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Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt ist am Freitag mit deutlich höheren Kursen aus dem Handel gegangen, womit sich auch über die gesamte Woche gesehen nach einer zuvor flach verlaufenen Entwicklung ein Plus ergeben hat. Nach einem bereits freundlichen Start und einer kleinen Delle um die Mittagszeit hat der SMI am Freitagnachmittag von verschiedenen Konjunkturzahlen aus den USA noch einmal Auftrieb erhalten. Positiv überrascht hat der Arbeitsmarktbericht mit einer über den Erwartungen ausgefallenen Zahl neuer Beschäftigter.
Die Zahlen vom Arbeitsmarkt aber auch der besser als prognostizierte Einkaufsmanagerindex der Industrie haben laut Händlern die Hoffnung untermauert, dass sich die US-Wirtschaft trotz aller Unsicherheiten um Japan und den Nahen Osten, auf einem robusten Erholungskurs befindet. Trotz des wieder etwas angestiegenen Optimismus sei die Haltung unter den Investoren aber weiterhin von Vorsicht geprägt gewesen.
Der SMI schloss 1,30% höher bei 6'439,91 Punkten. Im Wochenvergleich ergab sich damit ein Plus von 1,4%. Der 30 Titel umfassende Swiss Leader Index (SLI) legte 1,56% zu auf 1'032,01 Punkte und der breite Gesamtmarkt (SPI) +1,27% auf 5'865,28 Punkte.
Tagesgespräch waren Logitech, welche nach einer Umsatz- und Gewinnwarnung um 15,7% massiv einbrachen. In der Spitze verzeichnete das Papier gar ein Minus von knapp 22%. Grund für die Gewinnwarnung ist vor allem die schwache Entwicklung im Einzelhandelsgeschäft in der Region Europa, Nahost und Afrika. Die Analysten zeigten sich darüber besorgt, dass der Computerzubehör-Hersteller seine Produkte im bisherigen Stammgeschäft nicht wie erwartet verkaufen kann. In der Folge kam es zu verschiedenen Rating- und Kurszielsenkungen, unter anderem durch Barclays, Deutsche Bank, Citigroup oder CS.
Dahinter waren Clariant (-0,4%), nach einer kleineren Akquisition in Kanada, sowie die Ex-Dividende von 0,35 CHF gehandelten Nobel Biocare (-0,7%, bzw. -0,13 CHF) die einzigen Verlierer.
Mit einem Plus von 0,4% für Nestlé und 0,5% für Novartis gehörten die beiden am meisten wiegenden Aktien unter den Bluechips ebenfalls zur hintersten Gruppe in der Tabelle. Das von Novartis präsentierte Phase-II-Ergebnis mit einem Hepatitis-C-Produktkandidaten wurde in Analystenkreisen unterschiedlich bewertet.
An der Spitze standen zum Schluss die volatilen Weatherford (+6,0%) und Swiss Re (+3,6%). Die Papiere des Rückversicherers setzten damit ihren seit zwei Wochen dauernden Höhenflug fort. Die Hausse ist nach Ansicht von Händlern auf die erwartete Entwicklung bei den Rückversicherungs-Prämien zurückzuführen. Seit der Versicherungsbroker Willis in den weltweiten Preisen für Rückversicherungs-Prämien eine Trendwende vorhergesagt habe, werde die Mehrzahl der bisher neutralen Preis-Prognosen über den Haufen geworfen.
Auf dem dritten Platz schlossen ABB (+3,5%), nachdem aus China ein grösserer Auftrag über 165 Mio USD für Transformatoren eingegangen ist.
Deutlich waren auch die Avancen von Adecco (+2,9%), SGS oder Sonova (je +2,6%), welche sich damit allerdings nur zu einem geringen Teil von den Verlusten im Zusammenhang mit der Gewinnwarnung und der Insideraffäre erholten.
Gewinne von über 2% verzeichneten zudem Geberit, ZFS, Synthes und Syngenta. Beim Agrochemiekonzern verwiesen Händler auf den Anbaubericht des Landwirtschaftsministeriums in den USA. Dieser entsprach zwar in etwa den Erwartungen, Goldman Sachs legte indes in einer aktuellen Analyse dar, dass die Preise wegen des hohen Lagerverbrauchs von Saatgut in den USA haussieren könnten.
Im breiten Markt rückten Barry Callebaut nach Zahlen um 3,7% vor. Der weltgrösste Schokoladeproduzent hat mit den Halbjahreszahlen per Ende Februar tendenziell über den Schätzungen abgeschlossen.
Weitere auffallende Gewinner waren Dufry (+7,9%) oder Bell (+6,8%).
Massiv bergab ging es dagegen für Global Natural Resources (-15,9%). Die sich im Umbruch befindende Gesellschaft hat bei der Schweizer Börse die Dekotierung der Aktien beantragt. auch IPS Packaging (-11,9%) wurden in den Keller geschickt.
cf/mk

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