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Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt hat die neue Woche mit etwas tieferen Kursen in Angriff genommen. Allerdings hat sich der Markt schnell beruhigt, so dass die Verluste nach einer halben Handelsstunde nur noch gering sind. Händler führen als Gründe für die anfänglichen Abgaben vor allem schwache Vorgaben aus den USA und Asien ins Feld. Begründet wurden die dortigen Verluste mit anhaltenden Sorgen um die Schuldenkrise in Europa, aber auch um das Wachstum der Weltwirtschaft und dabei vor allem um die Dynamik der Chinesen.
Im Fokus steht laut Marktteilnehmern das Treffen der Euro-Finanzminister in Brüssel, die über Hilfen für die angeschlagenen Euro-Länder Portugal und Griechenland beraten wollen. Zudem sorge die Festnahme des IWF-Chefs Dominique Strauss-Kahn in den USA vorerst für weitere Unsicherheitselemente, wenn auch der Effekt eher kurzfristiger Natur sein dürfte, hiess es im Handel.
Der wichtigste Schweizer Aktienindex SMI steht um 09.30 Uhr nur noch 0,11% tiefer bei 6'555,91 Punkten (Tagestief 6'539). Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) büsst derweil 0,19% auf 1'026,01 Zähler ein, der breite Swiss Performance Index (SPI) 0,11% auf 6'038,78.
Auch diese Woche profitiert der Schweizer Aktienmarkt von seiner defensiven Ausrichtung mit grossen Pharma- und Nahrungsmittelwerten. In Verbindung mit der saisonal schwächeren Börsenphase im Mai und Juni komme es zu weiteren Umschichtungen in Richtung defensive Werte, sagte ein Händler. Die in den letzten Monaten von den Investoren verschmähten Pharmatitel seien auch nach den jüngsten Avancen attraktiv bewertet, sagte ein anderer Händler.
Roche sind entsprechend mit einem Plus von 0,6% Spitzenwert im SMI-Feld. Novartis legen immerhin 0,3% zu. Der Konzern hat am Wochenende neue (positive) Studiendaten zur Kombination der Medikamente Onbrez und Tiotropium bei chronischer Lungenerkrankung COPD veröffentlicht. Novartis und Roche hatten bereits in der Vorwoche mit einem Plus von 2,8% bzw. 2,7% zu den besten SMI-Werten gehört. Stark performen zu Wochenbeginn auch weiter Nestle (+0,3%, letzte Woche +1,1%).
Noch grösser sind die Gewinne zu Handelsbeginn bei Weatherford (+1,6%), wobei hier allerdings keine fundamentalen News zur Erklärung der Kursbewegung vorhanden sind.
Schwächer tendieren dagegen die Finanzwerte, die bereits letzte Woche aufgrund der neuen Unsicherheiten deutlich an Terrain eingebüsst hatten. So stehen UBS (-1,4% und CS (-1,1%) am Schluss der Blue-Chips-Tabelle, wobei hier auch die erneute Diskussion um die Eigenmittel-Ausstattung in Zukunft ebenfalls eine Rolle spielen dürften, wie es heisst. Auch die Versicherer Swiss Life (-0,8%) und Swiss Re (-0,7%) neigen klar zur Schwäche.
Wegen der wieder gestiegenen Konjunktursorgen sind auch zyklische Werte unter den grössten Verlierern zu finden. so büssen etwa Adecco 0,8% ein, ABB 0,7%, Clariant 0,6% oder Holcim 0,4%. Die Aktien des Ölbohrkonzerns Transocean (-0,7%) sind ebenfalls unter Druck. Hier hat die Generalversammlung vom Freitag der Konzernspitze aufgrund der letztjährigen Ölkatastrophe die Decharge verweigert. Die Aktionäre haben allerdings eine steuerfreie Dividende von rund 1 Mrd USD genehmigt.
Im breiten Markt stehen die Aktien des Medtech-Unternehmens Oridion nach Q1-Zahlen unverändert da. Zu den besten Werten gehören die Aktien der Beteiligungsgesellschaft SPG (+3,2%). Sie sollen in einen nachhaltigen Aktienfonds überführt werden.
Ein Minus von 2,6% gibt es beim Verpackungsglas-Herstellers Vetropack. Konzernchef Cornaz hat die Umsatz- und EBIT-Prognosen für das laufende Jahr in einem Interview in der welschen Presse etwas zurückgenommen, allerdings werden die Papiere am Berichtstag ex-Dividende gehandelt. Autoneum büssen am zweiten Handelstag an der SIX 0,4% an Wert ein.
uh/ps

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