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Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt hat am Mittwoch fester eröffnet. Die Börse in Tokio erholte sich nach dem Absturz am Vortag von mehr als 10% wieder und legte am Handelstag selbst 5,7% zu. Die japanische Notenbank führte dem Markt 3,5 Billionen Yen (rund 38 Mrd CHF) kurzfristige Notfall-Liquidität zu, was zu einer teilweisen Beruhigung des dortigen Handels führte. Auch die Vorgaben aus Übersee sind positiv, wo die wichtigsten Indices zwar im Minus schlossen, jedoch nach Börsenschluss in Europa noch etwas zulegen konnten.
Zudem werden im Verlauf des Tages noch Makrodaten aus der Schweiz, der EU und aus den USA erwartet. Im breiten Markt präsentierten zudem mehrere Unternehmen Zahlen. Sonova und Weatherford gaben bekannt, die bisherigen Ausblicke für 2010/11 (Sonova) respektive für das erste Quartal (Weatherford) nach unten zu korrigieren.
Bis um 09.32 Uhr steigt der SMI um 0,47% auf 6'129,47 Punkte. Der 30 Titel umfassende, um die Gewichtung gekappte Swiss Leader Index (SLI) steht 0,33% höher bei 980,71 Stellen und der breite Gesamtmarkt (SPI) gewinnt 0,40% auf 5'564,63 Punkte.
Swiss Re (+2,1%) gehören seit der Krise in Japan zu den grössten Verlierern und haben in den letzten drei Handelstagen über 10% verloren. Die Titel profitieren deshalb am meisten von der Entspannung an den japanischen Märkten und rangieren weit vorne in der Rangliste der Bluechips. Auch Swiss Life (+0,8%) und ZFS (+1,0%) können zulegen.
Beim zyklische Sektor, welcher am Vortag mit Abgaben konfrontiert war, erholen sich Clariant (+1,8%) von den Verlusten am Dienstag. Zykliker hatten am Vortag Federn gelassen, da die globale Wirtschaftsentwicklung durch die Ereignisse in Japan belastet wird. Auch ABB (+1,1%), Adecco (+0,9%) oder SGS (+0,6%) verteuern sich.
Auffällig sind auch Syngenta (+2,9%). Die Papiere hatten im bisherigen Wochenverlauf deutlich nachgegeben, was ein Marktbeobachter auf von Panik geprägte Verkäufe aus dem Lager in- und ausländischer Momentum-Investoren zurückführte. Diese seien jedoch übertrieben gewesen und nun komme es zu einer deutlichen Gegenbewegung.
Im Plus notieren zudem die Luxusgüteraktien der Swatch (+2,2%) und Richemont (+0,5%). Vor allem Zweitere hatten am Vortag Verluste hinnehmen müssen, da im japanischen Markt rund 10% des weltweiten Luxusgüterabsatzes realisiert werden. Zudem zeichnen japanische Touristen für weitere 10% verantwortlich.
Bankentitel können indes nicht von der Erholung profitieren. UBS notieren 0,5% und Julius Bär 0,7% im Minus, während CS 0,1% dazugewinnen. Die Titel hatten am Vortag nachgegeben, da der Kurseinbruch in Japan laut Marktbeobachtern tiefe Kerben in die Handelsbücher der Institute geschlagen haben.
Nach der Gewinnwarnung stürzen die Papiere von Sonova (-14,3%) ab. Der Hörgerätehersteller hat den Umsatzausblick für das Geschäftsjahr 2010/11 nach unten korrigiert und rechnet mit einer tieferen EBITA-Marge von 20 bis 21%. Dafür verantwortlich zeichnet der Rückruf bei Advanced Bionics, eine verzögerte Produkteinführung in den USA sowie die negative Wechselkursentwicklung. Auch Weatherford (-0,5%) haben den Ausblick für das erste Quartal 2011 gesenkt und rechnen neu mit einem EPS von 0,18 (0,27) USD, dies wegen der instabilen politischen Situation im arabischen Raum.
Bei den defensiven Schwergewichten ist die das Bild uneinheitlich. Während Roche (+0,2%) knapp und Nestlé (+1,4%) deutlich positiv notieren, geben Novartis (-1,0%) nach.
Im breiten Markt notieren Mikron (+7,5%), Micronas (+4,5%) und OC Oerlikon (+4,4%) deutlich im Plus. Auf der Verliererseite stehen hingegen Edisun (-13%), die zuletzt im Zuge der Atomkatastrophe deutlich zugelegt hatten.
dl/ps

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