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Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt hat die letzte Sitzung der Woche im Minus eröffnet, die Gesamt-Verluste halten sich allerdings in der Eröffnungsphase in Grenzen. Die meisten Blue Chips notieren zwar klar im negativen Bereich, Gewinne beim Schwergewicht Novartis grenzen das Index-Minus aber ein. Händler führen die Verluste weiter auf die wieder neu und noch verstärkt aufgekommen Konjunkturängste in den USA und in Europa zurück; entsprechend stehen erneut Banken und zyklische Titel am stärksten unter Druck.
Die Vorgaben aus den USA sind ebenfalls wenig verheissungsvoll. Wall Street konnte gestern dank ansprechender Konjunkturdaten nur vorübergehend in die Gewinnzone vorstossen, gegen Handelsende rutschten die Kurse dann aber wieder deutlich ins Minus. In Asien zeigte sich ein gemischtes Bild. Einige Märkte schlossen zumindest leicht im Plus. Der japanische Nikkei drehte nach einer erneuten Intervention der Notenbank zwar vorübergehend ins Plus, gab die Gewinne aber bis zum Schluss wieder ab und schloss 1% im Minus.
Das Leitindex SMI steht kurz nach 09.30 Uhr 0,43% tiefer auf dem Stand von 6'276,09 Punkten, das laufende Wochenminus steht damit bei knapp 1,8%. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) gibt derweil um 0,53% auf 961,58 Punkte nach und der breite Swiss Performance Index (SPI) um 0,41% auf 5'560,82 Zähler.
Von Unternehmensseite gibt es nur sehr wenige News. Der Fokus bleibe auf internationale Konjunkturdaten gerichtet, heisst es im Markt. So veröffentlicht das ifo-Institut den Geschäftklimaindex für Deutschland, und am Nachmittag folgen aus den USA weitere Indikatoren.
Zu den schwächsten Werten gehören aufgrund der Konjunktursorgen und der erneuten Nervosität an den Finanzmärkten erneut die Grossbanken. Ausserdem gehen immer mehr Marktteilnehmer davon aus, dass vor allem die Investmentbank-Abteilungen ein sehr schwieriges drittes Quartal hinter sich haben und im Vergleich zum Vorjahr deutliche Einbussen erlitten haben dürften. Credit Suisse und UBS büssen zur Berichtszeit 1,8% bzw. 1,2% ein, gestern waren es -3,2% und -1,9%.
Aber auch Julius Bär (-1,3%) gehören zu den grössten Verlierern. Ansonsten sind bei den Blue Chips auch zyklische Titel wie etwa Petroplus (-2,3%), Holcim (-1,0%), Logitech (-0,8%), Adecco (-0,7%) oder Clariant (-0,7%) schwach.
Positiv in Szene setzen können sich dagegen die Papiere des Pharmakonzerns Novartis. Marktbeobachter verweisen dabei auf den Rückschlag beim deutschen Mitbewerber Merck im Rennen um die erste Multiple-Sklerose-Behandlung in Europa in Tablettenform. Das sei zwar eine Enttäuschung für Merck, aber eine gute Nachricht für Novartis, schreibt die Bank Vontobel in einer Stellungnahme. Der am Berichtstag ebenfalls kommunizierte Verkauf der US-Rechte am Medikamente Enablex an eine irische Firma für 400 Mio USD wird hingegen als mehr oder weniger kursneutral eingestuft. Weiter gehen dagegen die (Verleider)-Verkäufe bei Roche (-1,6%). Immer mehr Investoren scheinen von Roche in Novartis zu wechseln, heisst es im Markt.
Stärkster Wert sind zur Berichtszeit allerdings Baloise (+1,5%). Dabei profitieren die Titel von einer Kaufempfehlung durch Goldman Sachs im Rahmen einer Branchenstudie. Zudem kursieren seit Mittwoch Gerüchte um ein Übernahmeinteresse der deutschen Allianz, nachdem sich diese von zwei Schweizer Töchtern getrennt hatte. Zu den besten Titeln gehören ausserdem noch Geberit (unv.), Nobel Biocare (-0,2%) und SGS (-0,2%).
Im breiten Markt zeigen sich AFG (+2,2%) freundlich. Zurückgeführt wird das auf Aussagen des Verwaltungsratspräsident und CEO Edgar Oehler. "Wir sind besser unterwegs als erwartet", meinte er in einem Interview mit dem Wirtschaftsmagazin Bilanz. Auch bezüglich Dividende zeigte er sich zuversichtlich. Grössere Gewinne gibt es ansonsten noch für Edisun (+6,6%), AMS (+3,0%) oder New Venturetec (+2,0%), schwache präsentieren sich u.a. Dottikon ES (-4,2%) oder Orascom (-3,2%). Bei letzteren dürfte weiter die geplante Kapitalerhöhung auf die Kurse drücken.
uh/ps

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