktwachstum von 2 bis 3%. Nach der erfolgreichen Integration von Quest trete das Unternehmen nun in eine neue profitable Wachstumsphase, hiess es. Die Wachstumsstrategie solle es ermöglichen, auch in Zukunft "eine in der Industrie führende EBITDA-Marge" zu erzielen.
In Analystenkreisen zeigt man sich vom Zeitpunkt der Veröffentlichung der neuen mittelfristigen Zielsetzungen wenig überrascht. Die Ziele und die Aussagen werden grundsätzlich positiv beurteilt, würden sie doch die solide und nachhaltige Gewinnkraft des Unternehmens widerspiegeln. Einzig die grösstenteils im laufenden Jahr verbuchten Restrukturierungskosten im Umfang von 75 Mio CHF stossen am Markt nicht gerade auf Begeisterung.
Im ansonsten durchwegs rot gefärbten Kurstableau sind derzeit Transocean (-2,6%), Clariant (-2,1%) und ABB (-2,0%) die grössten Verlierer. ABB befänden sich im Tages-Horizont in einer überverkauften Situation, heisst es in einem charttechnischen Bericht einer grösseren internationalen Bank. Auf ganz kurzfristige Sicht könnten ABB noch gegen 19,00 bis 19,20 CHF abrutschen.
Sollte dies indes geschehen, ergäbe sich eine interessante Ausgangslage für den Einstieg in eine kurzfristig ausgerichtete Trading-Long-Position. Die dann wohl überverkaufte Konstellation würde eine gute Basis bilden für eine kräftige Erholung. Die Bank spricht von einem Potential bis 21,50 CHF, wo dann eine neue Überprüfung angezeigt wäre.
Überdurchschnittlich sind auch die Abgaben in Adecco (-1,8%), nachdem die Royal Bank of Scotland die Abdeckung des Titels mit dem Rating "Neutral" aufgenommen hat, oder Logitech (-1,6%).
Auch Finanzwerte wie Julius Bär (-2,0%), CS (-1,7%), Swiss Re (-1,9%) und Swiss Life (-1,4%) werden verkauft. Für Swiss Life hat Morgan Stanley das Kursziel um rund 20% auf 125 CHF von bisher 155 CHF zurückgenommen, bei unverändertem Rating "Underweight". Swiss Life sei trotz seiner Kostensparmassnahmen nicht immun gegen weiter anhaltend tiefe Erträge, heisst es zur Begründung. Sollte der Einkommensdruck weiter anhalten, sei das Businessmodell von Swiss Life in Frage gestellt.
Etwas besser als der Gesamtmarkt halten sich Geberit (-0,9%) nach einer Kurszielreduktion durch die UBS auf 165 von 175 CHF bei einem unveränderten Rating "Neutral". Die geringsten Verluste erleiden aber Kühne+Nagel (-0,1%) und Swisscom (-0,3%).
Im breiten Markt haben zahlreiche Unternehmen Zahlen vorgelegt. Unter Druck geraten danach Romande Energie (-4,4%), Orior (-1,0%), Siegfried (-0,6%) und besonders VP Bank (-8,8%). Gesucht sind dagegen Bossard (+1,4%), Implenia (+2,0%), Cham Paper oder Emmi (+0,1%).
cf/cc

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