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Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt ist am Mittwoch mit Kursverlusten in den Handel gestartet, baute diese in der Folge jedoch ab. Die Lage an der Börse bleibt weiterhin von den Unruhen in Libyen geprägt. An den beiden vergangenen Tagen hatte die angespannte Lage im nordafrikanischen Land und die Sorge auf eine Ausweitung der Wirren auf weitere arabische Länder die Anleger dazu bewogen, Gewinne mitzunehmen. Die Indizes an der Wall Street zogen am Dienstag - nach einem verlängerten Wochenende - nach und verloren ebenfalls deutlich an Wert.
Die Spannungen in Libyen und der damit verbundene Anstieg der Ölpreise könnten weltweit auf die wirtschaftliche Entwicklung drücken, befürchten Händler. An der Schweizer Börse belasten die aktuellen Konjunktursorgen die Kurse von konjunkturabhängigen Werten. Derweil legen Finanztitel und defensive Schwergewichte zu und stützen so den Gesamtmarkt. Am Nachmittag könnten zudem einige US-Daten etwa zum Immobilien- und Ölmarkt den Börsen neue Impulse geben.
Um 09.30 Uhr fällt der SMI leicht um 0,01% auf 6'621,93 Punkte. Damit konnte der Schweizer Leitindex die Marke von 6'600 Punkten nach schwachem Start (Tagestiefst: 6'590 Stellen) halten. Am vergangenen Freitag ging der SMI noch auf einem Niveau bei 6'717 Zählern aus dem Handel. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) gibt am Mittwoch um 0,21% auf 1'059,09 Punkte und der breite Swiss Performance Index (SPI) um 0,11% auf 5'932,49 Zähler nach.
Im Blue-Chips-Segment sind heute Mittwoch News Mangelware. Erst am Abend nach US-Börsenschluss berichtet die Ölbohrspezialistin Transocean über das abgelaufene Jahr. An der Börse geben Transocean im Vorfeld mit 0,7% weiter nach. Unter dem Eindruck steigender Ölnotierungen haben die Titel bereits am Dienstag im Schweizer und im US-Handel an Wert verloren. Nebst Transocean weiten auch Petroplus (-1,2%) die Kursverluste der laufenden Woche aus.
Überdurchschnittliche Abgaben verzeichnen zudem eine Reihe von konjunktursensitiven Aktien. So büssen zum Beispiel Clariant 1,4% ein. Die Chemiebranche tut sich in einem Umfeld mit steigenden Ölpreisen traditionell schwer, die Margen könnten so unter Druck kommen. Weitere Verlierer bei den Zyklikern sind etwa Holcim (-1,8%), Adecco (-1,2%) oder Logitech (-1,2%). Bei Logitech könnten die schwachen Zahlen von Hewlett Packard etwas belasten.
Die wichtigsten Finanzwerten können dagegen dazugewinnen. So steigen die Grossbankentitel der Credit Suisse und jene der UBS um je 0,3%. Swiss Life gewinnen gar 0,9% und Swiss Re steigen um 0,1% auf 57,50 CHF. Die UBS hob das Kursziel für die Titel des Rückversicherers auf 66 von bislang 59 CHF an. Ausserdem bekräftigte CEO Stefan Lippe in einem Zeitungsinterview die Geschäftspolitik des Rückversicherers, beim Zeichnen von Geschäft den Fokus auf die Profitabilität zu legen.
Bei ZFS (+0,3% auf 269,50 CHF) erhöhte die Deutsche Bank das Kursziel leicht auf 295 von 290 CHF, nachdem die ZFS am Vortag den Ausbau des Versicherungsgeschäfts in Lateinamerika angekündigt hatte.
Synthes notieren mit 0,3% auf 127,70 leicht im Minus. Die Citigroup hob das Kursziel für das Medizinaltechnikunternehmen auf 128,50 von 125 CHF an. Synthes habe im vierten Quartal im Bereich Trauma eine starke Performance gezeigt, blicken die Analysten auf den Zahlenausweis vom vergangener Woche zurück.
Bei den Index-Schwergewichten zeigt sich ein uneinheitliche Bild. Während Roche-Genussscheine (-0,1%) leicht nachgeben, stützen Novartis (+0,2%) und Nestlé (+0,2%) den Gesamtmarkt. Für Roche dürfte die in Japan für das Medikament Xeloda erhaltene die Zulassung für eine Zusatzindikation bei Darmkrebs keinen wesentlichen Einfluss auf die Kursentwicklung haben.
Am breiten Markt hat die Set-Topboxen-Spezialistin ADB (Aktie: +2,0%) mit Zahlen zum Geschäftsjahr 2010 die Markterwartungen beim Gewinn übertroffen. Das Unternehmen rechnet 2011 mit Wachstum. Die Titel des Genfer Pharma-Unternehmen Addex notieren nach Jahreszahlen unverändert auf Vortagesniveau. Precious Woods steigen nach vorläufigen Zahlen um 2,1%.
Dagegen geben Gategroup um 4,2% nach. Beim Airline-Caterer ist es zu einem grösseren Betrugsfall gekommen, der jetzt aufgedeckt wurde. Die Betrugssumme über eine Zeitperiode von drei Jahren belief sich auf insgesamt 22 Mio CHF, wovon der grössere Teil vor 2010 angefallen sei.
mk/rt

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