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Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt hat die Sitzung vom Mittwoch mit höheren Kursen eröffnet. Der seit drei Wochen andauernde Aufwärtstrend wird damit fortgesetzt, auch wenn die Vorgaben aus den USA und aus Tokio wenig inspirierend waren. Die Stimmung an den Märkten sei im Vorfeld des Zinsentscheides der EZB und den dazugehörenden Kommentaren vorsichtig bis zurückhaltend, hiess es in Marktkreisen. Klare Impulse seien derzeit Mangelware.
Auch das am Vorabend in den USA publizierten Sitzungsprotokoll der jüngsten Sitzung der Fed vermochte keine grossen Bewegungen an den Finanzmärkten auszulösen. Entgegen den Erwartungen habe es keine deutlichen Signale für eine straffere Geldpolitik gegeben, hiess es dazu. Insgesamt überwiege an den Märkten deshalb weiterhin der Optimismus zur Entwicklung der Weltwirtschaft, was die Sorgen um die mit Portugal wieder etwas in den Fokus gerückte Eurokrise sowie um die Geschehnisse im Nahen Osten etwas in den Hintergrund rücken lasse.
Der Swiss Market Index (SMI) steht um 09.30 Uhr 0,22% höher bei 6'444,48 Punkten. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) steigt um 0,24% auf 1'030,45 Punkte und der breite Swiss Performance Index (SPI) um 0,17% auf 5'881,69 Punkte.
Die grössten Gewinn erreichen aktuell Transocean (+1,4%). Die Titel hatten allerdings bereits am Vortag im US-Handel um 1,5% zugelegt. Das Management des Unternehmen hatte in der Nacht auf Mittwoch bekanntgegeben, dass es die im Zusammenhang mit den im Sicherheitsbereich erzielten Verbesserungen erhaltenen Boni den Opfern des Bohrunglücks im Golf von Mexico spenden werde. Der Nachricht wird in Börsenkreisen allerdings kaum grössere Kursrelevanz zugewiesen.
Zu den gefragteren Papieren gehören weiter Richemont und Swiss Re sowie Sonova (je +1,2%). Sonova hat an einer wichtigen amerikanischen Hörgerätekonferenz verschiedene neue Produkte vorgestellt. Die Neulancierungen bei der Marke Unitron dürften helfen, deren Umsatzwachstumsschwächen zu beseitigen, heisst es dazu in einem Kommentar der ZKB. Ebenso dürfte ein neues Produkt von Phonak das Umsatzwachstum stützen. Es müsse nun wieder Ruhe in das Unternehmen einkehren, wozu die Lancierung neuer innovativer Produkte beitragen könne, so die ZKB. Sie wertet die Nachrichten deshalb leicht positiv.
Knapp über 1% legen einzig noch Logitech zu, dahinter folgen Lonza (+0,8%) und Kühne+Nagel (+0,7%).
Syngenta (+0,2%) stehen nach einem Bankenkommentar im hinteren Mittelfeld. Die Credit Suisse deckt den Titel neu ab und stuft ihn mit "Neutral" bei einem Kursziel von 300 CHF ein. Die Bank erwartet für Syngenta ein gutes Jahr 2011, da die Getreidepreise hoch seien und das Unternehmen deshalb ein solides Umsatzwachstum erreichen dürfte. Die meisten positiven Nachrichten und Erwartungen dürften allerdings bereits im Aktienkurs eingepreist sein, woraus sich ein gewisses Abwärtsrisiko ableite.
Auch Julius Bär (+0,3%) brillieren nicht übermässig. Barclays hat im Rahmen einer Branchenstudie das Kursziel auf 40 von 31 CHF deutlich erhöht, das Rating "Equalweight" allerdings bestätigt.
Actelion (-0,7%) gehören zu den wenigen Verlierern. Das im Zentrum eines Machtkampfs stehende Unternehmen hat am Morgen die Nomination von Jean-Pierre Garnier und Robert Bertolini zur Wahl in den Verwaltungsrat bekanntgegeben. Garnier, ehemaliger CEO von GlaxoSmithKline, soll nach Ablauf der Amtszeit von Robert E. Cawthorn auch dessen Nachfolge als Präsident des Gremiums antreten.
Nebst Actelion geben auch Weatherford (-1,9%) und SGS (-0,2%) etwas nach. SGS hat am Morgen über eine kleinere Akquisition berichtet und übernimmt demnach die italienische Sertec mit einem Umsatz von 7 Mio EUR.
Ein leichtes Minus von 0,1% weisen Novartis auf. Bei der Aktie sei der Preisdruck wegen der Abfindung an die Alcon-Aktionäre am Abklingen, hiess es allerdings in Marktkreisen. Das Papier habe nun Aufwärtspotential von rund 8% aufgebaut. Ausserdem dürfe das Unternehmen in der zweiten Hälfte des Monats wieder eigene Aktien aufkaufen und es dürfte deshalb zu verschiedenen "Trading Buy"-Empfehlungen von einzelnen Brokerhäusern kommen.
Im breiten Markt verzeichnen Walter Meier ein knappes Plus von 0,1%, nachdem das Unternehmen eine kleinere Übernahme bekanntgegeben hat. Walter Meier kauft die britische JS Humidifiers mit einem Umsatz von 13 Mio CHF, was in Marktkreisen als eher neutrale Nachricht eingeschätzt wird. Der Kaufpreis wurde zwar nicht bekanntgegeben, die ZKB schätzt ihn allerdings auf einen Betrag im mittleren einstelligen Millionenbereich.
Gategroup brechen dagegen nach dem überraschenden Abgang des CEO Guy Dubois um 7,3% ein.
cf/rt

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