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Zürich (awp) - Die Schweizer Börse zeigt sich am Freitag in der Eröffnungsphase leicht schwächer. Sorgen um die US-Wirtschaft und die neuesten Konjunkturdaten aus China dürften gemäss Marktbeobachtern die Anleger weiterhin vorsichtig agieren lassen. So hätten die jüngsten chinesischen Konjunkturdaten eine nachlassende Dynamik des dortigen Exportsektors gezeigt. Dazu geselle sich noch eine generelle Vorsicht vor Neuengagements vor dem langen Pfingstwochenende, hiess es weiter.
Aus den USA kommen von der Wall Street kaum Impulse, aus Asien divergierende Signale. In Tokio schloss die Börse leicht höher, in Schanghai kam es infolge der chinesischen Makrodaten zu deutlicheren Abgaben. Von der Makro-Seite her sind im Handelsverlauf kaum weitere, grössere News zu erwarten. Es stehen noch Daten zu den Erzeugerpreisen und zur Industrieproduktion aus Grossbritannien und zu den Im- und Exportpreisen aus den USA an.
Bis um 9.30 Uhr verliert der Schweizer Leitindex SMI um 0,42% auf 6'244,37 Punkte. Der 30 Titel umfassende Swiss Leader Index (SLI) sinkt um 0,40% auf 973,00 und der breite Swiss Performance Index (SPI) um 0,48% auf 5'745,79 Punkte. Im Wochenvergleich zeichnet sich für den SMI ein deutliches Minus ab, bis Handelsschluss am Vortag verlor der Leitindex so bereits rund 2%.
Unter den SMI-/SLI-Titeln ist die News-Lage sehr übersichtlich, so sorgen Rating-Änderungen für die grössten Bewegungen. Unter den defensiven Titeln leiden Novartis (-1,3% auf 51,55 CHF) und Actelion (-2,6% auf 43,14 CHF) deutlich unter einer Herabstufung durch Barclays auf "Underweight" mit Kursziel 53 CHF für Novartis bzw. 44 CHF für Actelion.
Für Novartis habe er nach dem soliden ersten Quartal mit einer Anpassung der Ertragserwartungen im dritten Quartal gerechnet, schreibt Analyst Mark Purcell. Durch den früher als erwarteten Markteintritt von Femara-Generika und Mengenverluste in der kardiovaskulären Franchise rechne er aber nun bereits im zweiten Quartal mit einer Revision.
Bei Actelion seien nur wenig Nachrichten aus klinischen Studien für 2011 ausstehend, schreibt Analyst Michael Leuchten. Der Haupttreiber für die Performance von Actelion seien die Ergebnisse aus der Studie mit Macitentan bei pulmonaler arterieller Hypertonie Ende 2011/Anfang 2012.
Demgegenüber halten sich Roche (-0,4%) etwas besser. Nestlé (-0,1%) zeigen sich noch widerstandsfähiger.
Entwarnung hinsichtlich der Eigenkapitalanforderungen soll für die Grossbanken (CS unv.; UBS -0,2%) kommen. Gemäss "NZZ" scheint eine politische Lösung im Zahlenstreit gefunden worden zu sein, die EK-Quote soll 19% der risikogewichteten Aktiven nicht überschreiten. Vor Monatsfrist hatte die CS gewarnt, dass die Quote für das Stammhaus faktisch einer Vorschrift von 26% auf Konzernebene entspreche.
Die anhaltenden Konjunkturängste drücken auch etwas verstärkt auf die Kurse der meisten zyklischen Aktien weltweit agierender Unternehmen wie Adecco (-0,7%), Clariant (-0,6%) und Holcim (-0,5%).
Etwas stärker unter Druck geraten sind auch Versicherungsaktien. So verlieren Swiss Life, ZFS und Swiss Re (je -0,5%). Entwarnung gibt es allerdings von der Unwetterfront. Im Pazifik ist mit "Adrian" zwar der erste Hurrikan der Tropensturm-Saison aufgetreten, der aber die mexikanische Küste nicht erreichen dürfte.
Im Plus notieren einzig Logitech und Sonova (je +0,1%). Unverändert zeigen sich Weatherford, Transocean und Lonza.
Mehr News kommen aus dem breiten Markt. Sulzer (-4,9%) verlieren nach dem überraschenden Wechsel von CEO Ton Büchner markant. Analysten bedauern den Abgang Büchners. Sulzer sei aber in grossartiger Form, habe ein fähiges Management-Team und sollte den Übergang gut bewältigen, kommentiert beispielsweise Fabian Haecki von der Bank Vontobel.
CWK (unv.) hat im ersten Halbjahr 2010/11 die Gesamtleistung leicht sowie EBIT- und Reingewinn deutlich steigern können. Und Emmi (-0,2%) kauft mit der Übernahme des italienischen Dessertherstellers A-27 rund 65 Mio EUR Umsatz zu.
rt/cc

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