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Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt ist am Dienstag schwach gestartet. Die Krise im Nahen Osten und besonders die Eskalation in Libyen drücke auf die Stimmung, heisst es am Markt. Hinzu komme ein Erdbeben in Neuseeland. Anleger suchten verstärkt Schutz in sicheren Häfen wie Rohstoffen, Anleihen oder als stabil geltende Währungen.
Bis zum Nachmittag machen Marktbeobachter auch keine Impulse aus, die die Stimmung drehen könnten. Dann erst öffnen die US-Börsen nach einem Feiertag und es kommen mit dem Case-Shiller-Hauspreisindex und dem US-Verbrauchervertrauen marktbewegende Konjunkturdaten.
Um 9.30 Uhr fällt der SMI um 1,13% auf 6'608,04 Punkte. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) gibt um 1,32% auf 1'058,40 Punkte nach und der breite Swiss Performance Index (SPI) um 1,13% auf 5'923,75 Zähler.
ZFS halten sich mit minus 0,7% noch etwas besser als der Gesamtmarkt. Der Versicherer und die Banco Santander gehen in Lateinamerika eine langfristige Partnerschaft ein. Hierfür übernimmt die ZFS 51% am Versicherungsgeschäft der Bank in Brasilien, Mexiko, Chile, Argentinien und Uruguay. In Analystenkreisen wird die angekündigte Zusammenarbeit als "interessant" ausgelegt. Gleichzeitig werde dadurch aber auch schonungslos das Dilemma von ZFS einer eher verhaltenen Stellung in den zukünftigen Wachstumsmärkten aufgedeckt.
Deutlich unter Druck kommen Swatch (-3,1%) und Richemont (-2,6%) nach Daten zu den Uhrenexporten im Januar. Diese sind zwar auch im Januar stark gestiegen, jedoch nicht so stark wie in den Vormonaten. Experten machen zudem mit dem leichten Rückgang der Exporte nach Hongkong eine leichte Enttäuschung aus. Transocean (-0,8%) können ebenso wie Petroplus (-4,0%) nicht vom hohen Ölpreis profitieren. Die Sorgen über eine Ausweitung der Krise in andere arabische Länder überwiegt.
Die Swisscom-Titel (-0,6%) zählen noch zu den stabileren Werten. Der Telekomkonzern wird die automatische Vertragsverlängerung im Mobilfunk noch 2011 abschaffen. Die finanziellen Auswirkungen könnten derzeit nicht beziffert werden. Analysten rechnen derweil mit "sehr begrenzten" Folgen für den Telekomkonzern.
Defensive Werte wie Roche (-0,7%), Novartis (0,8%) und Nestlé (-0,7%) geben weniger stark nach. Hingegen kommen Finanzwerte wie die CS (-1,9%) oder auch die UBS (-1,7%) deutlicher unter Druck. Einzig Julius Bär bilden mit relativ geringen Verlusten von -0,5% eine Ausnahme. Hier stützt eine Kurszielerhöhung mit bestätigter Kaufempfehlung der Citigroup.
Auch zyklische Titel stehen auf der Verliererseite. So verlieren ABB 2,0%, Adecco geben um 1,6% nach und für Logitech geht es um 1,4% nach unten.
In der zweiten Reihe klettern Walter Meier nach Zahlen deutlich um 3,6%. Mit einer knappen Verdoppelung des Reingewinns und einer höheren Dividende konnte das in der Klima- und Fertigungstechnik tätige Unternehmen überzeugen. Vontobel kündigte eine Erhöhung des Kursziels an.
OC Oerlikon können indes nicht von einem Auftrag der Tochter Oerlikon Solar aus China profiteren und sacken um 3,7% ab. Zwar sei der Auftrag, über dessen Höhe nichts bekannt wurde, vielversprechend, so die Bank Vontobel. Allerdings brauche das Unternehmen diese auch, um die Erwartungen zu erfüllen.
Panalpina fallen nach einem Zukauf in Norwegen um vergleichsweise geringe 0,4%. Der Speditionskonzern erwirbt die Grieg Logistics, über den Verkaufspreis wurde Stillschweigen vereinbart.
Orior, die ebenfalls Zahlen für 2010 vorgelegt haben, waren bislang noch ungehandelt. Der Lebensmittelgruppe gelang quasi eine Punktlandung im Vergleich zu den Analystenerwartungen.
dm/ra

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