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Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt hat den Handel am Donnerstag mit deutlichen Kursverlusten eröffnet und setzt damit die Negativtendenz der vergangenen Tage fort. Konjunktursorgen und die damit verbundene Furcht vor einem möglichen "Double Dip" drückten bereits am Mittwochabend auf die Kursentwicklung an der Wall Street und lasteten auch auf den asiatischen Börsen. Zu Reden gibt am Markt auch die Kreditwürdigkeit Spaniens und die Refinanzierung im europäischen Bankensektor.
Am Mittwoch liess in den USA der enttäuschende ADP-Arbeitsmarktbericht Befürchtungen aufkommen, dass auch der offizielle US-Arbeitsmarktbericht vom Freitag die Erwartungen verfehlen könnte. Heute drückt der im Juni gesunkene Einkaufsmanagerindex für China zusätzlich auf die Stimmung. Konjunkturdaten bleiben weiterhin im Fokus der Anleger. Am Nachmittag könnten der ISM Index und Daten zum US-Immobilienmarkt neue Impulse liefern.
Das Blue-Chips-Barometer SMI verliert bis um 09.30 Uhr um 1,34% auf 6'045,94 Punkte und rückt damit nahe an den Jahrestiefststand von 6'029 Punkten von Ende Mai und an die 6'000 Punktemarke. Zuletzt schloss der SMI im August des vergangenen Jahres unter 6'000 Einheiten. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) sinkt heute um 1,54% auf 917,91 Punkte und der breite Swiss Performance Index (SPI) um 1,29% auf 5'338,18 Zähler.
Die Luxusgüteraktien von Swatch (-2,2%) und Richemont (2,7%) gehören am Donnerstag zu den grössten Verlierern. Für die Uhrenindustrie ist China der wichtigste Wachstumsmarkt. Die Sorgen um die Entwicklung der chinesischen Wirtschaft gehen an Swatch und Richemont nicht spurlos vorbei.
Auch andere Zykliker verlieren überdurchschnittlich an Wert. So büssen Holcim 2,4%, Logitech 2,1% oder Clariant 1,9% ein.
Die Aktien von ABB (-1,0%) geben nicht ganz so stark nach. Der Industriekonzern zieht sich aus dem Bieterwettstreit um die britische Chloride zurück. ABB habe das Angebot des Mitbieters Emerson geprüft und sich entschieden, nicht mitzuziehen. Der sicherlich nicht einfache Entscheid des ABB-Managements verdiene respekt, so ein Händler. An den Vortagen hatten Befürchtungen über einen kostspieligen Übernahmekampf auf den Kurs gedrückt.
Der Finanzsektor leidet derweil weiter unter den Schuldenproblemen in der Eurozone. Nach Standard&Poor's und Fitch erwägt nun auch die dritte grosse Ratingagentur Moody's das Kreditrating für Spanien zu senken. Ausserdem sammelt die Europäische Zentralbank am heutigen Tag einen dreistelligen Milliardenbetrag bei Europas Banken ein, die sie im Zuge der Finanzkrise zur Verfügung gestellt hatte.
Zum Berichtszeitpunkt verlieren Julius Bär 2,5%, UBS 1,8% und Credit Suisse 1,3%. Die Versicherer Baloise (-1,7%), Swiss Re (-1,8%) oder ZFS (-1,4%) leiden ebenfalls unter der Marktschwäche.
Dem Negativtrend können sich auch die Index-Schwergewichte Nestlé (-1,1%), Roche (-0,7%) und Novartis (-1,2%) nicht entziehen. Novartis hat mit dem Produktkandidaten Afinitor in einer Phase-III-Studie gute Ergebnisse. Roche will derweil bei der Entwicklung einer DNA-Sequenziertechnologie mit IBM kooperieren. Die Nachrichten zeigen am Markt wenig Wirkung.
Im breiten Markt gab Valora (Aktie: -1,3%) die Übernahme des deutschen Tabakwarenhändlers tabacon Franchise bekannt. Ausserdem kaufen die BKW (kein Kurs) und die Groupe E BKW-Anteile BKW-Anteile zurück von der deutschen E.ON.
Meyer Burger (Aktie: -2,8%) teilte mit, dass der Auftragsbestand um 22 Mio EUR bereinigt wurde, sich insgesamt derzeit auf über 700 Mio CHF belaufe. Eine solche Meldung sei zwar ärgerlich, Analysten wiegeln jedoch die Bedeutung des Auftragverlustes ab.
Galenica verlieren lediglich 0,2%. Goldman Sachs hat - wie bereits andere Institute - den positiven Newsflow anlässlich des Investorentags von Anfang Woche erwähnt und das Kursziel angehoben. Die Verkaufsempfehlung wurde aber beibehalten.
mk/ra

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