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Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt hat am Donnerstag gut gehalten geschlossen. Während der gesamten Sitzung hätten Befürchtungen über einen möglichen neuerlichen Konjunkturabschwung - einen "double dip" - auf die Stimmung gedrückt, sagten Marktbeobachter. Nach einer, auch im Zuge einer technischen Reaktion, noch höheren Eröffnung, wurden so die Gewinne sukzessive abgegeben und der Markt drehte mit der Publikation enttäuschender US-Arbeitsmarktdaten kurzzeitig in die Minuszone. Auf tieferem Niveau sei jedoch teils wieder zu Käufen geschritten worden, hiess es weiter.
Unter den Aussagen verschiedener Notenbanken zur Konjunktur und schwachen Wirtschaftsdaten aus China und den USA litten vor allem konjunktursensitive Werte. So verloren auch die zyklischen Geberit trotz solidem Halbjahresabschluss deutlich. Das Sanitärtechnik-Unternehmen hat am Donnerstag als einziger "Blue Chip" Zahlen vorgelegt. Auch Finanzvaloren gehörten zumeist zu den Verlierern. Als Stütze erwiesen sich vor allem Nestlé, die dank deutlicher Avancen den "Blue Chip"-Index SMI in der Pluszone hielten.
Der SMI schloss um 0,22% oder 13,51 Zähler fester auf 6'279,35 Punkten; Nestlé trugen rund 29 Punkte zum Anstieg bei. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) sank hingegen um 0,27% auf 960,29 Zähler. Der breite Swiss Performance Index (SPI) stieg um 0,11% nach auf 5'543,04 Punkte.
Unter den SMI-/SLI-Titel führen so Nestlé (+2,0%) die kurze Gewinnerliste an. Nach der Vorlage guter Halbjahreszahlen am Mittwoch hat eine Reihe von Analysten nun ihre "Buy"- respektive "Overweight"-Ratings für die Valoren des Nahrungsmittelkonzerns bestätigt, weitere haben ihre Einschätzung "Neutral" bekräftigt.
Unter den defensiven Schwergewichten rückten auch Roche (+0,1%) vor; Novartis (-0,6%) verloren hingegen. Weiter schlossen auch die defensiven Swisscom (+0,4%) im Plus.
Swatch (+1,3%) stiessen auf tieferem Kursniveau wieder auf Nachfrage und schlossen nach zeitweiligen Verlusten in der Pluszone. Auch Transocean (+1,2%), Syngenta (+0,6%) oder Clariant (+0,2%) vermochten zuzulegen.
Die grössten Einbussen erlitten zyklische Werte. So verloren Petroplus (-4,4%) markant und erreichten zwischenzeitlich neue historische Tiefstände. Händler führten die Verluste auf Spekulationen zurück, wonach ein oder mehrere Grossaktionäre sich von ihren Papieren trennen würden.
Geberit (-2,8%) wurden nach als "solid" beurteilten Halbjahreszahlen ebenfalls verkauft. Neben Konjunkturbefürchtungen hätte im Zwischenabschluss eine erhoffte, positive Überraschung gefehlt, begründen Marktbeobachter die Abgaben.
Am unteren Ende der Tabelle befinden sich noch Adecco (-2,4%), die ebenfalls Mittwoch Quartalszahlen vorgelegt hatten. Neben der Konkunktursorgen würden teils auch Ratingänderungen belasten. So hat das Aktienresearch von ING seine Anlageempfehlung auf "Hold" von "Buy" gesenkt. Dagegen haben UBS und Société Générale ihr Kursziel leicht erhöht.
Nobel Biocare (-2,3%) verloren erneut. Bereits am Vortag mussten die Titel des Dentalimplantat-Herstellers nach schwachen Semesterzahlen Einbussen um mehr als 10% hinnehmen. In der Folge haben am Donnerstag zahlreiche Analysten ihr Kursziel für die Aktien gesenkt. Auch Synthes (-1,8%) gaben nach.
Weitere, ebenfalls grössere Verlierer waren die Zykliker Logitech (-2,5%), ABB (-1,0%) oder Holcim (-0,9%).
Im Finanzsektor gaben ebenfalls die meisten Valoren nach - so etwa Swiss Life (-2,3%), Swiss Re (-1,8%), CS (-1,1%), Julius Bär (-0,4%) oder Bâloise (-0,1%). Aus Deutschland droht unterdessen neues Ungemach für die CS. Die Staatsanwaltschaft Düsseldorf hat 1'500 CS-Kunden einen Fragebogen zugestellt, in dem die Behörde Auskunft über das Geschäftsgebaren der Grossbank fordert.
UBS (+0,4%) legten hingegen zu, ZFS schlossen unverändert. In ZFS habe eine Heraufstufung auf "Buy" von "Hold" durch Goldman Sachs gestützt, so Händler.
Am breiten Markt gewannen gegen den Trend nach Halbjahreszahlen Gategroup (+3,8%), Bell (+3,0%) und Dufry (+0,6%). Phoenix Mecano (-1,1%) gaben nach, obwohl der Gehäuse- und Komponentenhersteller im Halbjahr starke Umsatz- und Gewinnsteigerungen erreichte, was allerdings bereits bekannt war. Deutliche Abgaben mussen Tecan (-4,1%) nach Semesterzahlen hinnehmen. Am Markt wurden dafür Gewinnmitnahmen verantwortlich gemacht.
Swisslog (+2,5%) profitierten von einer Kaufempfehlung der UBS. Evolva (-7,8%) und Kardex (-7,3%) gehörten zu den grösseren Verlierern.
rt/cc

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