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Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt schloss am Freitag fest, nachdem die Kurse ab Dienstag ins Rutschen geraten waren. Gute Konjunkturdaten aus den USA und in der Folge höher tendierende Kurse an den US-Börsen haben den hiesigen Markt im Verlauf des Nachmittags in die Pluszone drehen und weiter avancieren lassen. Zuvor habe über weite Strecken vor allem die Angst vor einer verstärkten Abschwächung der Konjunktur in den USA und in Europa auf die Stimmung gedrückt, sagten Marktbeobachter.
Aus Übersee habe Wall Street die Avancen ausgelöst, wo der Dow-Jones-Index während des europäischen Handels nach einer zuletzt verhaltenen Entwicklung auf ein neues Viermonatshoch gestiegen war. Zudem sahen Beobachter gute Unternehmenszahlen und die von Brasiliens Öl-Multi Petrobras geplante, bisher weltweit grösste Kapitalerhöhung als Treibstoff für die Kurse. An der hiesigen Börse waren entsprechend in erster Linie konjunktursensitive Valoren gesucht. Auch Finanzwerte erfreuten sich einer regen Nachfrage.
Das Leitindex SMI schloss um 0,91% höher auf 6'360,77 Punkten. Innerhalb Wochenfrist verlor der SMI jedoch 0,4%. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) stieg um 0,98% auf 976,18 Punkte und der breite Swiss Performance Index (SPI) um 0,88% auf 5'633,12 Zähler.
Die prozentual grössten Avancen verzeichneten entsprechend der wieder optimistischeren Konjunktureinschätzung zyklische Valoren. So legten Richemont (+3,8%), Swatch (+2,8%), Clariant (+2,5%), ABB (+1,7%), Holcim (+1,3%), Geberit (+1,3%) oder Logitech (+1,2%) deutlich zu.
Auch Kühne+Nagel (+2,4%) standen weit oben auf der Gewinnerliste. Der Logistik-Dienstleister hatte an einem Investorentag hohe Zielsetzungen bis 2014 präsentiert und über eine gut gefüllte Kasse für Akquisitonen berichtet.
Unter den Finanzvaloren fielen Bâloise (+2,8%) auf. Die Aktien des Versicherers hätten von einer Kaufempfehlung durch Goldman Sachs im Rahmen einer Branchenstudie profitiert, so Marktbeobachter. Zudem kursieren seit Mittwoch Gerüchte um ein Übernahmeinteresse der deutschen Allianz, nachdem sich diese von zwei Schweizer Töchtern getrennt hatte.
Unter den weiteren Finanziteln avancierten Julius Bär (+1,6%), UBS (+1,6%), Swiss Re (+1,5%) und CS (+1,2%) kräftig.
Unter den Indexschwergewichten zogen Novartis (+1,9%) den Markt nach oben. Marktbeobachter verwiesen dabei auf den Rückschlag beim deutschen Mitbewerber Merck im Rennen um die erste Multiple-Sklerose-Behandlung in Europa in Tablettenform. Das sei zwar eine Enttäuschung für Merck, aber eine gute Nachricht für Novartis, hiess es am Markt. Zudem hat der vorberatende Ausschuss der EU-Gesundheitsbehörde u.a. für das Krebsmedikament Tasigna eine Zulassungserweiterung empfohlen.
Nestlé (+0,7%) profitierten von Spekulationen um eine kurzfristig auf kommenden Montag anberaumte Pressekonferenz, an der mit Peter Brabeck-Letmathe und Paul Bulcke auch die Konzernspitze teilnehmen wird.
Weiter gingen dagegen die (Verleider)-Verkäufe bei Roche (-1,2%). Immer mehr Investoren scheinen von Roche in Novartis umzuschichten, hiess es dazu. Der "Bon" konnte damit nicht von der Empfehlung des vorberatenden Ausschusses der EU-Gesundheitshehörde für eine Indikationserweiterung für das Krebsmedikament MabThera profitieren. Allerdings hat der Ausschuss mit der Detail-Analyse der Daten zu Avastin bei Brustkrebs begonnen, da Resultate zweier Studien unterschiedliche Daten liefern würden. In den USA hat die Gesundheitsbehörde kürzlich die Prüffrist für eine Zusatzindikation verlängert.
Die prozentual grössten Verluste erlitten SGS (-2,5%). Dabei wurde im Handel auf weitere Gewinnmitnahmen verwiesen. Petroplus (-2,0%) verloren ebenfalls deutlich.
Im breiten Markt zeigten sich AFG (+5,3%) sehr fest. Zurückgeführt wurde dies auf positive Aussagen des Firmenchefs Edgar Oehler. "Wir sind besser unterwegs als erwartet", meinte er in einem Interview mit dem Wirtschaftsmagazin Bilanz.
Grössere Gewinne gab es ansonsten noch für Edisun (+11,9%), Schaffner (+3,8%) oder Bucher (+3,0%). Schwach präsentierten sich u.a. Myriad (-2,7%), Orascom (-2,2%) oder ADB (-2,2%).
rt/cf

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