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Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt ist am Montag mit tieferen Kursen in den Handel gestartet. Die Eurokrise und Konjunktursorgen hatten bereits die Börsen in Asien und die US-Futures unter Druck gesetzt und lassen nun den Schweizer Leitindex SMI unter die Marke von 6'500 Punkten zurückfallen. Insgesamt verläuft der Handel in ziemlich ruhigen Bahnen, da wichtige Unternehmensnachrichten fehlen.
Umso mehr rücken die Unsicherheiten um die hoch verschuldeten Eurostaaten in den Fokus der Anleger. Nebst den Diskussionen um eine allfällige Umschuldung Griechenlands, wurde über das Wochenende auch die Schuldensituation in Italien zum Thema. Die Ratingagentur Standard & Poor's hat die Bonität Italiens in Frage gestellt und den Ausblick gesenkt. Weiter hätten die zuletzt schwachen Konjunkturdaten aus den USA neue Fragezeichen hinter das Wachstum der US-Wirtschaft gesetzt, hiess es im Handel. Zudem seien chinesische Makrodaten schwächer als erwartet ausgefallen.
Der SMI verliert bis um 09.30 Uhr 1,03% auf 6'463,65 Punkte und der 30 Titel umfassende Swiss Leader Index (SLI) 1,25% auf 1'008,29 Punkte. Der breite Swiss Performance Index (SPI) gibt um 1,06% auf 5'949,71 Punkte nach.
Vor dem Hintergrund der sich verschärfenden Eurokrise stehen Finanzwerte unter Abgabedruck. Am deutlichsten geben im Sektor Swiss Life (-3,8%) nach. Die Aktien des Lebenversicherers stehen damit gleichzeitig am Ende der SMI/SLI-Tabelle. Aber auch UBS (-2,2%), ZFS (-1,9%), Bâloise (-2,0%) oder Credit Suisse (-1,3%) verlieren klar an Wert.
Swiss Re werden erstmals unter dem neuen Kürzel SREN gehandelt und geben um 2,2% nach. Das neue Börsenkürzel steht im Zusammenhang mit der Errichtung einer Holding-Struktur und dem Umtausch von RUKN-Aktien in Titel der neuen Holding unter dem Namen Swiss Re AG.
Bei Julius Bär (-1,1%) fallen die Abgaben nicht ganz so stark wie bei den Branchennachbarn aus. Dabei dürfte der heutige Start des im Februar angekündigten Aktienrückkaufprogrammes etwas stützen. Die Bank plant bis zur GV 2012 über eine zweite Handelslinie, Aktien im Umfang von maximal 500 Mio CHF zurückzukaufen. Ausserdem darf der Vermögensverwalter für seine Kunden neu in chinesische Aktien und Anleihen investieren. Der chinesische Währungsregulator SAFE erteilte eine entsprechende Bewilligung.
Grössere Abgaben im SMI/SLI verzeichnen derzeit auch konjunktursensitive Titel wie Adecco (-2,1%), Richemont (-2,1%), Holcim (-1,6%), ABB (-1,6%) oder Swatch Group (-1,4%). Die Papiere des Luxusgüterkonzerns Richemont können kaum von einer Kurszielerhöhung und der bestätigten "Buy"-Empfehlung durch Goldman Sachs profitieren. In einem Interview erklärte Vize-Konzernchef Richard Lepeu zudem, dass Richemont in der Schweiz in den kommenden zwei Jahren bis zu 1'900 neue Stellen schaffen will.
Auf der Gegenseite sind Logitech (+0,2%) die einzigen Gewinner im Feld. Bei Nestlé (-0,1%) halten sich derweil die Abgaben in Grenzen. Nestlé Verwaltungsratspräsident Peter Brabeck hat in einem Zeitungsinterview eine Neuauflage des Aktienrückkaufprogramms nicht ausgeschlossen. Gleichzeitig zeigte sich Brabeck zuversichtlich, dass es Nestlé gelingt trotz ansteigenden Rohstoffkosten die Margen zu erhöhen.
Die defensiven Pharmaschwergewichte Roche (-0,7%) und Novartis (-1,1%) können sich dagegen dem Abgabedruck nicht entziehen. Actelion verlieren 0,8%. Das Pharmaunternehmen ist bei der Erforschung eines Arzneimittel-Wirkstoffs gegen Heuschnupfen einen Schritt vorwärts gekommen. Der neuartige sogenannte CRTH2-Antagonist habe den primären Endpunkt in der Phase-II-Studie bei Patienten mit jahreszeitlich bedingter allergischer Rhinitis erreicht, hiess es. Für den Aktienkurs scheint die Nachricht kaum relevant zu sein.
Am breiten Markt brechen Swissmetal um 6,2% ein. Der Kupferprodukte-Hersteller verschiebt seine Generalversammlung und kündigt "finanzielle Massnahmen" an. Swissmetal will ihr Aktienkapital herabsetzen. Zugleich beantragt der Verwaltungsrat, das Aktienkapital im gleichen Umfang gleich wieder zu erhöhen.
Weitere Grossverlierer sind etwa Global Natural (-13,2%), Evolva (-8,3%) oder Ascom (-5,1%). Auf der Gegenseite können Genolier (+5,0%) oder Perfect Holding (+4,8%) deutlich zulegen.
mk/rt

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