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Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt hat am Dienstag nach geringen Verlusten zum Handelsauftakt leicht ins Plus gedreht. Vor dem Hintergrund eher neutraler Vorgaben von Wall Street, den zuletzt gestiegenen Aktienmärkten und dem ins Blickfeld rückenden Grossen Verfall, halten sich die Investoren weitgehend zurück. Nach den Kursgewinnen der Vortage sei es ohnehin an der Zeit durchzuatmen, sagen Börsianer, zumal wichtige Konjunkturdaten den Börsen noch neue Impulse geben dürften.
Von Konjunkturseite stehen am Vormittag die vom ZEW erhobenen Konjunkturerwartungen für Deutschland im Fokus. Volkswirte gehen davon aus, dass der Erwartungsindex gesunken ist. Daneben werden Daten zur europäischen Industrieproduktion für Juli publiziert. Aus den USA kommen dann am Nachmittag Zahlen zum US-Einzelhandelsumsatz.
Bis um 09.30 Uhr gewinnt der Leitindex SMI um 0,18% auf 6'483,31 Punkte. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) steigt um 0,21% auf 990,81 Punkte und der breite Swiss Performance Index (SPI) um 0,14% auf 5'713,68 Zähler.
SGS (+1,7%) legen am kräftigsten unter den Blue Chips zu. Der Warenprüfkonzern übernimmt die chinesische Yan Tai HuaJian Inspection Engineering mit 120 Mitarbeitern. In ersten Analystenkommentaren wird der Zukauf zwar als klein bezeichnet, er dokumentiere jedoch, dass SGS in Asien Potenzial sehe. Aus Sicht der Bank Vontobel besitzt der Deal wegen des Dienstleistungsangebots der akquirierten Gesellschaft strategische Bedeutung. Zudem habe das Unternehmen seinen Sitz in China, wo SGS bereits mit über 8'000 Beschäftigten gut vertreten sei.
Die Aktien der Grossbanken UBS (+0,1%) und CS (+0,6%) knüpfen an die Vortagesgewinne an. Die Banktitel hatte europaweit zugelegt, nachdem die neuen Beschlüsse zu den Eigenkapitalanforderungen gemäss Basel-III Marktteilnehmern zufolge sowohl hinsichtlich der Kriterien als auch der Fristen nicht so streng wie befürchtet ausgefallen waren. Der Konzernchef von Credit Suisse erklärt zudem in einem Zeitungsinterview, die Bank müsse kein Eigenkapital aufnehmen, um die Basel III-Regelungen zu erfüllen. Er rechne auch nicht mit signifikanten Änderungen bei der Dividende.
Bei den Indexschwergewichten Nestlé (+0,1%) und Novartis (+0,9%) geht es ebenfalls aufwärts. Roche (-0,6%) verlieren dagegen, nachdem Morgan Stanley die Titel auf "Equalweight" von "Overweight" und das Kursziel auf 175 CHF von zuvor 249 CHF gesenkt hatte. Die Analysten von MS senken darüber hinaus den europäischen Pharmasektor auf "Underweight".
Holcim (-0,2%) ist auf der Suche nach Zukaufmöglichkeiten, vor allem in Schwellenländern. Wenn der Preis stimme, sei der Konzern bereit, Geld in die Hand zu nehmen um substanzielle Übernahmen zu stemmen, erläuterte CEO Markus Akermann in einer Präsentation. Ziel sei die Verbesserung der eigenen Positionen auf strategisch wichtigen Märkten.
Auf der Verliererseite stehen zudem Swisscom (-0,3%), Givaudan (-0,1%) und ABB (-0,2%).
Bei den Nebenwerten rücken ab heute die Small- und MidCap-Unternehmen im Rahmen der Swiss Equity Conference 2010 in den Fokus. An zwei Tagen präsentieren sich 26 Firmen aus den Branchen Industrie, Finanzen, Medien und IT, Chemie, Biotechnologie und Konsumgüter.
In der zweiten Reihe legte unterdessen Vaudoise (-1,3%) Halbjahreszahlen vor, wobei die verdienten Nettoprämien sprunghaft angestiegen sind. Beobachter sprechen nach den jüngsten Aufschlägen von Gewinnmitnahmen.
Implenia (-0,4%) meldet, dass die Stadt Zürich die mit der Realisierung des Stadions Letzigrund abgegebene Gewährleistungsgarantie in Anspruch nimmt und so eine Zahlung von 12 Mio CHF erzwingt. Deutlicher Verlieren Edipresse (-5,2%) und nach der Vorlage von Halbjahresergebnisse am Vortag Evolva (-2,5%).
Santhera (+10,0%) liegen dagegen nach Vorlage von neuen Studiendaten zum Medikament Catena deutlich im Plus.
ps/ra

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