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Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt hat am Mittwoch an die Verluste des Vortages angeknüpft und klar nachgegeben. Erneut trübten US-Konjunktursorgen die Stimmung der Anleger. Die Befürchtung, die Wirtschaft könnte wiederholt in eine Rezession abdriften, sei allgegenwärtig, hiess es im Handel. Zudem habe die am Vorabend bekannt gewordene Abstufung Irlands durch die Ratingagentur Standard & Poor's die Stimmung belastet.
Am Nachmittag wurden die Sorgen um den Zustand der Wirtschaft durch die Publikation neuer US-Konjunkturdaten weiter verstärkt. Mit den enttäuschenden Zahlen zum Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter, zu den Neubauverkäufe oder zu den Häuserpreisen hätten sich die Hinweise auf einen "Double Dip" verstärkt, begründeten Händler die zeitweise heftigen Kurseinbrüche an den Aktienmärkten. Gegen Handelsende hin erholte sich der hiesige Markt allerdings im Einklang mit der Wall Street etwas von den Tiefstständen.
Bei Börsenschluss sank das Blue-Chips-Barometer SMI um 0,74% auf den Stand von 6'098,59 Punkten. Das Tageshoch lag bei 6'152 Punkten und der Tiefstand bei 6'047 Punkten. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) verlor 1,18% auf 924,75 Zähler und der breite Swiss Performance Index (SPI) 0,79% auf 5'392,58 Punkte.
Angesichts der anhaltenden Konjunktursorgen standen zyklische Titel am Berichtstag erneut besonders stark unter Verkaufsdruck. Am Tabellenende schlossen Clariant (-3,8%), Syngenta (-3,4%), Petroplus (-3,2%), Richemont (-3,1%) oder Adecco (-2,3%). Bei Petroplus seien die Konjunkturängste vor dem Hintergrund der gedrückten Margen und schwachen Bilanz zeitweise erneut besonders stark ins Gewicht gefallen, erklärten Beobachter.
Sehr schwach schlossen auch Synthes (-3,4%). Die Aktien des Orthopädie-Konzerns gehörten bereits am Vortag zu den grossen Verlierern, dies nachdem der US-Medizinaltechnikkonzern Medtronic mit Quartalszahlen enttäuscht hatte.
Grössere Abgaben waren auch im Finanzsektor zu sehen, nachdem sich bereits die Kurse asiatischer Banken schlecht entwickelt hatten. Dabei verloren CS (-1,8%) und Julius Bär (-1,8%) noch etwas mehr als UBS (-1,5%). Von den Versicherern verbilligten sich Swiss Life (-1,2%) am stärksten. Bâloise (-0,9%) wurden im Vorfeld des Halbjahresberichts von morgen Donnerstag zurückgenommen.
Bei den Index-Schwergewichten büssten Roche 0,8% ein. Die positive Empfehlung der britischen Gesundheitsbehörde für die Roche-Medikamente MabThera und RoActemra hatte an der Börse kaum Wirkung gezeigt. Novartis (+0,9%) schlossen dagegen an der SMI/SLI-Tabellenspitze. Dies, obwohl das britische Gesundheitsinstitut NICE das Krebsmittel "Gleevec" des Pharmakonzerns bei einer Folgebehandlung von Magen-Darm-Krebs nicht empfiehlt.
Nestlé (-0,1%) tendierten ebenfalls klar über dem Marktdurchschnitt. Nestlé-Verwaltungsratspräsident Peter Brabeck hielt sich in einem Zeitungsinterview zum weiteren Vorgehen betreffend des L'Oréal-Anteils weiterhin bedeckt. L'Oréal wird heute nachbörslich die Halbjahreszahlen publizieren.
Neben Novartis schlossen nur noch Givaudan (+0,8%) und Swisscom (+0,1%) im Plus. Die Avancen bei Givaudan begründeten Händler mit Gerüchten, wonach die Grossaktionärin Nestlé ihre Beteiligung ausbauen wolle.
Im breiten Markt avancierten Ascom um 2,6%. Der Technologiekonzern hat mit seinem Halbjahresergebnis die Erwartungen der Analysten vor allem mit dem Gewinn übertroffen und zudem die Guidance erhöht. Erstmals seit vier Jahren soll es auch wieder eine Dividende geben. Auch Pax-Analge (+2,9%) profitierten von Zahlen.
Verluste nach Ergebnisse gab es dagegen Mobimo (-0,7%) und CFT (-3,9%). Von Roll (-2,6%) und Kuselski (-6,1%) weiteten ihre teils kräftigen Verluste nach den Zahlen vom Dienstag aus.
ch/ps

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