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Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt zeigt sich am Montag im frühen Geschäft sehr stark. Begünstigt wird die bereits am vergangenen Freitag eingeleitete Erholung von einer leichten Entspannung der Lage in Japan, wo die Hoffnungen gestiegen sind, dass eine grossräumige atomare Verseuchung verhindert werden kann. Gestützt werde das Sentiment ausserdem vom geplanten Verkauf der Deutsche Telekom-Tochter T-Mobile USA an AT&T, hiess es in Börsenkreisen.
Allerdings seien die Sorgen vermutlich nur vorübergehend etwas weg, heisst es in Markt. Die kriegerische Auseinandersetzung in Libyen werde jedenfalls mit Sorge beobachtet, was sich in weiter gestiegenen Ölpreisen ausrücke. Und auch die Situation in Japan mache weiter Angst, auch wenn es derzeit etwas optimistischere Signale gebe. Die Gefahren aus einer nuklearen Katastrophe seien kaum abschätzbar und würden mit Sicherheit hohe Langzeitschäden verursachen, heisst es dazu etwa in einem Kommentar der ZKB. Sollte die Grossregion Tokio schwerwiegender Bestrahlung ausgesetzt werden, wäre der ökonomische Schaden um ein Vielfaches grösser als die Schäden aus dem Erdbeben und dem Tsunami.
Bis um 09.30 Uhr legt der SMI 1,69% auf 6'200,81 Punkte zu. Der 30 Titel umfassende Swiss Leader Index (SLI) gewinnt 1,65% auf 990,91 Punkte und der breite Gesamtmarkt (SPI) 1,59% auf 5'636,42 Punkte.
Am meisten gesucht sind derzeit SGS (+3,2%), nachdem die Bank Vontobel den Titel auf "Buy" und das Kursziel auf 1'950 von 1'800 CHF deutlich hinaufgenommen hat. Vontobel verwies dabei auf den positiven Ausblick, die zweistelligen Wachstumsraten der energiebezogenen Aktivitäten sowie auf die gefüllte Akquisitionspipeline. Ähnlich stark fällt die Erholung von den markanten Vorwochenverlusten bei Richemont (+3,2%) und Swatch (+2,8%) aus.
Verstärkt im Fokus liegen derzeit Swiss Re (+1,6%). Die vom Unternehmen vor Steuern auf 1,2 Mrd USD geschätzte Schadenbelastung für die Erdbebenkatastrophe in Japan liegt am unteren Ende der von Analysten erwarteten Bandbreite. Händler sehen nun eine Mischung aus Anlage- und Deckungskäufen und geben der Aktie nach der Kurserholung vom Freitag Raum für weitere Avancen, zumal das Papier nach der Erdbebenkatastrophe innert weniger Tage um über 15% eingebrochen war.
Überdurchschnittliche Gewinne verzeichnen weiter Syngenta (+2,7%), Logitech (+2,5%) oder Kühne+Nagel (+2,5%). Letztere dürften von einem positiv gefärbten Artikel in der "FTD" noch etwas Unterstützung erhalten. Mehr als zwei Prozent legen ausserdem noch ABB, CS und ZFS zu.
Novartis (+1,3%) halten da nicht ganz mit, weisen aber dennoch ebenfalls ein gutes Plus auf. Der Pharmakonzern hat am Morgen eine weitere Zulassung für das orale Multiple-Sklerose-Medikament Gilenya (Fingolimod) in Europa erhalten.
Roche (+1,0%) bewegen sich im hintersten Teil des Feldes. Das Unternehmen hat am Morgen über positive Daten einer Phase-II-Studie zum Hedgehog-Signalweg-Inhibitor Vismodegib berichtet, was in Marktkreisen allerdings als wenig kursrelevant eingestuft wird.
Sonova (-4,6%) fallen als einziger der Bluechips zurück und bauen damit die der Gewinnwarnung geschuldten massiven Verluste der Vowoche weiter aus. Die Verdachtsmomente um mögliche Insider-Gesachäfte wurden in der Wochendpresse weiter diskutiert.
Erstmals im SLI gelistet sind ab heute Weatherford (+2,3%), welche damit Petroplus ersetzen.
Im breiten Markt verzeichnen Meyer Burger (+8,8%) einen markante Sprung nach oben. Das für die Solarindustrie tätige Unternehmen hat am Morgen Jahreszahlen vorgelegt, welche die Erwartungen deutlich übertroffen haben. Die Kommentare der Analysten fallen entsprechend positiv aus. Metall Zug (+0,1%) entwickeln sich dagegen um Einiges schwächer als der Gesamtmarkt, ebenfalls nach Jahreszahlen.
Feintool (ungeh.) hat den Nietmaschinenhersteller Baltec zu 100% an eine Schweizer Investorengruppe, bestehend aus Walter Gränicher, Alid Finanz AG und KMU Capital AG, verkauft.
cf/uh

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