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Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt hat die neue Woche insgesamt mit wenig verändertem Indexstand begonnen. Während die Banken nach den Ergebnissen des Stresstestes an der Spitze der Blue Chips stehen, sind die defensiven Index-Schwergewichte am Montag überhaupt nicht gesucht. Unter den übrigen europäischen Märkten, bei denen die defensiven Aktien weniger prominent in den Indices vertreten sind, legen die meisten - zu Handelsbeginn zumindest - relativ klar zu.
An der Wall Street hätten die Stresstest-Resultate die Stimmung weiter hoch gehalten, so dass es auch in Europa zunächst Gewinne gebe, sagte ein Händler. Ob die Kursgewinne allerdings nachhaltig seien, müsse sich zeigen. Zwar sei es erfreulich, dass nur sieben Institute durchgefallen seien, es fehle dem Test allerdings an Glaubwürdigkeit. Am Nachmittag könnten noch Daten zum US-Immobilienmarkt den Fokus der Marktteilnehmer auf sich ziehen, hiess es.
Das Blue-Chips-Barometer SMI steht um 09.30 Uhr 0,09% tiefer auf 6'195,68 Punkten. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) gewinnt derweil 0,01% auf 949,79 Zähler, der breite Swiss Performance Index (SPI) büsst 0,08% ein auf 5'478,70 Stellen. Aus technischer Sicht sieht das Bild kurzfristig gut aus. Die ZKB rechnet auf Sicht von ein bis zwei Wochen mit einem Test des kürzlich erreichten SMI-Zwischenhochs um 6'380 Punkte, wo auch die gleitende 200-Tages-Durchschnittslinie verlaufe, wie sie in einem Kommentar schreibt.
Die Banken reagieren sehr positiv auf den am Freitag nach dem europäischen Börsenschluss veröffentlichten Stresstest. Auch die Schweizer Grossbanken Credit Suisse und UBS haben einen solchen Test bestanden. Dieser ist ausserdem strenger ausgefallen als jener des Verbands europäischer Bankenaufsichtsbehörden bei 91 Banken in der EU. Die Titel der UBS sind nach einer halben Handelsstunde mit einem Plus von 1,6% grösster Blue-Chip-Gewinner. CS stehen mit einem Plus von 1,0% ebenfalls im Spitzenfeld, ebenso die Privatbank Julius Bär (+0,8%), die allerdings nicht getestet wurde.
Ansonsten gibt es kaum kursrelevanten News. Die Halbjahresresultate-Saison geht erst ab Dienstag richtig weiter. Dann wird die UBS ihr Ergebnis präsentieren, am Donnerstag sind es dann Logitech (Aktie +1,1%) Clariant (+0,5%) und Synthes (-0,3%). Ausserdem werden diese Woche eine Vielzahl von Small- und Midcaps Zahlen veröffentlichen.
Unter den grössten Gewinnern sind zum Berichtszeitpunkt ausserdem noch ABB (+1,0%) zu finden, die damit weiter von den letzten Donnerstag veröffentlichten Halbjahreszahlen profitieren, sowie Swiss Re (+0,8%) und Petroplus (+0,6%). Swiss Life werden am Montag ex Nennwertrückzahlung von 2,40 CHF gehandelt. Den Effekt herausgerechnet, notiert das Papier 0,6% höher.
Givaudan (-0,2%) können von einem Interview des CEO in der Wochenendpresse nicht profitieren. Gilles Andrier sagte, dass der Aromen- und Riechstoffhersteller am EBITDA-Margenziel von 22,7% festhalte. Der Konzern sei ziemlich immun gegen Währungsschwankungen. Die Kosten und der Umsatz seien natürlich abgesichert.
Belastet werden die Indices am Montag hauptsächlich von den Indexschwergewichten Nestlé (-0,7%), Novartis (-0,6%) und Roche (-0,5%), die alle klar im Minus tendieren. News dazu gibt es einzig zu Novartis. Die Tochter Sandoz hat in den USA die Zulassung für das Nachahmerpräparat Enoxaparin zum Sanofi-Blutverdünner Lovenox erhalten. Sandoz will umgehend mit der Auslieferung des Nachahmerproduktes auf dem US-Markt zu beginnen.
Grösster Blue-Chips-Verlierer sind einmal mehr Transocean (-2,5%), bei denen die Ölpest weiter auf die Stimmung der Anleger drückt. Im Kampf gegen das auslaufende Öl im Golf von Mexiko hat ein Dauerwettlauf mit dem Wetter begonnen. Nachdem sich das Sturmtief "Bonnie" deutlich abschwächte, konnten die Arbeiten am Sonntag vorerst allerdings wieder aufgenommen werden.
Im breiten Markt gehören u.a. Santhera (+3,2%), Ascom (+3,0%) und die Bellevue Group (+2,8%) zu den grössten Gewinnern. Weiter zur Schwäche neigen u.a. Schulthess (-4,1%). Bei Genolier (unv.) hat die Einigung unter den Aktionäre noch nicht viel bewirkt.
uh/cc

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