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Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt hat am Donnerstag gut behauptet geschlossen und hinkte damit der besseren Entwicklung an den wichtigsten europäischen Aktienmärkten hinterher. Nach einem zunächst freundlichen Handelsauftakt ermässigte sich der Schweizer Leitindex etwas und tendierte bis Handelsende in einer engen Bandbreite um den Schlusskurs des Vortages. Händler sprachen von einem impulsarmen Geschäft.
Während die Mehrheit der Börsen Europas davon profitierte, dass die deutsche Kanzlerin Angela Merkel zu EU-Krediten für das finanziell angeschlagene Griechenland eine moderatere Tonlage angeschlagen hat, bremsten in der Schweiz die Abschläge bei defensiven Werten die Aufwärtsentwicklung des Gesamtmarkts.
Das Bluechips-Barometer SMI schloss um 0,21% höher auf 6'894,17 Punkte an. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) stieg 0,47% auf 1'057,17 Punkte und der breiter gefasste SPI 0,32% auf 6'014,10 Punkte.
Bei den Blue-Chips legten die traditionell volatilen Petroplus (+3,0%) am deutlichsten zu. Kräftig nach oben ging es auch bei den Medtech-Titeln Synthes (+3,0%), Sonova (+2,8%) und Nobel Biocare (+2,8%). Der Branche wird in Marktkreisen ein erhöhtes Erholungspotenzial zugesprochen. Die Papiere hatten sich im Anschluss an die jeweiligen Jahreszahlen in den vergangenen Wochen teilweise stark verbilligt. Kaum Probleme habe die gesamte Medtech-Branche mit der neuen US-Gesetzgebung zum Thema Gesundheit, hiess es weiter.
Zyklische Titel fanden mehrheitlich Käufer. ABB (+1,2% auf 23,19 CHF) erreichten im Handelsverlauf ein neues 52-Wochen-Hoch bei 23,28 CHF. Adecco (+0,7%) zeigen sich ebenfalls stärker als der Gesamtmarkt, nachdem die Deutsche Bank das Kursziel auf 75 von 70 CHF erhöht und die Kaufempfehlung bestätigte. Eine signifikante Erholung in den leichten Industriemärkten dürfte sich das Gewinnwachstum von Adecco beschleunigen, so die Begründung der Bank.
Die defensiven und schwer gewichteten Pharmatitel belasteten dagegen den Börsenplatz. Novartis (-0,3%) muss der britischen Gesundheitsbehörde NICE weitere Daten zum Krebsmedikament Glivec nachreichen. Roche (-0,5%) erhielt in Kanada eine erweiterte Zulassung für Avastin zur Behandlung von Hirntumoren. Die Meldung sei zwar grundsätzlich positiv, habe aber kaum einen Einfluss auf den Genussschein, hiess es. Die Titel des dritten Indexschwergewichts Nestlé (+0,5%) stützen dagegen den Markt deutlich.
Uneinheitlich präsentierten sich die Finanztitel. Julius Bär (-0,5%), Swiss Life (-0,3%) und ZFS (-0,2%) standen auf der Verliererseite während UBS (+0,6%) und CS (+0,9%) zulegten. Die Credit Suisse hat am Morgen den Geschäftsbericht veröffentlicht. Demnach sieht sie sich gut aufgestellt, um auch unter den neuen Rahmenbedingungen weiterhin erfolgreich zu arbeiten. Mit dem Geschäftsbericht wurde auch die Vergütung für die 13 Geschäftsleitungsmitglieder bekanntgegeben.
Lonza (-0,1%) standen leicht im Minus. Am Morgen gab das Unternehmen Details zu Sparmassnahmen in der Schweiz bekannt. Die Nachricht wurde in Marktkreisen allerdings als kursneutral gewertet.
Im breiten Markt verloren EGL (-2,8%), nachdem das Unternehmen für das laufende Geschäftsjahr 2009/10 eine Gewinnhalbierung angekündigt hat.
Nach schwachen Jahreszahlen brachen Gottex um 5,1% ein. Für 2010 rechnet die Gesellschaft aber mit Netto-Neugeld und mehr Gewinn, wie VRP und CEO Joachim Gottschalk im Gespräch mit AWP erklärte. Airesis (+3,3%) wurden dagegen vom Jahresergebnis nach oben getrieben. Noch höher schlossen COS (+7,9%) und Jungfraubahn Holding (+5,1%)
ps/ra

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