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Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt ist am Freitag trotz negativer Vorgaben von Wall Street und Tokio mit einer etwas festeren Tendenz gestartet. Die Angst um die US-Wirtschaft nach zuletzt schwachen Konjunkturindikatoren mündete in einer Talfahrt an den Rohstoffmärkten und belastete die Märkte in Übersee. Der hiesige Markt kann sich diesem Sog - ebenso wie ein Teil der anderen wichtigen Börsenplätze in Europa - aber entziehen. Aufschläge bei den schwer gewichteten Titeln von Novartis und Nestlé stützen dabei im Wesentlichen den Markt.
In den USA lagen die am Vortag publizierten wöchentlichen Zahlen zu den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe so hoch wie seit acht Monaten nicht. Mit Spannung werden denn auch am Nachmittag die US-Arbeitslosenzahlen erwartet.
Der Leitindex SMI gewinnt um 9.30 Uhr 0,18% auf 6'461,33 Punkte. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) legt um 0,11% auf 1'017,42 Zähler zu und der breite Swiss Performance Index (SPI) um 0,17% auf 5'957,21 Punkte.
Im Fokus der Anleger stehen Clariant (+1,1%). Der Chemiekonzern verbesserte im ersten Quartal bei einem rückläufigen Umsatz die operative Marge. Insgesamt wurden denn auch die Analysten-Prognosen ausser beim Umsatz übertroffen. Trotz einer leicht gedrückten Umsatzentwicklung habe Clariant vor allem bei der operativen Profitabilität positiv überrascht, urteilt die ZKB. Die Integration der Süd-Chemie werde das profitable Wachstum spürbar beschleunigen, heisst es weiter.
Noch fester notieren Sonova (+3,1%). Der Hörsystem-Hersteller lieferte vorläufige Zahlen zum Geschäftsjahr 2010/11. Der Umsatz wurde gesteigert, auf betrieblicher Ebene litt das Ergebnis aber vor allem unter den bereits früher angekündigten Wertberichtigungen im Zusammenhang mit dem Rückruf des Cochlea-Implantates der Konzerngesellschaft Advanced Bionics. "Die EBITA-Marge konnten unseren Erwartungen nicht ganz genügen, liegt aber im Rahmen des im März 2011 gegebenen Ausblicks", kommentiert die ZKB.
Actelion verlieren 0,4% bzw. 0,20 CHF, werden jedoch mit einem Dividendenabschlag von 0,80 CHF gehandelt. Die Übernahmefantasie sei vom Tisch, urteilen Experten nach der Generalversammlung. Der Gerichtsfall mit Asahi dürfte hingegen noch lange Managementressourcen binden, schreibt Sibylle Bischofberger von der ZKB.
Transocean (+0,2%) setzen des Aufwärtstrend des Vortages fort, als die Titel auf positive Aussagen des Konzernchefs reagiert hatten. Analysten sehen jedoch vorläufig für den Ölbohr-Konzern noch wenig Anzeichen einer raschen signifikanten Steigerung der Auslastung in den Hauptbereichen. Zudem könnte die Geschäfts- und Ergebnisentwicklung des Unternehmens noch immer von den Auswirkungen des "Deepwater Horizon"-Unfalls beeinträchtigt werden.
Novartis (+0,5%) erhält von der US-Gesundheitsbehörde FDA die Zulassung für das Medikament Afinitor für die Behandlung von fortgeschrittenen neuroendokrinen Tumoren pankreatischen Ursprungs. Beobachter rechnen mit einem weltweiten Umsatzpotenzial von mindestens 250 Mio USD, was leicht positiv sei. Die Papiere des Konkurrenten Roche (+0,4%) legen ähnlich zu. Das Indexschwergewicht Nestlé (+0,5%) stützt derweil den Markt. Hier dürften die am Vorabend veröffentlichten Zahlen des US-Konkurrenten Kraft, die besser als erwartet ausgefallen sind, helfend wirken.
UBS (-0,4%) und CS (-0,1%) stehen auf der Verliererseite. Ebenso geben ZFS (-0,1%) nach, im Gegensatz dazu verteuern sich Swiss Re (+0,7%). Beide Versicherer hatten am Vortag ihre Quartalszahlen veröffentlcht. Bei ZFS senkt J.P. Morgan im Nachgang zu diesen Zahlen das Kursziel auf 270 (278) CHF, bei Swiss Re erhöhen sie es auf 68 (66) CHF. Für beide Titel lautet die Einstufung aber weiterhin "Overweight".
Bei den Nebenwerten stehen Bucher Industries (-0,2%) nach der Gründung eines Joint Ventures in China leicht im Minus. Der Fräsmaschinen-Hersteller StarragHeckert (+3,2%) kommt wieder in Fahrt. Im ersten Quartal 2011 konnten die Auftragsbücher der Gruppe wieder besser gefüllt werden. Der Energiekonzern Alpiq (+0,4%) hat im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2011 weniger Umsatz und Gewinn erzielt, lag damit jedoch im Rahmen der Erwartungen.
Partners Group (-0,7%) leiden unter der Rating-Abstufung durch Merrill Lynch auf "Neutral" von bisher "Buy".
ps/uh

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