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AKTIEN SCHWEIZ/Eröffnung: Verhalten - Erholung setzt sich vorerst nicht fort

Zürich (awp) - Die Schweizer Börse ist am Mittwoch kaum verändert in den Handel gestartet. Damit habe der Aktienmarkt nicht an die Erholung des Vortages anknüpfen können, heisst es im Handel. Die Vorgaben aus dem Ausland gelten als gemischt. Zwar schloss der US-Leitindex Dow Jones am Vortag fest, der Future zeigte sich zuletzt allerdings etwas leichter. Die asiatischen Börsen notierten mehrheitlich freundlich.
Die Eurokrise dürfte die Märkte weiter beschäftigen. Im Streit um neue Milliardenhilfen für Griechenland nähern sich die Euro-Länder langsam einem Kompromiss an. Das berichteten Teilnehmer am späten Dienstagabend nach einem Krisentreffen der Euro-Finanzminister in Brüssel. Die Gespräche sollen kommende Woche fortgesetzt werden.
Bis um 9.30 Uhr gewinnt der Schweizer Leitindex SMI 0,01% auf 6'256,54 Punkte. Der 30 Titel umfassende Swiss Leader Index (SLI) sinkt um 0,09% auf 971,11 und der breite Swiss Performance Index (SPI) um 0,04% auf 5'746,22 Punkte.
Die Banken zählen dabei zu den grössten Verlierern. Das Herzstück der Bundesratsvorlage zum Umgang mit den Risiken von systemrelevanten Instituten hat eine erste Hürde genommen: Der Ständerat ist dem Bundesrat gefolgt und will von den Grossbanken höhere Eigenmittelquoten verlangen. Die Detailberatung wird allerdings fortgesetzt.
Zuletzt hatte die Frage für Aufsehen gesorgt, ob die Banken de facto deutlich mehr Eigenkapital halten müssen als im Gesetz geplant. "Es ist und war nie unsere Meinung, dass die Kapitalanforderungen über 19% zu liegen kommen", versicherte nun Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf. UBS geben um 1,2% nach und CS verlieren 0,4%.
Bei den Assekuranzen sinken ZFS um 0,6%. Der Erstversicherer überträgt in Grossbritannien nicht zum Kerngeschäft gehörende Aktivitäten an den Rückversicherer Swiss Re (-0,7%) und setzt damit Kapital frei. Die Analysten der ZKB schreiben, die Transaktion sei für beide Gesellschaften strategiekonform.
Synthes (-0,1%) stehen wegen eines Presseberichts über mögliche Insider-Geschäfte im Blick der Anleger. Bevor die Übernahmepläne des US-Konzerns Johnson & Johnson im April bekannt geworden seien, habe es eine auffällige Bewegung der Aktie gegeben, schreibt das Wall Street Journal (WSJ) in der Online-Ausgabe. Management-Transaktionen wurden der Börse zuletzt allerdings nicht gemeldet.
Roche (-0,4%) haben von der Deutschen Bank ein höheres Kursziel erhalten, das "Hold" wird bestätigt. Der Konzern biete eine solide Gewinnplattform, doch sei es noch zu früh, um ein substanzielles Aufwärtspotenzial von der mit höheren Risiken behafteten Pipeline zu sehen, so die Experten. Novartis (+0,8%) und Nestlé (unv.) als weitere Index-Schwergewichte halten sich besser.
Transocean rücken um 0,8% vor. Am Vortag hatten die Titel hierzulande unterdurchschnittlich zugelegt, waren dann aber an der US-Börse mit +2,9% sehr gefragt gewesen. Auch Weatherford (+0,5%) können zulegen. Bei ABB (+0,7%) haben die Cheuvreux-Analysten die Gewinnschätzungen für 2011 und 2012 angehoben.
Im breiten Markt geraten Charles Vögele (-8,1%) nach einer Umsatzwarnung unter die Räder. Die Währungssituation habe den Umsatz in den ersten fünf Monaten des Geschäftsjahres 2011 stark beeinträchtigt, erklärte der Modekonzern. Analysten werten die Nachricht als "belastend".
Dagegen springen Carlo Gavazzi um 8,8% nach überraschend veröffentlichten Zahlen zum Geschäftsjahr 2010/11 (per Ende März). Die Elektronikgruppe hat Umsatz und Gewinn deutlich steigern können.
Flughafen Zürich gewinnen 1,6% nach jüngsten Daten zum Passagieraufkommen. Kuoni (+0,5%) wird die mit der laufenden Restrukturierung angestrebten Kostensenkungen von 40 Mio CHF bis ins Jahr 2012 erreichen. Davon gibt sich Finanzchef Peter Meier in einem Interview mit der "Finanz und Wirtschaft" überzeugt.
Rieter (-2,1%) werden nach einer Analysten-Studie verkauft. Die Credit Suisse hat die Abdeckung mit dem Kursziel von 210 CHF und dem Anlagerating "Underperform" wieder aufgenommen.
cc/ps

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