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Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt ist am Donnerstag mit deutlichen Abschlägen aus dem Handel gegangen. Nach einem zunächst weitgehend richtungslosen Verlauf geriet die Börse am Nachmittag unter Druck. Grund waren schwache US-Konjunkturdaten und enttäuschende Zahlen vom US-Arbeitsmarkt. Zuvor hätten einzelne Versuche dominiert, den Markt mit Gerüchten zu bewegen, hiess es. Dazu zählten Sorgen um die Kreditwürdigkeit Frankreichs.
Die schwachen Makrodaten am Nachmittag bescherten auch den New Yorker Aktienindizes Verluste. Auf die Stimmung an der Wall Street drückte nach Einschätzung von Börsianern, dass der Philly Fed Index, der das Geschäftsklima in der Region Philadelphia misst, im August überraschend und zudem deutlich gesunken war. Für zusätzliche Bauchschmerzen hatte die erneut gestiegene Zahl der wöchentliche Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gesorgt.
Das Blue-Chips-Barometer SMI verlor bis Börsenschluss 1,28% auf 6'281,35 Punkte. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) gab um 1,53% auf 958,29 Stellen nach und der breite Swiss Performance Index (SPI) um 1,16% auf 5'554,58 Zähler.
Bei den Blue Chips schlossen Holcim (-6,3%) nach enttäuschenden Zahlen am Tabellenende im tiefroten Bereich. Das Semesterergebnis des Baustoffkonzerns hat die Erwartungen der Analysten bezüglich Profitabilität verfehlt. Wenig Begeisterung löst auch der weiterhin vage und vorsichtige Ausblick auf die zweite Jahreshälfte aus.
Adecco standen an zweitletzter Stelle und büssten 3,3% ein. Goldman Sachs hat die Titel des Personaldienstleisters auf die Verkaufsliste genommen. Die Aussichten für 2011 dürften angesichts des schwächeren wirtschaftlichen Wachstums unter Druck stehen, hiess es. Die Bank Sarasin senkte ihr Rating für Adecco auf "Neutral" von "Buy".
Schwach zeigten sich daneben noch Petroplus (-2,7%), Syngenta (-2,4%) und Transocean (-2,4%). Für den Ölbohrkonzern senkte Moody's das Kreditrating, mit negativem Ausblick. Aber auch die grosskapitalisierten Roche (-1,5%), Novartis (-1,4%) und Nestlé (-0,4%) gaben zum Teil deutlich nach.
Swatch (-1,1%) und Richemont (-1,0%) hatten zeitweise von besser als erwartet ausgefallenen Uhrenexportzahlen Juli profitiert. Das Wachstum der Schweizer Uhrenexporte habe sich nach dem starken Anstieg im Juni zwar normalisiert, liege aber immer noch über den Erwartungen, so ein Analyst.
Logitech sanken um 0,3%. Die Credit Suisse setzte die Aktien auf die "Swiss Top Pick List" und verwies auf potenzielles Aufwärtspotenzial im Zusammenhang mit den für Google TV vorgesehenen Produkten.
UBS (-0,1%) profitierten einem Marktbeobachter zufolge von Umschichtungen innerhalb des europäischen Bankensektors, während Julius Bär (-0,4%) und vor allem Credit Suisse (-1,9%) verloren.
Gewinner unter den Bluechips waren Swiss Life (+0,4%). Der Versicherungskonzern hatte am Mittwoch die Anleger mit einem guten Halbjahresausweis überzeugt, was die Aktie am Vortag beinahe 8% ansteigen liess. Am Berichtstag gab es nochmals positives Feedback von Analysten. Actelion tendierten ohne News unverändert.
Nobel Biocare (+0,3%) hielten sich überdurchschnittlich. Der Markt ziehe leicht positive Rückschlüsse von den Aussagen des Erzrivalen Straumann aus dem breiten Markt, hiess es. Die Aufschläge seien aber vorwiegend auf Deckungskäufe zurückzuführen. Die Straumann-Valoren gewannen 3,5%, nach Zahlen im Rahmen der Erwartungen.
Kuoni (+5,7%) und Schweiter (+6,6%) legten nach Halbjahreszahlen stark zu. Mit der BCV (+0,4%), der SGKB (-2,1%), Basilea (-2,4%), VZ Holding (-0,4%) oder Comet (+1,6%) machten weitere Firmen aus der zweiten Reihe Angaben zum jüngsten Geschäftsverlauf.
Der weltgrösste Schokoladeproduzent Barry Callebaut (Aktie +0,2%) sieht sich unterdessen auf Kurs. Rund zwei Wochen vor dem Abschluss des Geschäftsjahres 2009/10 sagte Finanzchef Victor Balli im Interview mit AWP, das Unternehmen sei auf gutem Weg und erwarte keine negativen Überraschungen.
cc/ra

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