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Zürich (awp) - Die Schweizer Börse zeigt sich am Dienstag in der Eröffnungsphase gehalten. Aus den USA kommt keine eindeutige Vorgabe, haben sich doch die Börsen am Montag kaum bewegt. Die am Vorabend publizierten, guten Q2-Zahlen von Alcoa seien bereits in den Kursen enthalten, schreibt die Bank Vontobel in einem Kommentar. Belastend würden sich hingegen der festere JPY und die fallenden Kurse in Fernost auswirken.
Aus charttechnischer Sicht könnte der SMI die Entwicklung im Tagesverlauf wiederholen, wie sie der Index seit Freitag vollziehe, schreiben die Charttechniker der Deutschen Bank in einem Kommentar. Zuerst zusammenklappen, sich dann aber erholen und sogar noch ein kleines Kursplus hinterlassen. Irgendwo erschöpfe sich die Sache aber und der Markt geht von der Transitions- in eine neue Trendphase über, heisst es weiter.
Bis um 09.30 Uhr steigt der SMI um 0,05% auf 6'231,64 Punkte an. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) avanciert um 0,08% auf 954,38 Punkte und der breite Swiss Performance Index (SPI) um 0,06% auf 5'507,91 Punkte. Weitere europäische Börsen wie Frankfurt, London oder Paris legen deutlicher zu.
Unter den einzelnen Branchen fallen konjunktursensitive Valoren durch Kursgewinne auf. Finanzwerte zeigen sich uneinheitlich. Defensive Valoren notieren kaum verändert.
Die prozentual grössten Kursgewinne im SMI/SLI erzielen die volatilen Transocean (+1,6%). Die Titel würden leicht von den jüngsten Erfolgen bei der Eindämmung des Ölaustrittes im Golf von Mexiko durch BP profitieren, so Marktbeobachter.
Unter den zyklischen Titeln fallen SGS (+0,9% auf 1'507 CHF), Clariant (+0,8%), Holcim (+0,6%), ABB (+0,3% auf 19,30 CHF) oder Geberit (+0,4%) durch etwas grössere Avancen auf. SGS würden auch leicht von einer Kurszielerhöhung durch JPMorgan auf 1'524 von 1'507 CHF bei unveränderter Bewertung mit "Neutral" profitieren, so Marktbeobachter. In ABB hat hingegen die Citigroup das Kursziel auf 25 von 26,30 CHF gesenkt, bewertet die Titel jedoch unverändert mit "Buy".
Im uneinheitlichen Finanzsektor legen UBS um 0,1% auf 15,25 CHF zu, nachdem diese Grossbanktitel am Vortag noch hinterher hinkten. Damit zeigen sich UBS wenig beeindruckt von der Kurszielsenkung durch die Société Générale auf 14,90 von 15,60 CHF bei unverändertem "Hold"-Rating. Hingegen erfolgen in CS (-0,6%) nach den Vortagesavancen um 1,5% einige Gewinnmitnahmen. Auch Julius Bär (-0,5%) werden gegeben.
Swiss Life (+0,4%) und Swiss Re (+0,2%) können an die Vortagesgewinne anknüpfen. Bâloise notieren unverändert. ZFS (-0,5%) liegen weiterhin im Angebot.
Unter den Indexschwergewichten notieren Néstlé (+0,1%) minim höher. Gemäss Bank Vontobel ist das Q2-Ergebnis der massgeblichen Beteiligung L'Oréal dank positiven Wechselkurseinflüssen über den Erwartungen gelegen. Es sind jedoch auch Stimmen zu hören, die von einem Abschluss unter den Erwartungen sprechen.
Novartis (+0,2%) avancieren leicht, während Roche (+0,3%) etwas verlieren. Unter den weiteren defensiven Titeln verlieren Actelion (-0,3%) leicht, Swisscom (+0,1%) sind hingegen leicht gesucht.
Unter den weiteren SMI/SLI-Titeln legen Nobel Biocare (+0,5% auf 17,98 CHF) etwas zu - trotz einer Kurszielsenkung durch die Bank Vontobel auf 22 von 28 CHF ("Hold"-Rating).
Lonza (+0,1%) konnte mit Human Genome Sciences (HGS) einen Vertrag zur kommerziellen Lieferung von Benlysta abschliessen. Der Wirkstoff befindet sich derzeit allerdings in der EU und den USA noch im Zulassungsprozess. Entwickelt wird der Wirkstoff von HGS und GlaxoSmithKline.
Im breiten Markt steht vor allem die Partners Group (+1,2%) im Mittelpunkt des Interesses. Der Vermögensverwalter hat im ersten Halbjahr einen deutlich höheren Neugelzufluss gemeldet, als im Markt erwartet worden ist. Auch wurde die Neugeld-Zielsetzung für das Ganzjahr erhöht.
Addex (+8,7%) hat von guten vorklinischen Testergebnissen für das Produkt ADX71943 in einem Osteoarthrose-Schmerzmodell berichtet und will noch dieses Jahr mit klinischen Studien beginnen. Angesichts der Bedeutung dieser Indikation seien Parnerschafts-Fantasien geweckt worden, so Händler. Die Bank Vontobel rechnet so mit einem baldigen Verhandlungsstart und einer Vereinbarung im kommenden Jahr.
rt/ra

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