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Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt hat am Dienstag nach einem in engen Grenzen etwas wechselhaften Verlauf gehalten geschlossen. Allerdings hielten sich im SMI/SLI-Tableau die Kursgewinner und die -verlierer in Etwa die Waage. Im späteren Verlauf nachgebende europäische Handelsplätze und eine in der Eröffnungsphase knapp gehaltene Wall Street lieferten leicht negative Impulse. Unter den Index-Schwergewichten drückten Nestlé auf den Index, während Novartis, Roche und Richemont für einen Ausgleicht sorgten. Insgesamt habe sich der Markt in einer Warteposition befunden, was sich auch in einer sinkenden Volatilität ausgedrückt habe, sagten Marktbeobachter. So gab beispielsweise das Volatilitätsbarometer VSMI um gut 7% nach.
Der Blick der Anleger war weiter auf die Krisen in Japan und in Libyen gerichtet. Zudem hätten auch Berichte aus Jemen auf die Stimmung gedrückt, wo sich die dortige politische Situation zuspitzte. Entwicklungen in die eine oder andere Richtung in Japan, Libyen oder weiteren Ländern Nordafrikas bzw. des Nahen Ostens könnten jederzeit für Bewegungen an den Märkten sorgen, hiess es weiter.
Der SMI schloss um 0,05% höher auf 6'227,03 Punkten. Der 30 Titel umfassende Swiss Leader Index (SLI) stieg um 0,15% auf 994,94 und der breite Gesamtmarkt (SPI) um 0,06% auf 5'663,18 Punkte.
Als letztes SLI-Mitglied hatte heute der Versicherer Bâloise Jahreszahlen vorgelegt und dabei die Vorgaben der Analysten nicht in allen Belangen erreicht. Nach einem freundlichen Start haben die Papiere mit minus 1,2% geschlossen. Die unveränderte Dividende habe enttäuscht, sagten Händler.
Die prozentual grössten Avancen im SMI/SLI verzeichneten die Luxusgüter-Titel Richemont (+3,3%) und Swatch (+2,2%). Damit konnten die Uhrenhersteller von den auch im Februar weiter gestiegenen Uhrenexporten profitieren. Diese hatten mit einem Anstieg um nominal 17,8% auf 1'401 Mio CHF das beste Februar-Resultat der Geschichte erreicht.
Weitere, grössere Gewinner waren Nobel Biocare (+2,8%), nachdem das Unternehmen neue Produkte und Weiterentwicklungen auf die Branchenmesse Internationale Dental-Schau angekündigt hatte. Zudem hatten mehrere Banken ihre Kaufempfehlungen in den Titeln des Dentalimplantat-Herstellers bestätigt.
Nachdem der Euro-Rettungsfond am Vorabend auf eine neue Grundlage gestellt wurde, waren teils auch Bankaktien nachgefragt. Demnach soll finanziell schwachen Mitgliedstaaten Kapital in der Höhe von 700 Mrd EUR zur Verfügung gestellt werden. In der Folge stiegen Credit Suisse um 0,7%, UBS verloren hingegen 0,7%.
Unter den Versicherern legten ZFS (+0,6% auf 255,00 CHF) zu. Die Titel hätten von einer Heraufstufung auf "Buy" mit unveränderten Kursziel von 293 CHF durch die Société Générale profitiert, so Marktbeobachter. Die Bank argumentiert, dass die drei grossen diesjährigen Naturkatastrophenschäden von den Anlegern überschätzt würden und die jüngste Korrektur übertrieben gewesen sei. Swiss Re (-0,6%) gaben hingegen nach.
Entscheidend für die Performance der Schweizer Börse ist jeweils das Abschneiden der schweren Nestlé-Aktie, die 1,1% tiefer auf 50,45 CHF schloss. Das Research von JPMorgan hatte für das Paper des Nahrungsmittel-Herstellers das Rating auf "Neutral" von bisher "Overweight" heruntergesetzt. Gleichzeitig führten die Experten ein Kursziel von 56,60 CHF mit einem Aufwärtspotential von 14% ein, nachdem bis anhin keines gesetzt worden war.
Unter den weiteren Schwergewichten wurde Novartis (+0,8%) von der Citigroup in ihre "Most Preferred"-Liste für die nächsten drei Monate aufgenommen. Der Investment-Case für Novartis sei weiterhin intakt. Der Pharmakonzern hatte ferner am Morgen den Kauf eines 85%-Anteils am chinesischen Impfstoffhersteller Zhejiang Tianyuan mitgeteilt. Roche (+1,1%) hätten nach der jüngst enttäuschenden Kursentwicklung etwas Aufholpotenzial, so Marktbeobachter.
Unter den grössten Kursverlierern fanden sich mehrere zyklische Papiere, die zuletzt wieder gesucht waren. So sanken ABB um 1,3%, Logitech um 1,2% oder Adecco um 0,8%. Auch Sonova (-1,0%) konnten den seit der Gewinnwarnung ausgelösten Abwärtsstrudel nicht bremsen.
Im breiten Markt lieferte vor allem Rieter Gesprächsstoff: Der Winterthurer Industriekonzern wird aufgeteilt. Während das Textilmaschinengeschäft unter dem Namen Rieter weitergeführt wird, soll schon Mitte Mai aus der in den 80er Jahren erworbenen Autozulieferer-Sparte das separat kotierte Unternehmen "Autoneum" entstehen. Nach einem anfänglichen Kurssprung schrumpfte das Plus bis Handelsende auf 1,7%.
Aus der zweiten Reihe hatten ferner u.a. Kuoni (-4,0%), Dätwyler (+2,2%), Komax (-5,0%), Von Roll (-3,4%) und MCH (+1,9%) Zahlen vorgelegt.
Gesucht waren weiterhin Aktien, die einen Bezug zu alternativen Energien haben - sei es Sonnen- oder Windenergie. So zogen Edisun Power um 12,1% und Gurit um 3,0% an.
rt/dl

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