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Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt schloss am Montag auf breiter Front deutlich fester. Nach einer bereits höheren Eröffnungen infolge guter Vorgaben aus den USA und Asien haben erst Bankabschlüsse und danach gute US-Konjunkturdaten die Anleger zu Käufen animiert. So lieferten die französische Bank BNP Paribas und die britische HSBC über Erwarten gute Zahlen ab. In den USA fielen am Nachmittag zudem der ISM-Einkaufsmanagerindex und die Bauausgaben besser als prognostiziert aus. Schliesslich sprach auch Fed-Chef Ben Bernanke von einer Fortsetzung der moderaten Konjunkturerholung in den USA.
Damit begann die Schweizer Börse den August mit einem Kursfeuerwerk. Dies, nachdem der Juli für den SMI mit einem Aufschlag von über 7% der beste Monat seit einem Jahr und seit März 2010 der erste Monat mit einer positiven Performance war. Händler machten dafür den bisher guten Verlauf der Berichtssaison und Konjunkturhoffnungen verantwortlich. In den kommenden ein bis zwei Wochen ist laut Charttechnikern mit etwas höheren Kursen und maximal mit einem Test bei 6'400 Punkten aber auch mit Auf- und Abwärtsbewegungen zu rechnen.
Das Blue-Chips-Barometer SMI schloss um 1,95% höher auf 6'321,64 (Tageshöchst: 6'338,52) Punkte. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) gewann um 2,33% auf 977,51 Zähler und der breite Swiss Performance Index (SPI) um 1,90% auf 5'593,96 Stellen. Auch die wichtigsten europäischen Handelsplätze schlossen deutlich fester.
Die prozentual grössten Kursgewinne im SMI-/SLI-Tableau erzielten die volatilen Transocean (+5,4%). Im Golf von Mexiko könnte es schon bald zu einer Versiegelung des Öllecks kommen, was die Titel die Aufwärtskorrektur fortsetzen liess.
Stark gesucht waren im Zuge der guten US-Makrodaten auch Adecco (+4,7%). Weitere zyklische Werte wie Syngenta (+3,4%) oder Logitech (+3,2%) standen ebenfalls überdurchschnittlich in der Gunst der Anleger. Geberit (+2,7%) und ABB (+2,7%) legten deutlich zu.
Auch die etwas weniger konjunktursensitiven Lonza (+3,9%) avancierten deutlich, ebenso Medtech-Valoren wie Nobel Biocare (+3,1% auf 18,09 CHF) und Sonova (+2,5% auf 129,50 CHF). Nobel Biocare und Sonova hätten zudem davon profitiert, dass die Abdeckung der Titel von Merrill Lynch im Rahmen einer Branchenstudie wieder mit "Neutral" und einem Kursziel von 19,20 CHF bzw. "Neutral" und 140 CHF aufgenommen wurde, so Marktbeobachter. Synthes (+2,2% auf 122,40 CHF) wurden von Merrill Lynch hingegen mit "Underperform" eingestuft; von der UBS werden die Aktien mit "Kaufen" (Kursziel: 140 CHF) bewertet.
Einige Finanztitel tendierten am Montag ebenfalls sehr fest, allenvoran Credit Suisse (+3,8%). Diese Grossbankvaloren blieben nach der sehr guten Performance der Vorwoche weiterhin gefragt und seien auch von Umschichtungen aus UBS (+1,7%) nach deren markanten Kursgewinnen an den Vortagen begünstigt worden. Julius Bär (+3,0%) verteuerten sich ebenfalls kräftig.
Im Assekuranzsektor fielen Bâloise (+2,4%) und Swiss Life (+2,2%) durch grössere Gewinne auf. Ähnlich legten ZFS (+2,1%) zu; Swiss Re (+1,6%) avancierten etwas weniger. ZFS und Swiss Re publizieren kommenden Donnerstag ihre Halbjahreszahlen.
Unter den Index-Schwergewichten verteuerten sich Novartis um deutliche 2,5%. Es sei ein grösserer Verkaufsauftrag abgeschlossen worden. Nun hätten die Titel von einer technischen Gegenbewegung profitiert, hiess es im Handel. Zudem seien auch einzelne Umschichtungen in diese Valoren auszumachen gewesen. Bei der Übernahme des Augenheilmittelkonzerns Alcon hält der Widerstand gegen Novartis weiterhin an. Ein Bericht der auf Corporate-Governance-Themen spezialisierten RiskMetrics empfiehlt den Alcon-Minderheitsaktionären, an der kommenden ausserordentlichen Generalversammlung gegen die Zuwahl von fünf Novartis-Vertretern in den Verwaltungsrat von Alcon zu stimmen.
Die weiteren Indexschwergewichte Roche (+1,1%) und Nestlé (+0,8%) bildeten trotz respektabler Kursgewinne im SMI/SLI die Schlusslichter.
Im breiten Markt gab ADB (+9,8%) bekannt, dass das Unternehmen gut 19% Erwerbs- und 8,2% Veräusserungspositionen hält. Pargesa (+2,7%) wies für das Halbjahr eine deutliche Gewinnsteigerung aus.
Gegen Panalpina (+1,4%) stellten die US-Behörden offenbar ein Zivilverfahren ein. Im Rahmen eines Vergleichs bezahle das Transportunternehmen den Behörden nun 375'000 USD. Am Mittwoch wird Panalpina über den Geschäftsverlauf im ersten Halbjahr berichten.
Auf der Gegenseite gaben u.a. OTI Energy (-15,4%), GNR (-9,3%) oder Ci Com (-7,7%) am deutlichsten nach.
rt/ch

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