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Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt ist am Montag mit leichten Verlusten in die neue Woche gestartet. Händlern zufolge bremsten durchwachsene Vorgaben aus Übersee die Kurse. So zeigten sich die Börsen in Asien schwächer und auch der US-Leitindex hatte am Freitag im Minus geschlossen.
Marktbewegende Konjunkturdaten werden im Tagesverlauf nicht erwartet. Der Blick der Anleger richtet sich indes auf gleich zwei Übernahmen: Meyer Burger will die deutsche Roth&Rau, übernehmen. Indes wird Schulthess selbst zum Ziel einer Übernahme durch die schwedische NIBE. Am Abend liegt der Fokus dann wieder in den USA. Dort eröffnet Alcoa traditionell die Berichtssaison.
Der Swiss Market Index (SMI) fällt um 9.30 Uhr um 0,27% auf 6'440,51 Zähler. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) gibt um 0,19% auf 1'030,90 Punkte nach und der breite Swiss Performance Index (SPI) um 0,21% auf 5'877,79 Punkte.
An der Spitze im SMI/SLI stehen Givaudan mit plus 1,7%. Die Titel profitieren von einer Hochstufung durch Nomura. Auch andere Analysten äusserten sich nach den Umsatzzahlen zum ersten Quartal am Freitag zu den Titeln. Julius Bär liegen nur optisch mit 0,3% oder 0,12 CHF im Minus. Die Aktien werden ex Dividende von 0,60 CHF gehandelt.
Unter den grössten Verlierern sind Sonova mit minus 1,0% zu finden. Der Hörgerätehersteller kommt nicht aus den Schlagzeilen. Die Staatsanwaltschaft des Kantons Zürich hat im Zusammenhang mit dem möglichen Insiderhandel bei Sonova ein Strafverfahren eingeleitet und Akten angefordert.
Novartis geben um 0,9% nach. Der Pharmakonzern stellt einerseits die klinischen Versuche von Tasigna als Erstlinientherapie für neu diagnostizierte Patienten mit nicht operierbarem oder metastasierendem gastrointestinalem Stromatumor (GIST) ein. Derweil hat das orale Multiple-Sklerose-Medikament Gilenya in Langzeitstudien seine Wirksamkeit erwiesen. Bereits am Freitagabend wurde bekannt, dass Novartis seinen Antrag für zusätzliche Anwendungen für das Medikament Afinitor bei der US-Behörde FDA einschränkt.
Für die Aktien von Swatch geht es nach einem Interview um 0,4% nach unten. Die Frankenstärke hat den Uhren- und Schmuckkonzern laut einem Interview mit CEO Nick Hayek in den ersten drei Monaten 150 Mio CHF beim Umsatz gekostet.
Der Fokus liegt am heutigen Montag aber klar auf den Übernahmen in der zweiten Reihe. Meyer Burger will sich mit dem Kauf des deutschen Solar-Maschinenbauers Roth&Rau stärken - die Aktie verliert 3,4%. Der Zulieferer für die Solarindustrie hat sich bereits 11,3% der Anteile von den bisherigen Hauptaktionären gesichert und bietet für die restlichen Titel im Rahmen eines freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebots 22 EUR je Aktie in bar. Die gesamten Übernahmekosten bezifferte CEO Peter Pauli im Gespräch mit AWP auf 356,6 Mio EUR. Vontobel sieht zwar strategischen Sinn in der Akquisition, der Preis sei aber "heftig".
Hingegen springen Schulthess um 10,8% hoch. Die schwedische NIBE will den in der Wasch- und Wärmetechnik tätige Unternehmen für insgesamt 60 CHF je Namenaktie übernehmen. Der Verwaltungsrat und das Management stehen dem Angebot positiv gegenüber. Verschiedene Kernaktionäre, inklusive VRP Rudolf Kägi, mit einem Kapitalanteil von insgesamt 31,13% hätten bereits individuelle Aktienkaufverträge mit NIBE unterzeichnet. Vontobel sieht den Übernahmepreis als etwas niedrig an.
Burkhalter steigen nach Zahlen für 2010 um 6,0%. Die Elektroinstallations-Gruppe hat Umsatz und Gewinn gesteigert, die Aktionäre sollen eine steuerfreie Dividende von 12,00 CHF je Aktie erhalten.
dm/ra

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