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Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt ist am Mittwoch nach einem freundlichen Auftakt kaum verändert aus dem Handel gegangen. Während positive Vorgaben zunächst für gute Stimmung an der Börse sorgten, lasteten am Nachmittag vor allem enttäuschende US-Arbeitsmarktdaten auf den Kursen und drückten die Indizes ins Minus. In der Schlussauktion erholte sich die Börse auf das Niveau des Vortagesschlusses.
Für eine negative Überraschung sorgte der ADP-Beschäftigungs-Index aus den USA. Ein enttäuschender Einkaufsmanagerindex aus der Region Chicago sorgte dann zunächst für zusätzlichen Abgabedruck, nach einem besser als erwartet ausgefallenen Auftragseingang der US-Industrie erholten sich die Indizes an der Wall Street aber wieder etwas. Der US-Markt wirke verunsichert und reagiere hektisch auf jeden Impuls, meinten Händler.
Der SMI schloss hierzulande um 0,03% fester auf 6'873,37 Punkten (Tageshoch 6'907 Punkte). Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) gewann 0,07% auf 1'056,49 Punkte und der breiter gefasste SPI um 0,12% auf 6'007,84 Punkte.
Bei den Grossbanken gewannen UBS nach den deutlichen Avancen des Vortages nochmals 0,3%. Stützend wirkten sich eine Kurszielerhöhung durch Morgan Stanley und Umschichtungen aus Credit Suisse (-0,6%) aus, deren Kursziel von der gleichen Bank gesenkt wurde.
Bei der UBS wird das Amtshilfeabkommen mit den USA vorläufig angewendet, wie am Nachmittag bekannt wurde. Ob die Kundendaten tatsächlich an die USA ausgehändigt werden, entscheidet aber am Ende das Parlament. Die vorläufige Anwendung ermöglicht nicht die Herausgabe der Daten, sondern nur die Beurteilung der einzelnen Fälle von US-Kunden.
Grösste Verlierer waren Sonova (-1,7%), SGS (-1,2%) und Nobel Biocare (-0,9%).
Bei ZFS (-0,3%) erhöhte Standard & Poor's den Ausblick für diverse Einheiten auf "stabil" von bisher "negativ" und bestätigte das Rating für Unternehmen der Gruppe mit "AA-".
Nestlé schlossen unverändert. Es seien Umschichtungen in die Konkurrenzpapiere von Unilever zu sehen gewesen, erklärten Händler. Die übrigen Index-Schwergewichte Roche (+0,1%) und Novartis (-0,1%) tendierten verhalten.
Syngenta (+0,1%) gewannen moderat dazu. Das Agrochemieunternehmen gab bekannt, dass das Fungizid Isopyrazam nach erster Zulassung in Grossbritannien lanciert worden ist. Zulassungen würden weltweit sowohl bei Obst und Gemüse, als auch bei Getreide angestrebt.
Swatch (+0,6%) und Richemont (+0,3%) rückten stärker vor. Die Credit Suisse hob angesichts der guten Wachstumsaussichten in Asien das Kursziel für Richemont an. Marktbeobachter begründeten die zeitweise Branchenstärke auch mit der Veröffentlichung der Detailhandelsumsätze von Hong Kong.
Logitech (+0,6%) zeigen sich nach den Kursverlusten der vergangenen Handelstage erholt. Kühne+Nagel (+1,0%) bekamen ein höheres Kursziel von JP Morgan und Cheuvreux, letztere bestätigen zudem das Anlagerating "Selected List." Clariant (+1,3%) erhielten eine Kurszielerhöhung durch Goldman Sachs im Rahmen einer Sektorstudie.
Swiss Life (+1,2%) konnten am Tag nach der Zahlenpublikation zulegen. Die Jahresergebnisse und Aussichten der Gruppe wurden in der Finanzpresse mehrheitlich positiv kommentiert. Allerdings kamen auch einige kritische Stimmen auf, insbesondere was die ambitiösen Renditeziele und die Entwicklung der Tochter AWD betrifft.
Spitzenreiter unter den 30 Bluechips waren Petroplus (+3,1%) nach einer Heraufstufung durch Barclays auf "Equal Weight" ("Underweight").
Im breiten Markt zogen Valora (+8,7%) nach der Ergebnisvorlage stark an, Emmi (+4,2%) und Looser (+5,1%) notierten nach Zahlen ebenfalls deutlich stärker.
Sika kletterten nach einer Übernahme um 1,5%. Georg Fischer (+4,7%) profitierten von einer deutlichen Kurszielerhöhung und einer Kaufempfehlung durch die UBS.
OC Oerlikon schlossen vor der Zahlenvorlage und einem Update zur finanziellen Sanierung am Donnerstag 1,6% leichter.
cc/ra

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